Das ifa lädt ein ins „World Café“

Die Arbeit des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa)  ist Herzensangelegenheit des deutschen Konsulats in Temeswar. Diese vom Auswärtigen Amt geförderte Einrichtung leistet beachtliche Arbeit bezüglich der Förderung und Stärkung des internationalen Kulturaustauschs. Seit mehr als zwanzig Jahren entsendet das Institut junge Kulturmanager und Redakteure aus Deutschland an Organisationen der deutschen Minderheiten im östlichen Europa und in die Gemeinschaft der unabhängigen Staaten. Im Fokus stehen dabei die Kulturarbeit mit den deutschen Minderheiten im Ausland, der Beitrag zu einem freundschaftlichen Länderaustausch, sowie der Dialog mit den Zivilgesellschaften.

Auch in diesem Jahr wurde das Regionaltreffen des ifa in Temeswar veranstaltet. Es fand am 09. März 2016 in dem Kulturzentrum „Ambasada“ statt und bot den jungen Kulturmanager*innen, Redakteur*innen und Kulturassistent*innen eine Bühne, um ihre aktuellen Projekte und Vorhaben vorzustellen.

Zu sehen war, dass die Entsandten als auch die Gastinstitutionen viel voneinander gelernt haben und mit Leidenschaft dabei sind,  immer neue Projekte zum Wohle der deutschen Minderheit zu entwickeln. Die Rolle des ifa ist es dabei als Brückenbauer zu agieren und die professionelle Weiterentwicklung der entsandten Kulturmanager und Redakteure zu unterstützen.

Zu den Gästen dieses Abends gehörten neben dem deutschen Vizekonsul, Siegfried Geilhausen, auch wichtige Vertreter anderer Minderheiten Rumäniens. Somit bot der Abend auch den Vertretern der Banater Schwaben, Ungarn, Roma und Serben die Gelegenheit an einem gemeinsamen Gesprächstisch über die Chancen und Herausforderungen der Minderheiten zu diskutieren.

Unter der Anleitung von Markus Rebitschek konnten sich die Gäste im sogenannten „World-Café“ (ein Konzept für ein innovatives Gesprächsportal) über Themen wie „Zukunft der Mehrsprachigkeit“ „Bildungs- und Kulturaustausch“ oder „open spaces“  – neuen, offenen Räumen für die Jugendarbeit austauschen. In einer entspannten, kaffeehausähnlichen Atmosphäre erwarben die Teilnehmer im interkulturellen Austausch neue Perspektiven auf die Kulturpolitik von Minderheiten. Die interessanten Erkenntnisse wurden dann auf den Tischdecken in Bild- oder Textformat verewigt.

Die Veranstaltung wurde von den Gästen als spannende Initiative aufgefasst und bot eine wunderbare Gelegenheit einander kennenzulernen und das eigene Netzwerk zu erweitern.

(Verfasser: Christopher Stein, Praktikant)

Was ist "ifa"?

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Es fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen. Als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vernetzt es Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft. Es initiiert, moderiert und dokumentiert Diskussionen zu internationalen Kulturbeziehungen.
Das ifa ist weltweit vernetzt und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.
www.ifa.de