Presseauswertung 14. - 17. Okotber 2010
16. Okotber 2010
Etwa 200 Personen, Kulturschaffende, Freunde und Fans haben sich am Donnerstag im Festsaal des Adam Müller-Guttenbrunn-Hausesgetroffen um der, im Alter von 54 Jahren, unerwartet im Februar 2010 von uns geschiedenen, in Temeswar geborenen und seit 1993 in Deutschland lebenden, Schriftstellerin und Regisseurin Ioona Rauschan, zu gedenken. Der Kulturverein Freunde Ioona Rauschans in Zusammenarbeit mit dem deutschen Kulturzentrum Temeswar und dem deutschen Literaturkreis Stafette haben die Kulturveranstaltung Auf der Schwelle organisiert. Über das Leben und die Tätigkeit von Ioona Rausch haben ihr Bruder, Radu Dimeca, die Schriftstellerin Adriana Babeti und der Regisseur Gheorghe Sfaiter gesprochen. In Premiere wurden Fragmente aus ihren Romanen gelesen und ein vor ihr produzierter Dokumentarfilm präsentiert. (Ziua de Vest)
Auch die Polizisten sind unzufrieden mit einheitlichem Lohngesetz – immer mehr geben ihren Beruf auf und gehen nach Italien und Spanien, um ihr Brot dort als unqualifizierte Arbeiter zu verdienen. Während z. B. ein Streifenpolizist im vergangenen Monat, mit Überstunden, mit gerade mal 957 lei blieb, verdiente ein Polizist im Büro auch 4.000 bis 5.000 lei. Da ihnen Statut gemäß streiken verboten ist, haben sie sich entschlossen, ab Montag erstmal in Urlaub zu gehen. Nach Absprache mit ihren Kollegen in den Kreisen Mehedinti, Gorj, Dolj und Hunedoara, sind sie zur Schlussfolgerung gekommen, dass 3 – 5 Polizisten in Hungerstreik treten müssen, um sich Gehör zu verschaffen. Allen voran, gleich am Montag ihr Vorsitzender Ioan Obersterescu. (Ziua de Vest)
Universitätsdozentin Dr. Tanja Becker präsentierte im Friedrich Schiller-Zentrum der Fakultät für Humanistischen, Politische und Verwaltungswissenschaften der Vasile Goldis Westuniversität den anwesenden Studenten, Masteranden und Doktoranden, über die Möglichkeiten ein DAAD-Stipendien zu bekommen. (Ziua de Vest)
Die Revolutionsgedenkstätte, im Rahmen der das Nationale Zentrum für Dokumentation, Forschung und Öffentliche Information funktioniert, die in einem rückerstatteten Gebäude auf der Emanoil Ungureanu-Straße untergebracht war, wird in die Theresien-Bastei umziehen.(Agenda)
Um aus der Isolation herauszukommen und um zu beweisen, dass sie viel zu zeigen haben und gewillt sind, dies zu tun, haben die Temeswarer Juden ein Jüdisches Gemeindezentrum eröffnet. In dem geräumigen, hellen Saal in der Gheorghe Lazar-Straße Nr. 5, werden künftig mittwochs regelmäßig Film- und sonntags Theater-, Musik- und Unterhaltungsabende stattfinden. In einem separaten Raum werden die Kinder malen, singen und spielen können. Jeder – ob jung oder alt, Jude oder Nichtjude, der an den Kursen für hebräische Sprache, israelische Tänze oder KravMaga/Karate teilnehmen möchte kann sich telefonisch unter 0256 201 698 oder 0256 201 684 vormerken lassen. Promotor und Seele des Zentrums ist die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Luciana Friedmann, „die eine Vorsitzende ist, die will und weiß, was zu machen sei für diese Gemeinde“. Ehrengäste der feierlichen Eröffnung waren Aurel Vainer, Vorsitzender der Jüdischen Föderation in Rumänien, Israel Sabag, Leiter des Jewish Joint Distribution Commitees Rumänien, Vertreter der Jüdischen Gemeinden in Arad und Großwardein/Oradea, aber auch Mihaela Boran, seitens der Temescher Präfektur. Ioan Gyuri Pascu und Radu Captari sorgten für Unterhaltung. (Agenda)
Das Gebäude auf dem Temeswarer Domplatz, in dem die Unterstufe des Nikolaus Lenau Lyzeums – 18 Schulklassen mit deutschen und drei mit rumänischer Unterrichtssprache - untergebracht ist, wurde bereits vor fünf Jahren dem Römisch-katholischen Bischofsamt rückerstattet. Die Westuniversität hat dem Bürgermeisteramt bereits vor zwei Jahren, ein 4.000 qm großes Grundstück auf dem Campus an der Oituz-Straße, für einen Neubau, abgetreten. Nur muss der Stadtrat erst noch das nötige Geld zum Demolieren der drei alten Gemäuer, die noch auf dem Grundstück stehen, genehmigen. (Renasterea Banateana)
Die EU hat bis 2013 eine 10 Millionen Euro hohe Unterstützung für die rumänischen Imker beschlossen. Damit sollen die nationalen Programme der Imker zu 50 % finanziert werden. (Renasterea Banateana)
Über 300 Schüler aus 14 Temeswarer Schulen nahmen an der vom Rotary Club Temeswar, der Bega-Stiftung und der Ziua de Vest-Zeitung unterstützten Kampagne Leg dich nicht mit den Temeswarern an, teilgenommen und in allen Stadtvierteln der Stadt 8.000 Flyer verteilt, die die Passanten daran erinnern sollten, wie sich zivilisierte Menschen zu verhalten haben. Die Kleinen freuten sich wenn sie auf das Verständnis und die Zustimmung der Passanten stießen und waren enttäuscht, wenn Eilige sie gar nicht erst beachteten. (Ziua de Vest)
Nachdem der Heilige Vater seine Seligsprechung im März genehmigt hat, soll der römisch-katholische Bischos von Großwardein/Oradea, Constantin Bogdanffy, der 1953 im Gefängnis von Aiud umgekommen ist, am 30. Oktober in Großwardein selig gesprochen werden. Dem in der Nähe vom serbischen Zrenjanin geborenen, aber in Temeswar aufgewachsenen, ehemaligen Schüler des Temeswarer Piaristen-Lyzeums, soll fortan der 3. Oktober im römisch katholischen Kalender gehören. Bogdanffy ist die neunte Persönlichkeit, die hier gelebt hat und selig gesprochen wird – die letzte Zeremonie fand vor 818 Jahren statt. (Agenda)
DieBrücke über den Bega-Kanal, die die Verbindung zwischen Ghiroda und dem Plopi-Stadtviertel herstellt, sowie der Kreiselverkehr davor sind fertig gestellt. Jetzt muss nur noch die Gasleitung für die Häuser jenseits des Kanals umgeleitet werden. Dies ist zwar eine relativ einfache Arbeit, aber beachtet man die Serien der nötigen Genehmigungen und den dafür nötigen Zeitaufwand, wird das noch etwas dauern. (Renasterea Banateanu)
Immer mehr Männer schreiben sich zu den Fortbildungskursen zum Heim-Altenpfleger der Sankta Maria Hilfe Stiftung in Temeswar ein. Die für ihre deutschsprechende Ausbilder und die erschwinglichen Kursgebühren bekannten Kurse, haben Kursanten aus allen Kreisen aus dem Westen des Landes und wurden auch vom Personal des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses, des Malteser Hilfsdienstes, des Seniorenheims in der Inocentiu-Klein-Straße und des privaten Pflegezentrums in Busiasch besucht. Die Stiftung organisiert zusätzlich Schulungen für Begleitpersonen von Schwerstbehinderten, bzw. Sozialarbeiter und Wiederherstellungspädagogen und plant welche für Krankenschwestern und Deutschkurse, für solche die in Deutschland und Österreich arbeiten möchten. Alle Kurse sind vom Nationalen Rat für Erwachsenenbildung autorisiert. (Agenda)
Zum Internationalen Brottag haben mehrere Bäcker im Land, im Rahmen der von der Bäcker- und Konditoren-Zeitschrift initiierten Kampagne Spende Brot,entschieden, Sozialeinrichtungen und sozial Benachteiligten Bäckereiwaren zu spenden. So wird Bels Pan aus Ronatz dafür sorgen, dass die Kinder im Otinel-Heim in Neumoschnitza und die Betreuten im Krisenzentrum Romania-Speranta (=Hoffnung) frisches Brot und Brezel auf dem Tisch haben. (Agenda)
Dank der beiden Zugpferde des von der Arader Philharmonie geplanten symphonischen Rock-Events – dem Schauspieler Claudiu Bleont und dem Dirigenten Horst Hans Bäcker – hat der Kartenvorverkauf eine Rekordzahl erreicht, so dass die Organisatoren sich für eine zweite Vorstellung am darauf folgenden Tag, entschieden haben. Am 21. und 22. Oktober, ab 19:30 Uhr werden Überarbeitungen von Musikstücken von Queen, Deep Purple, Blues Brothers, Rolling Stones, Kevin Costner und Modern West zu hören sein. (Agenda)
Am 24. Okotber findet in der Romanesti Tropfsteinhöhle die 26. Auflage des bisher einzigen regelmäßigen Höhlenkonzerts statt. Ab 13:00 Uhr werden dort das Venus Quartett der Banater Philharmonie aus Temeswar unter Leitung der Violonistin Marta Teglas und die Big Band unter Leitung von Franz Hoffner u. a. Werke von Mozart, Rossini, Piazolla, Verdi, Beethoven, Last und Fucsik spielen. (Agenda)
In diesem Jahr findet auf dem Temeswarer Opernplatz/Piata Victoriei zum vierten Mal der Weihnachtsmarkt statt. Um auch die Winterfeiertagen nach dem alten orthodoxen Kalender zu umfassen wird er vom 3. Dezember 2010 bis zum 10. Januar 2011 geöffnet sein. Zwischen dem 1. und 15. November können sich Interessenten im Temeswarer Rathaus, Zimmer 12, dafür vormerken lassen. Wie in den vergangenen Jahren auch, können sich die Unternehmen für die Schmückung der höchsten Tanne bewerben – nachträgliche Änderungen des Baumschmucks, müssen genehmigt werden.(Agenda)
15. Okotber 2010
Unter dem Titel Weiß Herr Dr. Helmig, Besitzer der Aton GMBH eigentlich, was seine „Vertrauensmänner“ hier treiben?, beschäftigt sich die Zeitung erneut mit Unregelmäßigkeiten in der rumänischen Niederlassung. War die in Carani tätige deutsche FirmaAton Transilvania, 2006 – 2009 berühmt für ihre grandiosen Projekte – die erste Transformationsstation für elektrische Energie, 35.000 Hektar (Eigentum und gepachtet) bebautes Land, über 2.000 Angestellte, Investitionen in Höhe von 200 Millionen Euro und EU-Projekte – so macht sie jetzt durch nicht bezahlte Rechnungen, von sich zu sprechen. So heißt es im Artikel, sei es bekannt, dass der Leiter des landwirtschaftlichen Departements, Thorsten Kalbzuerst den Bankrott einer landwirtschaftlichen Firma in Deutschland, dann einer in Ungarn und einer im Kreis Karasch Severin verursacht hätte. Dass seine „einschlägige Berufserfahrung“, die er sich bei der Bewirtschaftung von 12 Hektar Land erworben hat, ihn dafür qualifizierten, weitere 35.000 Hektar der deutschen Firma zu bewirtschaften, scheint ihm nicht gereicht zu haben. Er gründete zusammen mit Olivia Sedlatsek, der Leiterin der Personalabteilung der Aton,eine eigene Firma – TK Farming SRL in Temeswar, deren Interessen die beiden wohl weit eher vertreten, als die der Aton-Gruppe. Inzwischen funktionieren von 54 Mähdreschern nur mehr 10 – den Restlichen fehlen Dank HerrKalb und der Sondergenehmigung von Paul Milata,unzählige Bestandteile. Die Mechaniker werden dazu angehalten, das Diesel aus den Maschinen direkt vom Feld zu 2 lei das Liter zu verkaufen. Die Aton Transilvania- Angestellten, die die noch übrig gebliebenen sind, meinen, das Chaos in der Gesellschaft sei beabsichtigt und werde systematisch verursacht. Auch dass der Verwalter der Aton GmbH Deutschland,Bauer Rainer Otto Dirk, ausgerechnetPaul Milata der seinen Doktor im Fach Geschichte gemacht hat, zum Leiter der rumänischen Niederlassung ausgewählt hat, scheint unverständlich. Aton-Transilvaniamuss sich vor Gericht wegen unbezahlter Rechnungen für Dienstleistungen und Pacht, verantworten – inzwischen ist die Zahlung der Subventionen vorerst auf Eis gelegt.
Kampo Nova ist eine im Kreis Arad registrierten Firma (Aktionär Miriam Becher, Verwalter Johannes Stahl, beide aus Deutschland), die auf ersten Blick nichts mit Aton Transilvania zu tun hat. Die ausgedehnten Ländereien der Firma in den Kreisen Arad und Temesch, werden mit von Kalbzur Verfügung gestellten Maschinen der Aton Transilvania bearbeitet. Und das bedeutet, Kampo Nova– die in den Augen der Öffentlichkeit zur Aton-Gruppe gehört, fährt mitten der Wirtschaftskrise und während die Aton Transilvaniavor Gericht gezerrt wird, satte Gewinne ein. Die Banater haben großen Respekt vor den Deutschen und das deutsche System, dass sie hier geprägt hat – aber dass sind nicht die Deutschen, auf die sie gewartet haben... Paul Milatasoll zwei, als Manager angestellte Leibwächter rund um die Uhr beschäftigen und die Zeitung fragt sich, ob das in der Zentrale in Deutschland bekannt ist, oder ob das Geld einfach nicht zählt. (Ziua de Vest)
Gestern wurde das Honorarkonsulat der Tschechischen Republik im Beisein des Tschechischen Botschafters in Bukarest, S.E. Petr Dokladal,in Temeswar, Remus-Straße 7A eröffnet. Aufgabe des Konsulats, dessen Amtsbezirk die Kreise Temesch und Karasch Severin umfasst, ist es die bilateralen Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Handel und Bildung zu unterstützen. Honorarkonsul ist Stefan Motec. (Renasterea Banateana)
Obwohl das Wärmedämmungsprogrammauf nationaler Ebene vorerst eingestellt wurde, will das Temeswarer Bürgermeisteramt versuchen, weiterhin Geld dafür locker zu machen. Die Wohngemeinschaften haben bis zum Jahresende Zeit, sich für das Programm vormerken zu lassen. Das Bürgermeisteramt Temeswar ist gewillt 30 % der Kosten zu tragen, die restlichen 70 % müssen die Mieter bzw. Besitzer selbst tragen – wenn nötig mit, von der Regierung garantierten Bankkrediten. (Opinia Timisoarei)
In der Zeitspanne 14. - 17. Oktober findet in Temeswar die VIII. Auflage des Nationalen Anästhesie– Kurses - Wegweiser und Protokolle, Intensivtherapie und Notfallmedizinstatt. Über 1.000 Ärzte haben ihre Teilnahme am Kurs und 20 Fachärzte aus dem Ausland haben sich als Vortragende angekündigt. Die Vorträge finden parallel in drei Kurssälen statt, wie sonst auch wird anschließend ein 800 Seiten starker Band mit den Tests der Konferenzen herausgebracht werden. Ein Cello-, Orgel- und Klavierkonzert mit einer Sopranistin sowie die Schauspielerin Maia Morgenstern, die Rockgruppe Irisund der Panflötenspieler Gheorghe Zamfir,gestalten das kulturelle Rahmenprogramm. (Ziua de Vest)
Staatspräsident Traian Basescu zeichnete die Temeswarer Schriftstellerin Adriana Babetimit dem Kulturorden in Kavaliersgrad – Kategorie A Literaturaus. „Nicht nur ihre Bücher, sondern auch ihre Aktionen tragen zu einer sehr guten Positionierung der rumänischen Kultur im Kontext des XXI. Jahrhunderts bei“ – äußerteCornel Ungureanu,Literaturkritiker und Vorsitzender der Temeswarer Filiale des Rumänischen Schriftstellerverbandes. (Ziua de Vest)
Die Nachfolger der Mitglieder zweier vor 80 Jahren gegründeten Vereine fordert das Land ihrer Väter und Großväter im Temeswarer Mehala-Stadtteil zurück. Es handelt sich dabei um 29, 5 ha des 1932 von siebenbürger Kolonisten, die infolge des von König Karlunterzeichneten Kolonisierungsgesetzes, Boden zugeteilt bekommen haben, gegründeten Avram IancuVerein sowie um die 168 ha Weideland des 1930 gegründeten Concordia-Vereins.Obwohl sie lediglich die unbebauten Grundstücke zurückfordern und obwohl die Temescher Präfektur den Antrag der Nachfolger des Avram IancuVereins positiv beschieden hat, weigert sich das Temeswarer Rathaus entschieden dagegen. (Opinia Timisoarei)
Laut Aussage der Banater Wassergesellschaft, wird die Qualität des Wassers der Donau,auch drei Tage nachdem der nach dem Chemieunfall in Ungarn verursachte Giftschlamm die ungarische Grenze passiert hat, nicht beeinträchtigt.Die alle vier Stunden gemessenen Werte, liegen innerhalb der Normalwerte. In den nächsten 24 Stunden, sollen die Messungen alle acht Stunden, anschließend täglich wiederholt werden. (Renasterea Banateana)
In seiner politischen Erklärung letzte Woche im Rumänischen Parlament, wies der Abgeordnete Marius Dugulescuauf die Tatsache hin, dass die Temeswarer in diesem Winter den Rekordpreis von 245 lei pro Gigakalorie zahlen werden und dass die Fernheizungsgesellschaft Colterm,obwohl sie 70 Millionen Euro Schulden bei Petrom Gazhat, zwei Sterne-Hotels und einen Sportplatz betreibt. Und das, während die Bukarester, für die Gigakalorie, wie im Vorjahr 100 lei zahlen werden! Wenn die Temeswarer bisher dafür bekannt waren, dass sie den größten Beitrag zum Staatsbudget leisteten, so werden sie jetzt dafür bekannt sein, dass sie den höchsten Preis für die Heizung zahlen– sagte der Abgeordnete. (Renasterea Banateana)
Im Rahmen ihrer Rumänienturnee tritt das Bläserquintettet arirangam Montag, um 19:00 Uhr, nach Bukarest und Klausenburg/Cluj Napoca, auch in Temeswar, im Saal der Banater Philharmonieauf.
Ein 60-jährige Gesellschafter einer Firma aus Temeswar, der in Deutschland gestohlene Luxus-Fahrzeuge verhökerte, wurde heute in Temeswar verhaftet. Die Ermittlungen hatten begonnen, als der neue Besitzer eines Ferraris versuchte, den Wagen im Verkehr zuzulassen und sich heraus stellte, dass er in Deutschland als gestohlen gemeldet war. Nachdem fest stand, dass der Angeklagte mehrere Kaufverträge von gestohlenen Fahrzeugen, unterschrieben hatte, schrieben ihn die deutschen Behörden zur internationalen Fahndung aus. Nach seiner Befragung durch die rumänischen Behörden, wird der Angeklagte nach Deutschland abgeschoben. (Agenda online)
Grenzenüberschreitende Zusammenarbeit zwischen rumänischen und ungarischen Polizisten: Verdeckte Ermittlungen haben ergeben, dass man für 100 Euro die Grenze auch mit abgelaufenen Pass oder Personalausweis überschreiten kann – zur Fahndung Ausgeschriebene müssen allerdings 400 Euro zahlen. Die Bestechungsgelder sollen brüderlich zwischen den ungarischen und rumänischen Polizisten geteilt worden sein.(Adevarul de seara)
14. Okotber 2010
Im Rahmen ihrer Balkanreise besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Rumänien, wo sie unter anderen Gespräche mit Staatspräsident Traian Basescu, Premierminister Emil Boc und einer von Klaus Johannis angeführten Delegation des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, der auch Ovidiu Gant, der Abgeordnete der deutschen Minderheit in Rumänien, Bischof D. Dr. Christoph Klein und Unterstaatssekretär Helge Fleischer angehörten, führte. Frau Merkel dankte der rumänischen Regierung für die Unterstützung der deutschen Bürger und erklärte, dies sei ein „ganz wichtiger Beitrag zu unseren engen Beziehungen“, mahnte aber auch eine zügigere Lösung der offenen Restitutionsansprüche an. Zur Sprache kamen auch Themen wie die bilateralen Beziehungen, die drastischen Sparmaßnahmen, die die rumänische Regierung zurzeit fährt und die der Grundstein für ein wirtschaftliches Wachstum sein könnten, aber auch der von Rumänien angepeilte Beitritt zum grenzfreien Schengen-Raum, für den Rumänien die Sicherung der Ostgrenzen sowie die korruptionsfreie Visaerteilung für Bürger der Republik Moldau, der Ukraine und Serbien sicherstellen müsse. Die Bundeskanzlerin versprach ihre Unterstützung für eine verstärkte Absorption den EU-Mittel, die besser implementiert, die wirtschaftliche Entwicklung entscheidend fördern können, machte aber deutlich, dass für die deutschen Investoren Transparenz und Klarheit sehr wichtig sind und dass dafür ein entsprechenden Rechts- und Justizsystem geschaffen werden müsse. Sie erklärte auch, Deutschland werde den Markt für rumänische Saisonarbeitnehmer ab dem 1. Januar 2011 öffnen.
Zum Abschluss ihres Rumänienbesuchs verlieh die Babes-Bolyai Universität(UBB) in Klausenburg/Cluj Napoca Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren bislang siebten Ehrendoktor, wonach sie an der Einweihung des Instituts für Deutsche Studien der UBB teilnahm.
(Zusammenfassung. Quellen: Renasterea Banateana, Timisoara, bundesregierung.de, siebenbürger.de)
Ihre 79. Rumänienreise, führt Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags, als Zeichen ihrer engen Verbundenheit mit der im rumänischen Banat lebenden deutschen Minderheit, diesmal ausschließlich nach Temeswar, wo sie zwischen dem 17. und 18. Oktober, den von ihr seit langer Zeit gepflegten politischen Dialog mit den Entscheidungsträgern des Kreises und der Stadt fortsetzen wird. Nach diversen Gesprächen mit dem Temescher Präfekten, Mircea Bacala, dem Temescher Kreisratspräsidenten Constantin Ostaficiuc, Bürgermeister Gheorghe Cihuandu und dem Rektor der Medizinischen Universität Temeswar Prof. Dr. Stefan Dragulescu, ist Frau Stamm Gastgeberin des von ihr initiierten und inzsichen zur Tradition gewordenen Banat-Bayerischen Okotberfests im Festsaal des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses.
Gestern fanden landesweit Protestaktionen der Angestellten der Finanzdirektion statt. Grund ihrer Unzufriedenheit: die um 25 % gekürzten Löhne sowie die Streichung der diversen Zuschüsse – die zusammen immerhin ein Gewinneinbußen von 60 % ausmachen. Auch in Temeswar haben die Angestellten ihre Arbeit nieder gelegt, aber sie blieben anschließend nach Dienstschluss im Dienst um die verlorenen Zeit aufzuarbeiten.(Ziua de Vest)
Das Boc-Kabinett arbeitet an einem Gesetzesentwurf, der die Zuschüsse der Kriegsveteranen und der im kommunistischen Regime politisch Verfolgten, nicht nur um 25 % kürzen soll, sondern auch zum Verlust anderer finanziellen Vorteile, wie die Befreiung von den Telefon-, Rundfunk- und Fernsehgebühren sowie kostenloser Transport mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln sowie der Bahn, führen soll. Erste Reaktionen der Empörung und Unverständnis wurden auch in Temeswar laut. (Ziua de Vest) Auch soll die Rentenkasse auch im nächsten Jahr weder Urlaubsgelder genehmigen, noch Reservisten die bisher üblichen Zuschüsse gewähren. Und auch die Einkommen der Behinderten sowie ihrer Pflegepersonen sollen gekürzt werden. (Renasterea Banateana)
Im Beisein Premierminister Emil Bocs und dessen ungarischen Amtskollegen Victor Orban, sowie des EU-Kommissars für Energie Günther Oettinger wird heute die Gasleitung Arad - Szeged, die das rumänische Versorgungsnetz an Europa anschließen soll, offiziell eingeweiht. Die Leitung steht bereits seit vergangenem Monat, wurde bisher aber nur für kleine Testlieferungen aus Ungarn genutzt. Die 109 km lange, etwa 68,2 Millionen Euro teure Leitung, mit einer Anfangskapazität von 1,7 Milliarden Kubikmeter im Jahr, soll in den kommenden Jahren auf beide Richtungen und eine Kapazität von 4,4 Milliarden Kubikmetern erweitert werden und sorgt dafür dass, Rumänien nicht mehr ausschließlich vom russischen, durch die Ukraine importiertem Gas abhängig ist. (Ziua de Vest)
Die „Geschäftsstadt“ inmitten von Temeswar wächst zusehend. Modatim Businesss Facitlity S. A. hat durch das Regionale Operationsprogramm (POR) EU-Geldern in Höhe von über 29, 308 Millionen lei abgerufen und das Projekt des vierten Bürokomplexes des City Business Centres in Angriff genommen. Hier sollen auf einer Gesamtfläche von 7.000 Quadratmetern Büroräumlichkeiten, auf den 1.000 qm im Parterre, Räume für Dienstleistungen und ein Multimedia-Konferenzzentrum sowie ein Parkplatz mit 100 Stellplätzen entstehen. (Ziua de Vest)
Die Temescher Agentur für Zahlungen und Interventionen in der Landwirtschaft (APIA) hat bekannt gegeben, dass sie ab dem 16. Oktober mit der Auszahlung der ersten Rate in Höhe von 37,85 Euro/Hektar (dass sind 46 % der insgesamt 80.36 Euro/Hektar) an die berechtigte Landwirte beginnt. Die Zahlungen werden zu einem, von der Europäischen Zentralbank festgelegten Wechselkurs von 4,2718 lei/Euro getätigt. Insgesamt bekommt Rumänien vom Europäischen Garantiefonds für Landwirtschaft 700.244.000 Euro. (Ziua de Vest)
Nach Monate langen Tauziehen und unzähligen Terminvertagungen, ist es endlich vollbracht: Temeswar hat sein kultur-historisches Kleinod – die Theresien-Bastei - für dessen Sanierung nahezu 10 Millionen Euro ausgegeben wurden, wieder. 5 Mio. Euro kamen über das PHARE-Programm, 1,6 Millionen zahlte die Rumänische Regierung – für den Rest von 3,3 Millionen kamen der Temescher Kreisrat und das Temeswarer Bürgermeisteramt auf. Eine nahezu 10.000 qm große bebaute Fläche wurde saniert, die Innen- und Außenbeleuchtung sowie die Heizung wurden neu gemacht, Die Räume, in denen ein Museum , Kunstgelerien und Künstlerateliers untergebracht werden, neu aufgeteilt, auf dem 2 Hektar großen Gesamtareal wurden die Grünflächen und Fußgängerwege neu hergerichtet. Der Baufirma Bennert & Prowa GmbH ist es gelungen, trotz der Schwierigkeiten, die modernen Elemente in die historische Struktur einzubauen, ein wahres architektonisches Kunstwerk zu schaffen. (Timisoara)
In den kommenden Wochen werden Milch, Fleisch und Brot voraussichtlich um bis zu 25 % teurer. (Renasterea Banateana)
In der einst von deutschen Kolonisten gegründeten Gemeinde Bethausen, sind nach und nach alle Bräuche verblasst. Es sind über 20 Jahre vergangen seit hier die letzte Kerwei organisiert wurde. Von den einst 180 deutschen Familien, deren Kinder allesamt in die deutsche Schule gingen, leben heute im Ort nur mehr 22 Familien mit einem volksdeutschen Teil – rein deutsche Familien gibt es nicht mehr. Der 57-jährige Josef Maroires ist der letzte Volksdeutsche, dessen beide Elternteile deutsch waren. Deutsch sprechen nur mehr einige Bewohner. Während der Kollektivisierung der Landwirtschaft verließen die ersten Bewohner den Ort und zogen in die Stadt – dann begann das Auswandern nach Deutschland. Kaum einer kommt noch auf Besuch. Heute leben in Bethausen Ukrainer aus der Maramuresch und Sathmar sowie Oltener und Moldauer. (Renasterea Banateana)
Das Deutsche Staatstheater Temeswar (DSTT) nimmt an der 25. Auflage des Festivals für Junges Theater in Piatra Neamt, mit der Kahlen Sängerin von Eugene Ionesco teil. Spielleitung Alexandru Dabija, Bühne und Kostüme George Petre. Es treten auf: Ioana Iacob, Radu Vulpe, Isolde Cobet, Rares Hontzu, Olga Török und Boris Gaza. Zum Festival wurden 32 Studenten- und Berufstheaterproduktionen eingeladen. (Quelle: DSTT)
Ende dieses Monats beginnt die kostenlose Grippe-Impfkampagne in den Hausarzt-Praxen und Krankenhäuser. Vorrangig geimpft werden Personen über 65 Jahre, chronisch Kranke, Kinder und Senioren in Heimen sowie das medizinische Personal. (Timisoara)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2779 lei/Euro bzw. 3,0570 lei/US-Dollar