Zum Gedenken an den Absturz des Luftschiffes LZ-86 vor 100 Jahren bei Temeswar

Den Absturz des Luftschiffes LZ-86 am 4. September 1916 nahm das deutsche Konsulat zum Anlass,  am Nachmittag des  6. 11. am Grab der 10 dabei gefallenen Soldaten auf dem Temeswarer Friedhof nicht nur an das Unglück selbst, sondern gleichzeitig auch an den ersten Weltkrieg, dessen Kriegshandlungen  vor hundert Jahren den Höhepunkt erreichten,  zu erinnern.

Zeppelin über dem Temeswarer Dom Bild vergrößern Zeppelin über dem Temeswarer Dom (© k)

Zu der Gedenkfeier waren u. A. gekommen: der Verteidigungsattaché der deutschen Botschaft Bukarest, Oberstleutnant Marc Ascui und Frau Hauptbootsmann  Annemarie Bruckler,  der Abgeordnete der deutschen Minderheit im rumänischen Parlament,  Ovidiu Gant, der Vizepräfekt des Kreises Temes, Zoltan Marossy, der Vorsitzende des Forums der Banater Berglanddeutschen, Erwin Josef Ţigla. Ebenfalls anwesend war Herr Alin Nica, der Bürgermeister von Dudeştii Noi (Neu-Beschenowa) wo während des ersten Weltkrieges deutsche Zeppeline stationiert waren.

Nach einem eröffnenden Trompetensolo begrüßte Konsul Rolf Maruhn die Anwesenden und dankte für ihr Erscheinen. Es folgte eine Andacht, die von Generalvikar der Diözese Temeswar Johann Dirschl und dem evangelischen Pfarrer Walter Sinn gemeinsam gehalten wurde.  Im Rahmen der darauf folgenden Gedenkansprache lud Konsul Maruhn zu einer stillen Minute zum Andenken an die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft ein, der  das bekannte Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“, ebenfalls als Trompetensolo, folgte. Oberstleutnant Ascui erinnerte an das Zeppelin-Unglück und die Umstände, die dazu führten. Nach einer kurzen Ansprache durch Bürgermeister Nica  erfolgte die Kranzniederlegung, begleitet von der Melodie „Ich hatt‘ einen Kameraden..“

Bereits am Vormittag hatte Konsul Maruhn, begleitet von Frau Hauptbootsmann Bruckler, an der zentralen Gedenkfeier im Zusammenhang mit dem Volkstrauertag am Fliegergrab in Reschitza, die traditionell vom Forum der Banater Berglanddeutschen durchgeführt wird, teilgenommen.

Ebenfalls wurde ein Kranz niedergelegt an Denkmal für die Opfer des Internierungslagers an der Arader Strasse in Temeswar.

Denkmal für die Opfer des Zeppelin-Unglücks

Luftschiffergrab in Temeswar