Pressespiegel 13. - 19. August 2011
19. August 2011
„Wer sich vor Änderungen fürchtet, den bestraft das Leben“, erklärte Andreas von Mettenheim, der Deutsche Botschafter in Bukarest, die Schließung des Deutschen Konsulats in Temeswar und das Ernennen eines Honorarkonsuls betreffend. Alle Bemühungen der deutschen Geschäftsleute aus dem Banat, der Lokalbehörden und der ehemaligen Konsuln in Temeswar für den Erhalt des Konsulats in Temeswar, scheinen in Berlin nicht befruchtet zu haben. Der deutsche Außenminister ist entschlossen aus finanziellen Gründen die Vertretung in Temeswar zu schließen, eine Entscheidung, die Anfang Oktober bekannt gegeben werden soll. Für die Redaktion der Adevarul, erklärte Botschafter von Mettenheim die Gründe für das Umorganisieren des Konsulats in Temeswar. Auch wenn es für den Botschafter in Bukarest „bequemer wäre“, die Vertretung in Temeswar in ihrer jetzigen Form beizubehalten, das Umorganisieren stelle eine „Herausforderung dar, die – unabhängig von den lokalen und regionalen Interessen, angenommen werden muss“. Neue Technologien im Kommunikationsbereich und die kürzeren Reisezeiten in Europa,würden intensive bilaterale Beziehungen begünstigen, die auch mit verschlankten Strukturen aufrecht erhalten werden können. Der Bedarf an Konsular-Dienstleistungen in Rumänien sei sichtlich gesunken. Weil nicht alle deutsche Investoren dies so sehen, sollte die Entscheidung der Bundesregierung für die lokalen und regionalen Behörden ein Ansporn sein, die Investoren stärker zu unterstützen, ihnen – im Interesse des rumänischen Volkes – den Weg zu ebnen. Künftig werde ein von der Botschaft in Bukarest und dem Generalkonsulat in Hermannstadt/Sibiu unterstützte Honorarkonsul in Temeswar tätig sein und Botschafter von Mettenheim, „widersetzt sich entschieden jedwelchem Versuch, die Aktivität des zukünftigen Deutschen Honoralkonsuls zu minimalisieren“. Er habe „vollstes Verständnis“ dafür, dass die deutsche Minderheit hier, die geplanten Änderungen als „schmerzhaft“ empfindet, aber die Zeit werde beweisen, dass Deutschland „keineswegs auf seine herausragende Position in Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit verzichtet“. Von den Vorwürfen, das Konsulat in Temeswar würde geschlossen, um das Generalkonsulat in Hermannstadt/Sibiu – eine von Bürgermeister Klaus Johannis geleiteten Stadt, halten zu können, will der Botschafter gar nichts hören: „Jeder Versuch die diplomatischen Vertretungen gegeneinander aufzubringen, ist zum Scheitern verurteilt“.(adevarul.ro)
Unter dem Titel: Continental-Reifenfabrik: Deutsche Gifte für die Lungen der Rumänen, bringt
www.antena1.ro
einen Beitrag über einen der größten deutschen Investoren im Banat. Seit über sechs Jahren beschweren sich die Bewohner, die im Norden der Stadt Temeswar wohnen, nun schon über den unerträglichen Geruch den die Fabrik erzeugt. Über 25.000 Anwohner sind davon betroffen. Zivilgesellschaft und Kompanie bekriegen sich mit Gutachten und Contra-Expertisen, während Politiker und deutsche Diplomaten hartnäckig Lobby für das Unternehmen machen. Continental expandiert, obwohl es seit 2006 keine Umweltgenehmigung hat, während Familienärzte aus der Gegend von einer steigenden Zahl der Atemwegerkrankungen sprechen und die Europäische Kommission im März dieses Jahres ein Vertragsverletzungsverfahren (Infringement) gegen Temeswar eingeleitet , wegen Überschreitung der maximal erlaubten Staubpartikel-Werte in der Luft und das Monitoring der Luftverschmutzer – darunter auch Continental – gefordert hat. Am meisten beschweren sich die Anwohner über den Geruch, aber an manchen Morgen ist ihre zum Trocknen aufgehängte Wäsche von einer schwarzen Staubschicht, wie einst in Kleinkomisch, bedeckt. Temeswar ist der einzige Continental-Standort in Europa ohne eine Pufferzone aus Vegetation und das obwohl nur 80 m entfernt Wohnblocks stehen und 500 m weiter das Victor-Babes-Krankenhaus für ansteckende Krankheiten mit der einzigen pneumologischen Abteilung in der Stadt sowie das Kardiologische Institut. Das Problem ist den Kommissaren der Umweltgarde in Temeswar bekannt, die Nationale Umweltgarde hat sogar eine Studie über die gesundheitsschädliche Partikel-Emissionen in Auftrag gegeben, aber die Regionale Agentur für Umweltschutz erteilt weiterhin temporäre Umweltgenehmigungen, damit das Unternehmen weiter funktionieren kann. Offiziell heißt es, die ContinentalReifenfabrik verstöße nicht gegen die Umweltauflagen und das trotz der getroffenen Maßnahmen (Mahnungen und Bußgelder). Weit umfassenderer Artikel injurnalul.ro
Wer in Temeswar bleibt und trotzdem sonnige Augusttage im Freien genießen will, in einem Schwimmbecken schwimmen oder einfach nur plantschen will, kann dies im kürzlich eröffneten Strandbad im Iulius-Mall-Einkaufszentrum tun. 200 Liegestühle (zu 10 Lei) und elegante Baldachins (zu 60 Lei) stehen für die Besucher bereit. Eintritt 20 Lei für Erwachsene und 10 Lei für Kinder, wer sich ein Abo kauft, bekommt den Liegenstuhl gratis. In Kürze werden Schwimmlehrer Kurse für Kinder halten. Geöffnet: 10:00 bis 20:00 Uhr. (oradetimis.ro)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2567 Lei/Euro bzw. 2,9544 Lei/US-Dollar.
18. August 2011
Der vom Ungarnverband/UMDR für das durch den Rücktritt Cseke Attilas frei gewordene Amt vorgeschlagene Riti Ladilslau hat gestern Abend den Eid als neuer Gesundheitsminister abgelegt. Er erklärte, seine Prioritäten lägen im Fortführen der von Cseke begonnenen Projekte, in der Normalisierung der Beziehungen zwischen Gesundheitsministerium und Krankenkasse sowie der Verbesserung der Finanzierung des Gesundheitssystems. Nach der Zeremonie erklärte Staatspräsident Traian Basescu, er hoffe, der Minister werde verstehen, dass dem Gesundheitswesen keine zusätzliche Fonds zugeteilt werden können, bis nicht alle Löcher, durch die Geld in andere Richtungen als zu den Patienten fließt, gestopft sind.Und Premierminister Emil Boc, gab bekannt, dass das Gesundheitsministerium fortan die Tätigkeit der Krankenkasse koordinieren werde, wobei aber Letztere ihre Eigenschaft als Kreditoffizier behalten werde.(romanialibera.ro) Der 1948 in Großwardein/Oradea geborene Ritli Ladislau, Abbsolvent der Medizinischen Fakultät in Temeswar, ist einer der geschätztesten Ärzte in Großwardein und war der Reihe nach Leiter des Städtischen Krankenhauses in Stei, Inspektor der Gesundheitsdirektion des Kreises Bihor, stellvertretender Leiter des Städtischen Kinderkrankenhauses, Leiter der Direktion für Öffentliche Gesundheit des Kreises und seit 2010 medizinischer Direktor des Dr. Gavril Curteanu- Krankenhauses in Großwardein. Der Facharzt für Pädiatrie, Onkologie und Hämatologie ist außerdem Universitätslektor an der Fakultät für Medizin und Pharmazie in Großwardein. Laut seiner Vermögenserklärung besitzt er ein 300 qm großes Waldstück, ein 90 bzw. 40 qm großes Appartement, ein 40 qm großes Ferienhaus und einen Peugeot 207,keine Bankkonten, aber auch keine Kredite.(mediafax.ro)
Prävention sei inexistent, Patienten würden zum Familienarzt nur gehen, wenn sie ein Rezept benötigen oder bereits ernsthaft erkrankt sind, heißt es im Bericht der Weltbank in Bezug auf das Gesundheitswesen in Rumänien. Deswegen empfiehlt die WB u. a. Folgendes: Familienärzte sollen sich mehr für die Früherkennung von Krebs und Diabetes einsetzen; Senioren – vorrangig in benachteiligten Gebieten - sollten in den kleinen, zu diesem Zwecks umgestalteten Krankenhäusern behandelt werden; den Familienärzten sollen Gelder für ihre Weiterbildung, die Beschaffung neuer Ausstattungen sowie die Einstellung von zusätzlichem Personal (wie z. B. Sekretäre oder Sozialarbeiter) zugeteilt werden und Maßnahmen zur Reduzierung von Gesundheits-Risiko-Faktoren (Tabaksteuer, Rauchverbot in öffentlichen Lokalen) sollten implementiert werden. Des Weiteren kam die WB zur Schlussfolgerung, dass die Einnahmen der Familienarzt-Praxen so klein sind, dass sie kaum ihre Angestellten bezahlen, geschweige denn Investitionen tätigen können. (ziuadevest.ro)
Ab September wird sich ein rapides Noteinsatz-Team/SMURD mit einem nach europäischen Standard ausgestatteten Helikopter um die dringende medizinische Fälle im Westen des Landes kümmern. Innenminister Traian Igas hat erklärt, sein Ministerium werde den nötigen Hubschrauber bereit stellen, sobald der diesbezügliche Regierungsbeschluss erlassen werde. Das in den Kreisen Arad, Bihor und Temesch stationierte Fachpersonal soll Schichtdienst versehen – die Interventionszeit soll von 60 bis 90 auf 20 bis 30 Minuten reduziert werden. (Renasterea Banateana)
In einem Treffen zwischen der Leitung des Temescher Kreiskrankenhauses mit Vertretern der Urologie (den Professoren Florin Micle, Viorel Bucuras und Petru Boiborean) wurde beschlossen, ein junges Ärzteteam zu bilden, das sich für die Wiederaufnahme der Nierentransplantationen im Westen des Landes vorbereiten solle. Des Weiteren wurde mit Prof. Dr. Fulger Lazar, dem Leiter der Chirurgischen Abteilung über die Wiederaufnahme der Lebertransplantationen in Temeswar gesprochen. Dr. Gheorghe NoditlManager des Kreiskrankenhauses hat auch bestätigt, dass die IT-Klinik der Einheit bereits über zwei Krankenzimmer für Transplantationspatienten verfügt und dass, weitere in der Urologie bzw. Chirurgie eingerichtet werden sollen. Eines der wichtigsten Disskussionspunkte bei der Internationalen Konferenz zum Thema Nierenerkrankungen und -Transplantationen am 10. September in Temeswar, betrifft die Wiederaufnahme der Nierentransplantntationen sowie die stillschweigende Einwilligung zur Organgspende nach dem Tod und wie sie auf der Gesundheitskarte vermerkt werden solle.(ziuadevest.ro)
Das 11 Monate alte, gehörlos auf die Welt gekommene Baby, das gestern in Jassy/Iasi operiert wurde, ist der jüngste Patient in Rumänien, dem ein Cochleaimplantat eingesetzt wurde. Dieses wird ihm ein normales Leben ermöglichen. (cancan.ro)
Auch die Landsmannschaft der Banater Schwaben möchte sich für den Erhalt des Deutschen Konsulats in Temeswar stark machen und bringt auf ihrer Internetseite unter http://www.banater-schwaben.org/index.php?id=246 außer ihrem an Bundesaußenminister Westerwelle gerichtetes Protestschreiben, mit Unterstützung der Deutschen Sendung von Radio Temeswar auch die Stellungnahmen einzelner Personen aus dem verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen: Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Dr. Swantje Volkmann, Kulturreferentin beim Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm, Manfred Engelmann, Vorsitzender des DRW Arad und Sekretär des Deutsch-Rumänischen Forums Berlin, Josef Lutz, Vorsitzender der Heimatsortgemeinschaft Sanktanna, Anton Bleiziffer, Beirat im Freundeskreis für Donauschwäbische Blasmusiik, aus den Reihen der Vertreter der deutschen Gemeinschaft im Banat: Prof. Dr. Karl Singer, Erwin Josef Tigla und Michael Szellner, die Vorsitzenden des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat/DFDB, der Berglanddeutschen bzw. in Arad, Horst Martin, Vorstandsmitglied des DFDB und Geschäftsführer der Banatiaund Werner Kremm, Abteilungsleiter der ADZ, den Reihen der Vertretern der Stadt und der Temeswarer Kulturlandschaft: Gheorghe Ciuhandu, Bürgermeister von Temeswar, Helene Wolf, Stadträtin und Schulleiterin des Nikolaus-Lenau-Lyzeums in Temeswar, Lucian Varsandan, Intendant des Deutschen Staatstheaters in Temeswar, Alina Baciu, Leiterin des deutschen Kulturzentrums in Temeswar, Elke Sabiel, Vorsitzende der Deutsch-Rumänischen Kulturgesellschaft, Msgr. Johann Dirschl, Generalvikar der römisch-katholischen Diözese Temeswar, Andrei Jecza, Vorsitzender der Triade-Kulturstiftung, aus dem Hochschulwesen: Prof. Dr. Roxana Nubert. Leiterin des Germanistiklehrstuhls der Westuniversität in Temeswar, Dr. Vasile Docea, Leiter der Zentralbibliothek der Westuniversität in Temeswar, Dr. Eleonora Ringler-Pascu, Leiterin der Schauspielabteilung der Musikhoschschule, Prof. Dr. Walter Kindl, Dekan der Musikhoschschule und Domkapellmeister sowie aus Politik und Diplomatie: Susanne Kastner, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Deutsch-Rumänischen Forums in Berlin, Klaus Christian Olasz, Deutscher Konsul in Temeswar und die ehemaligen Konsuln Klaus Peter Marte und Uwe Zorn.
In der Regierungssitzung am Mittwoch beschloss das Kabinett die Zuteilung von 18 Millionen Lei aus dem Budget des Bildungsministeriums für die Begleichung der Schulden die die schulischen Einheiten landesweit bei Baufirmen haben sowie für die Finanzierung von Kapitalausgaben. (mediafax.ro)
Es ist immer wieder dasselbe: In den Medien wettern sie lautstark gegen Wahlbestechung aber vor Ort werden Lebensmitteltüten verteilt. So auch im Kreis Neamt, wo am Sonntag Wahlen für den durch das Ableben Victor Surdus frei gewordenen Abgeordnetenplatz stattfinden. Das Wahlkampagne-Team des Kandidaten der Sozialiberalen Union (USL) filmte wie Öl, Zucker, Reis und Mehl in grünen Tüten an die Bevölkerung verteilt wurden mit der Aufforderung für den demokratischliberalen (PDL) Kandidaten zu stimmen. Letztere weisen jedwelche Schuld von sich und sind der Meinung, es könnte sich um eine Inszenierung des Kontrahenten-Teams handeln. (realitatea.net)
Nachdem das Berufungsgericht die Entscheidung über den Gründungsantrag der Volkspartei-Dan Diaconescu /PP-DD erneut auf den 22. September vertagte, hat Dan Diaconescu erklärt, er werde auf Plan B zurückgreifen: Er wolle schon heute eine der acht Parteien, mit denen er kürzlich verhandelt hat, übernehmen und dann bei Gericht, die Namensänderung in PP-DD beantragen. (agenda.ro)
Samstag ab 18:00 Uhr findet im Iulius-Mall-Einkaufzentrum in Temeswar die zweite Auflage des Hunde-Schönheitswettberwerbs Pet Show statt. Die von den Herrchen und Frauchen begleiteten beste Freunde des Menschen, werden für die Titel Am besten abgerichteter Hund, Die schönste Haltung, Schönste Frisur, Lustigster Hund und Bester künstlerischer Eindruck konkurrieren. Einschreibungen bis Freitag, 12:00 Uhr. (Renasterea Banateana)
Auf dem C. D. Loga-Boulevard in Temeswar wurde ein Fernsehteam, das einen Polizeieinsatz bei einem Skandal zwischen zwei Roma-Clans, filmen wollte, von den Romas tätlich angegriffen. Die anwesenden Polizisten konnten den Skandal nicht schlichten und mussten von der Gendarmerie Hilfe anfordern. Der Direktor des Fernsehsender TVT 89 und ein Fernsehredakteur wurden verletzt und eine 8.500 Euro teure Kamera zerschlagen. (tion.ro)
Nachdem ein mit Lebensmittel beladener Laster im Straßengraben, nahe von Cotofeni/Kreis Dolj landete, versuchte der Eigentümer und einige seiner Angestellten, die Fracht zu retten. Sogleich wurden sie von etwa 100 Roma umringt, denen es in nur zehn Minuten gelang, die zwei je eine Tonne schweren Kisten mit Tiefkühlware vom Anhänger auszuladen und mit der Ware zu verschwinden. (agenda.ro)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2609 Lei/Euro bzw. 2,9524 Lei/US-Dollar.
17. August 2011
Laut Arbeitsminister Sebastian Lazaroiu sind nahezu die Hälfte der bisher 3.977 überprüften Unterlagen von Familien aus 350 Ortschaften, die wegen Bedürftigkeit finanziell unterstützt werden, verfälscht. 32 % davon wurden von sozialdemokratischen (PSD) Rathäusern, 26 % von demokratischliberalen (PDL), 25 % von liberalen (PNL) und 3 % von konservativen (PC) ausgestellt und genehmigt. (agenda.ro)Die mit der Überprüfung beauftragten Sozialinspektoren entdeckten, Sozialhilfeempfänger, die in Wahrheit im Ausland schwarz arbeiten bzw. über ein ansehnliches Vermögen verfügen (z. B. teure und neue Pkw bzw. Traktoren oder gleich mehrere Grundstücke). „Plumper Betrug“ wurde auch bei kerngesunden „Behinderten“ festgestellt bzw. bei Heizungszuschüssen, die ohne jegliche Überprüfung der Einkommen- bzw. sozialen Lage der Antragsteller genehmigt worden sind. Der Staat habe offensichtlich die Kontrolle über die Gelder, die in Sozialleistungen fließen, verloren, erklärte der studierte Soziologe Lazaroiu – wie anders würde es sich erklären, dass Rumänien zurzeit jährlich 14 Milliarden Lei für Sozialleistungen aufbringt, wobei 1,8 Millionen der insgesamt 8,3 Millionen Sozialhilfeempfänger, an keinerlei Gebrechen oder Behinderungen leiden, keiner Schulungs-, Umschulungs- oder Weiterbildungsmaßnahme nachgehen und es vorziehen Sozialhilfe zu kassieren. (punkto.ro)
Das Ministerium für Regionale Entwicklung und Tourismus will den Tourismus mit einer neuen Route fördern und arbeitet an der Roten Trasse. Ausländische Besucher sollen auf die Spuren des Kommunismus und der Diktatur geführt werden. Dabei soll der Besuch von Scornicesti, den Geburtstort Nicolae Ceausescus,des Balkons des Zentralkommitees, wo dieser zum letzten mal versuchte sich an das Volk zu wenden, des Doftana-Gefängnisses, des Primaverii-Viertels in Bukarest, des Hauses des Volkesund der Mauer in Targoviste, wo das Diktatorenpaar erschossen wurde, nicht etwa Nostalgie für das Vergangene auslösen, sondern eine Lektion in Geschichte darstellen und nicht zuletzt finanziell ausgebeutet werden. Diese Idee scheint in engen Zusammenhang mit dem jüngsten Besuch Premierminister Emil Bocs in China zu stehen. Dieser hatte bei den Chinesen nicht nur ein Interesse entdeckt für alles, was neu ist, sondern – obwohl sie selbst in einem kommunistischen Land leben - auch eine Neugier für kommunistische Spuren und auch bekannt gegeben, dass künftig ein Schengevisum chinesische Staatsangehörige, auch zu einem fünf-tägigen Transitaufenthalt in Rumänien berechtigen wird. (agenda.ro)
108.000 Schüler werden ab Montag die Abiturprüfung nachholen. Aber obwohl nahezu alle Schulen kostenlos Nachhilfestunden anboten, zeigten die Schüler kaum Interesse dafür... (agenda.ro)
Ein Jahr nach der Brandkatastrophe im Giulesti-Krankenhaus in Bukarest, bei dem sechs der elf Babys auf der IT-Station ihr Leben verloren, ist das Krankenhaus von Grund auf renoviert. Sämtliche elektrische Leitungen sind ausgewechselt und Rauchmelder montiert worden. Letztere schlagen innerhalb von 30 Sekunden an und betätigen sofort die Sprinkleranlagen, so dass Vertreter der Krankenhausleitung erklären, eine ähnliche Katastrophe wäre in Zukunft ausgeschlossen. (realitatea.net)
Zwischen dem 8. und 15 September findet das vom Temeswarer Cosmin Manolescu inititerte Festival für Tanz und Performance - Moving Romania in der Fabrik Potsdam statt. Laut den Veranstaltern soll dadurch auf die Tätigkeit der rumänischen Tänzer und Choreographen aufmerksam gemacht werden. Andreea Novac, Cosmin Manolescu, Sergiu Matis, Vlaicu Golcea, Bogdana Pascal, Mihaela Michailov und Madalina Dan sind die Protagonisten von eigens für das Festival kreierte Tanz- und Musikshows. Das Festival endet mit einem fünftägigen von Madalina Dan und Sabine Chwalisz geleiteten Intensiv-Workshop. Das Projekt Moving Romaniawird vom Nationalen Tanz-Zentrum in Bukarest und der Robert BoschStiftung finanziert und in Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Kulturinstitut Berlin, der Fabrik Potsdam und dem rumänischen Verein zur Förderung Gestaltungskunst organisiert. (ziuadevst.ro)
Der Rotaract Club Temeswar Zentrumunterstützt die karitative Veranstaltung des Sportclubs Black Scorpionsam 19 und 20. August in Tschakowa/Ciacova. Ziel der Veranstaltung ist es ,alle Altersgruppen für Airsoft,einer weit realistischere und sauberere Alternative zum Paintball- Spiel zu begeistern und gleichzeitig Geld für die Renovierung des Tschakowaer Kindergartens und der Sozialeinrichtungen der Temescher Generaldirektion für Sozialhilfe und Kinderschutz zu sammeln. (ziuadevest.ro)
Als Julia High,Beamtin des Einwandererbüros in Großbritannien, nach einem 3-tägigen Urlaub nach Hause kehrte, erlebte sie eine große Überraschung: Nicht nur, dass eine Roma-Familie, fünf Erwachsene und drei Kinder, aus Rumänien in ihr Haus gedrungen war und sich ihres Kleider- und Kühlschranks bedient hatte, sie behauptete die Wohnung legal angemietet zu haben und luden sie sogar ein, mit ihnen ein Glas Wein zu trinken... Inzwischen wurde die Familie zwar evakuiert, aber sie hat nicht nur Kühlschrank und Kühltruhe leer geräumt, sondern auch Teppiche, einen teil der Kleidung, einen Computer und eine Digitalkamera mitgehen lassen. (agenda.ro)
Nachdem erst am Wochenende eine Prostituierte an der Schager Straße in Temeswar erstochen aufgefunden wurde (ziuadevest.ro), wurden gestern drei Frauen am helllichten Tag und auf offener Straße mit einem Messer verletzt. Der mutmaßliche Täter, ein 32-Jähriger aus dem Kreis Mehedinti, der 2001 zu einer Gefängnisstrafe von zehneinhalb Jahren verurteilt wurde, nachdem er jemanden mit einem Beil getötet hat, wurde kurz nach der dritten Tat, festgenommen. Er hatte Gummihandschuhe und ein Messer bei sich und erklärte, die Taten verübt zu haben, nachdem er sich mit seiner Freundin gestritten hatte. (realitatea.net)
Eine 58-Jährige musste mit tiefen Bisswunden ins Krankenhaus in Jassy/Iasi eingeliefert werden –höchstaußergewöhnlich dabei ist, dass ihr diese, anscheinend während eines Streits, von ihrem Ehemann bzw. ihrer Tochter, zugefügt wurden...Die Ärzte behandelten die Wunden, genau wie im Falle der von wilden Tieren zugefügten Bisswunden und erklärten, dass Menschenbisse, sogar noch gefährlicher als Tierbisse sein können, weil sie sich schneller und stärker entzünden.(liberatea.ro)
Ein 69-jähriger Mann aus Drobeta Turnu Severin hat einen einsamen Rekord geschafft: Er hat sich in nur 12 Monaten nicht weniger als 18 Strafanzeigen, wegen Fahren ohne Führerschein eingehandelt. (realitatea.net)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2706 Lei/Euro bzw. 2,9673 Lei/US-Dollar.
16. August 2011
2003 hatte das Temeswarer Bürgermeisteramt die 1994 begonnene und 1998 wieder aufgegebene Baustelle des Städtischen Krankenhauses an der Torontaler Straße übernommen. Das Übernahmeprotokoll wurde damals auf Eis gelegt, als herauskam, dass dem Bau Thermopanfenster im Wert von über 300.000 Euro fehlten. Vor Kurzem wurde das Gebäude der Temescher Direktion für Öffentliche Gesundheit überschrieben und soll nun das größte Onkologische Zentrum im Westen des Landes werden.(Renasterea Banateana)
In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg im Kreis Temesch das Volumen der Sacheinlagen der Bevölkerung um 11,46 Millionen Lei an – damit wurde hier der größte Wachstum landesweit verzeichnet. Trotzdem stehen dem Gesamtvolumen nach. nicht nur Bukarest sondern auch Klausenburg mit 4,8 Milliarden Lei, Konstantza mit 2,97 Milliarden Lei und Kronstadt mit 2,84 Milliarden Lei vor dem Kreis Temesch, der es auf 2,7 Milliarden Lei gebracht hat. Davon gehören 2,1 Milliarden Lei physischen Personen und nur 791 Millionen Lei Firmen. Auch wenn es zurzeit so aussieht, dass die Bevölkerung ihr Erspartes auf die Bank gebracht hat, die Sparperspektiven sind nicht rosig: Die Zinsen sind nicht besonders attraktiv und eher im Fallen. Näher betrachtet, könnten die Bankeinlagen schon bald wieder mehr „kosten“ als sie einbringen. Experten zufolge werden die Geldanlagen im Herbst wieder fallen, denn viele werden sich entscheiden, in Anbetracht der steigenden Heizkosten, eigene Heizzentralen einzubauen bzw. werden das Geld benötigen, um die hohen Nebenkosten zu begleichen. (tion.ro)
Ab diesem Herbst soll das Haus der Eheschließungen in dem neuen Gebäude das anstelle des Temeswarer Röntgenzentrums, hinter der Großen Post, gebaut worden ist, seine Tätigkeit aufnehmen. Hier sollen auch Personenstandsurkunden, Personalausweise und Scheidungsurkunden ausgestellt werden. Besucher können ihre Fahrzeuge auf dem ökologischen Parkplatz abstellen, für einen Fahrradständer muss noch gesorgt werden. (ziuadevest.ro
Nachdem bereits die niedrigeren Kosten für Zahnarztbehandlungen bzw. Schönheitsoperationen, den Tourismus in Rumänien ankurbelten, tun dies nun sowohl die Kosten als auch die vereinfachte Prozedur bei Ehescheidungen. In Italien müssen Scheidungswillige erst drei Trennungsjahre hinter sich bringen. Also bieten dort findige Unternehmer all inclusiveExpress-Scheidungen im Ausland an. In Rumänien müssen die Eheleute lediglich seit sechs Monaten gemeldet sein und können die Scheidung dann unbürokratisch beantragen. (enational.ro)
Unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen und den angekündigten Entlassungen, protestierten Polizisten heute, angekettet vor ihrem eigenen Ministerium in Bukarest. (Erst kürzlich hatte Innenminister Traian Igas die Entlassung von 10.000 Angestellten und 30 %-ige Lohnkürzungen angekündigt. Er hatte auch erklärt, die Hälfte der in den vergangenen 13 Jahren 63.500 Einstellungen von Personen, ohne jedwelche militärische Ausbildung, wären aufgrund von Bekanntschaften erfolgt). (agenda.ro)
Unglaublich aber wahr: Eine 87-Jährige hat versucht ein Tor von einem Fussballfeld im Ciarda Rosie-Viertel in Temeswar zu stehlen. Eine 50-jährige Freundin und deren 56-jähriger Bruder waren ihr dabei behilflich. Im Falle er Alten ließ die Polizei noch mal fünf gerade stehen, aber gegen die beiden Helfer wurde Strafanzeige gestellt. Allen Anschein nach, war dies nicht der erste Coup der drei – es heißt, sie haben sich auf Alteisen-Diebstahl spezialisiert. (ziuadevest.ro)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2784 Lei/Euro bzw. 3,0057 Lei/US-Dollar.
13. - 15. August 2011
Nach Spanien hat nun auch Frankreich den Zugang rumänischer Arbeitnehmer zum Arbeitsmarkt eingeschränkt. Die Französische Regierung hat beschlossen, keine Emigranten in den Bereichen Bauwesen und Informatik mehr zu akzeptieren und in den Niederlanden benötigen Rumänen und Bulgaren Arbeitsgenehmigungen und sollen fortan wie Nicht-EU-Bürger behandelt werden (agenda.ro)
Adrian Sitaru bekam am Samstagabend den Silbernen Leoparden für die beste Regie beim Filmfestival in Locarno für den Film Aus Liebe, mit den besten Absichten. Bogdan Dumitrache, der die Hauptrolle in dem Film spielt, wurde als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. (agenda.ro)
Sich der Wichtigkeit der Arbeit ihrer Angestellten in den Parlamentarierbüros bewusst, sind viele Abgeordnete – unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit – gewillt ihren Untergebenen in ihrem Wahlkreis, auch über 5.000 Lei zu zahlen. Ganz oben auf der von ziare.com aufgestellten Liste der großzügigen Parlamentarier steht Verteidigungsminister Gabriel Oprea (UNPR), der für seine Angestellten im Kreis Ilfov 8.084 Lei im Monat ausgibt, gefolgt von Pal Arpad (UDMR, 8.077 Lei im Kreis Harghita), Ludovic Orban (PNL, 8.028 Lei in Bukarest) und Raluca Tulcan (PDL, 7.448 Lei in Hermannstadt/Sibiu). (agenda.ro)
Samstag riet Landwirtschaftsminister Valeriu Tabara den Landwirten im Kreis Alba, bloß keinen Boden zu verkaufen, denn die Grundstückpreise werden beträchtlich ansteigen. Dabei handele es nicht um die potenziellen Bauflächen am Stadtrand, deren Preis so schon hoch genug ist, sondern um Felder – gleich ob angebaut oder brach liegend, deren Preise seiner Meinung nach, rasant in die Höhe schnellen werden. (romanialiberal.ro)
Ausgerechnet in der Urlaubs-Hochsaison hat die Rumänische Bahngesellschaft/CFR den Preis der Fahrkarten ab Sonntag um 18 % erhöht. Die Maßnahme ist Teil der Strategie mit der die Gesellschaft ihre finanzielle Lage wiederbeleben will. Die Fahrpreisermäßigungen von 50 % für Pendler sowie 75 % für Schüler und Studenten bleiben gültig. Desgleichen die restlichen Angebote: 10 % beim Kauf einer Hin- und Rückfahrtkarte, 5 – 13 % im Vorverkauf, 10 bis 25 % bei Minigruppen (zwei bis fünf Personen für Fahrten an allen Tagen der Woche, mit Ausnahme von Freitag und Sonntag), 25 bis 60 % für (VSD)-Wochenendkarten (Fr.,Sa., So.) und 10 % bei Online-Buchungen mit einer Master- oder Maestro-Card. (agenda.ro)
Ab diesem Monat hat auch die Temeswarer Wassergesellschaft/Aquatim die von ihr im Kreis Temesch praktizierten Preise angehoben: 2,63 Lei statt wie bisher 2,54 Lei, für einen Kubikmeter Trinkwasser und 2,29 Lei/Kubikmeter statt wie bisher 1,6 Lei für Kanalisation. Es soll dies die letzte Preisanhebung in diesem Jahr sein. (Agenda)
Eines der Bedingungen für den EU-Beitritt war, dass die Staatsverschuldung der Anwerterstaaten 60 % des BIP nicht überschreite. Zurzeit erfüllen alte EU-Staaten wie Griechenland (152 %), Italien (119 %), Belgien (96,8 %), Portugal (93 %), Deutschland (83,2 %) und Frankreich (81,7 %) dieses Kriterium nicht mehr. Rumänien hatte laut Eurostat am Jahresanfang Schulden in Höhe von 37 Milliarden Euro bzw. 30,8 % des BIP. Die Wirtschaft bewegt sich langsam und das bedeutet die Regierung wird neue Kredite aufnehmen müssen, um z. B. die Renten auszahlen, aber auch einen Teil der Schulden zurück zahlen zu können. 2013 bis 2017 müssen vier bis fünf Milliarden Euro im Jahr – Zinsen und andere Ausgaben inklusive, aufgebracht werden. Das bedeutet, Rumänien hat noch eine Verschnaufpause von zwei Jahren, in denen es eine Lösung finden muss ... vielleicht ja durch das Ankurbeln des Exports. (Agenda)
2.288.271 Rumänen heißen Maria, Mariana oder Marian, Marilena, Marina, Marinica oder Marin. Aus den Unterlagen der Meldebehörde geht hervor, dass 1.397.034 der insgesamt 1.870.396 Frauen darunter Maria und 306.137 der insgesamt 417.875 Männer Marian heißen. Sie alle feiern heute Namenstag. (agenda.ro)
An einem Wochentag fuhren in vier Stunden 1.600 Fahrzeuge von Novaci in Richtung Transalpina, die Hochstraße die das Parang-Gebirge durchquert. Damit hat die Transalpina, obwohl lange nicht so beworben wie der Transfagarasan, Letzteren Übertroffen. (agenda.ro)Die Transalpina ist die höchste Verkehrsstraße in Rumänien (beim Urdele-Pass 2.145 m hoch) und sogar in der gesamten Karpaten-Kette. Die Straße wurde vom römischen Heer auf dem Weg nach Sarmiseghetusa gebaut und nach 1930 von König Karl II mit Steinen gepflastert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Straße der Königevon den Deutschen aus militärischen Gründen saniert und gelang dann in Vergessenheit – was aber auch dazu führte, dass die Schönheiten der Natur unangetastet geblieben sind. Der schönste Teil der Straße sind die 30 km langen Serpentinen zwischen Obarsia Lotrului und Ranca. Anfang August dieses Jahres waren 113 der insgesamt 120 km der Straße asphaltiert, aber auch die restlichen Kilometer können problemlos mit jeden Fahrzeug (Schwerlaster nicht erlaubt) zurückgelegt werden. (transalpina.biz)
Bauherren müssen ab dem kommenden Jahr zusammen mit dem Antrag auf Baugenehmigung, nicht nur eine minimale Energieleistung nachweisen, sondern auch eine Studie über alternative Heizsysteme vorlegen. Auch wird das Energiezertifikat sowohl bei umfassenden Renovierungsarbeiten, als auch bei Verkaufs- bzw. Mietanzeigen verpflichtend. (renasterea.ro)
Wie in jedem Jahr werden die Bürger darauf hingewiesen, dass er verboten ist,die Ernterückstände, mit Ausnahme der Fälle, in denen eine phytosanitäre Maßnahme zur Schädlingsbekämpfung bzw. um das Ausbreiten einer Krankheit zu verhindern, angebracht ist, auf den Feldern zu verbrennen. Denen, die dies, ohne eine vorhergehende Genehmigung der Umweltgarde tun, drohen Bußgelder zwischen 3.000 und 6.000 Lei (physische Personen) bzw. 25.000 und 50.000 Lei (juristische Personen).(Agenda)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,27784 Lei/Euro bzw. 3,0057 Lei/US-Dollar.