Presseauswertung 14. - 18. Juli 2010

17. Juli 2010

Premierminister Emil Bochat gestern bekannt gegeben, dass die Mindeststeuer ab dem Herbst abgeschafft wird und die Beibehaltung der einheitlichen Einkommenssteuer weiterhin ein grundlegendes Anliegen der Regierung bleibt. Eine progressive Einkommenssteuer würde noch mehr hohe Löhne in die Grauzone schieben, ohne denen mit niedrigen Löhnen geholfen wäre, weswegen die Regierung die Flat Tax in Höhe von 16 % wegen ihrer Wirtschaft anregenden Wirkung, weiterhin unterstützen werde. (Renasterea Banateana)

Laut einer Studie des Zentrums zur Städtesanierung Temeswar (CRUT) befinden sich 21 % der historischen Gebäude im Stadtzentrum in einem Zustand der fortgeschrittenen Degradierung – sie drohen einzustürzen und benötigen dringend umfassende Sanierungsarbeiten. Weitere 57 % der Gebäude sind zwar renovierungsbedürftig, stellen aber keine unmittelbare Gefahr für ihre Bewohner dar. Bei 21 % der Häuser wurden Fenster und Türen ausgewechselt und die Dächer repariert und nur 10 % der historischen Denkmäler im Stadtkern sind oder werden gerade saniert. In der Fabrikstadtbzw. in der Josefstadt benötigen 25 % bzw. 17 % der Gebäude eine dringende Sanierung und 52 % bzw. 62 % sind nicht saniert, stellen aber keine unmittelbare Gefahr dar. Auf Initiative des Temeswarer Rathauses wurden die ersten 60, der geplanten 15.000 Tafeln montiert, die in Rumänisch, Deutsch und Englisch darauf hinweisen, dass es sich und um welche historischen Denkmäler handelt. Im Rahmen der drei Jahre lang währenden Partnerschaft zwischen dem Temeswarer Bürgermeisteramt und der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) wurde mit finanzieller Unterstützung (440.000 Euro) der deutschen Regierung das Projekt Behutsame Sanierung und wirtschaftliche Wiederbelebung der historischen Stadtviertel von Temeswarabgewickelt. Den Bewohnern der Altbauten wurde die Notwendigkeit der fachgerechten behutsamen Sanierung näher gebracht, Architekten und Handwerker wurden entsprechend geschult und fortgebildet und ein Ratgeber herausgebracht mit allem zum Thema richtiges Renovieren– das Einholen der Genehmigungen und die Finanzierungsmöglichkeiten inklusive. Als praktische Veranschaulichung des Projekts wurden die Häuser Nr. 9, 10 und 11 auf dem Domplatz,einem der schönsten Plätze im Barockstil in Südosteuropa, Nr. 1 auf der George Cosbuc- bzw. Timotei Cipariu-Straße (das Symbolgebäude der Revolution, auch als Tökes-Haus bekannt) und die Schaufenster des Gebäudes auf der Stefan cel Mare-Straße grundsaniert. Am schlimmsten ist die Lage in der Josefsstadt, das einst als deutsches Kolonistendorf gebaut wurde und als Alte Maierhöfebekannt war. Hier stehen zum Beispiel das Ankerhaus an der Bega-Brücke in Richtung Nordbahnhof, das 1755 anstelle der Hafenkommandatur gebaut wurde und der 1897-1899 gebaute Josefstädter Bahnhof, der im Zweiten Weltkrieg bombardiert wurde und 1970 sein heutiges – inzwischen erbarmungswürdiges Aussehen erhielt. Stadtpolizisten wurden dahingehend geschult, dass sie die richtigen Renovierungsarbeiten von den falschen und unerlaubten unterscheiden können. Bei der Kontrolle von je 218 Immobilien wurden im Stadtzentrum 101 bzw. in der Fabrikstadt 141 illegale Interventionen festgestellt. Meist waren es PVC-Fensterrahmen bzw. unerlaubte Abänderungen der Mansarden und Vitrinen. Auch bei der Überprüfung von 491 historischen und weiteren 614 Gebäuden in der Elisabethstadt wurden bei 637 Wohnungen und Firmensitzen falsche bzw. ungenehmigte Bauarbeiten festgestellt. (Agenda)

Im Beisein S.E. David Oren, dem Botschafter des Staates Israel in Bukarest, wird im Rahmen der Israelischen Kulturtage, am Mittwoch, um 19:00 Uhr im Barock-Palais eine Fotoausstellung über das moderne Israel eröffnet. Der rumänisch-israelische Freundschafts- Kulturverein organisiert in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde in Temeswar und dem Temeswarer Kunstmuseum, mit Unterstützung der Israelischen Botschaft in Bukarest, bis zum 1. August im Beisein von hervorragenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft Konferenzen, Debatten, Rundtischgespräche, Filmvorführungen und musikalische Veranstaltungen. (Agenda)

Zwischen dem 1. und 29. August geht das Deutsche Kulturzentrum in Temeswar in die wohlverdiente Sommerpause , wonach es seine Tätigkeit ab dem 30. August wieder aufnimmt. (Timisoara)

Das Temescher Schulinspektorat hat beschlossen, die Namen der 11 Lehrkäfte die bei dem Wettbewerb für die freien Lehrstellen im Kreis beim Schummeln erwischt wurden, zu veröffentlichen. Neun der 11 haben bereits Kinder unterrichtet! Die Prüfungsergebnisse werden am Sonntag ausgehängt. (Ziua de Vest)

Über das rumänische Intrernetportal Farm.ro können Patienten wie Apotheker kostenlos und sofort erkennen, in welcher Apotheke im Land – unabhängig ob sie gerade geöffnet hat oder nicht –ein bestimmtes Medikament vorrätig ist und auch die Preise vergleichen. Etwa 600 unabhängige Apotheken bzw. Apothekenketten sind an das Portal angeschlossen. (Agenda)

Bei einer Sicherheitsdurchsuchung der Zellen und der Gemeinschaftsräumlichkeiten des Temeswarer Gefängnisses wurden u. a. drei Handys und Ladegeräte, zwei Telefonkarten, 31 Messern, ein MP3-Player, sechs Schraubenzieher, 15 Parfüms, zwei Kaffeemaschinen, drei Wasserkocher, vier Hammer und 18 Scheren gefunden. (Agenda)

Das Internationale Jazz- Festival findet zwischen dem 22. und 25. Juli auf der Wolfswiese/Poiana Lupului in Wolfsberg/Garana statt. Organisiert wird es von der von Marius Giura geleiteten Stiftung, die Mitglied der Europe Jazz Network ist. Es treten auf: Funcky Growl, Elina Duni Quartett (Schweiz), Terje Rypdal, Miroslav Vitous & Gerlad Cleaver am 22. Juli, Bela Fleck, Zakir Hussain & Edgar Meyer am 23. Juli, Marcin Wasilievski Trio, Tomasz Stanko, Wolfert Brederode (NL),Wolfgang Muthspiel (A), Djabe, Bega Blues Band am 24. Juli und Patricia Barber Quartett (USA), Dan Berglund’s Tonbruket (Schweden), Trygve Seim & Frode Haltli (Norwegen) am 25. Juli. Die Konzerte beginnen jeweils um 19:00 Uhr, die Karten kosten 50 Lei pro Abend bzw. 170 Lei für das gesamte Festival. (Agenda)

16. Juli 2010

In der Senatssitzung der Victor Babes-Universität für Medizin und Pharmazie (UMF) Temeswar wurden gestern Dr. Raed Arafat, dem gebürtigen Palästinenser, Staatssekretär im Rumänischen Gesundheitsministerium und „Vater“ des SMURD- Unfall-Notdienstes, ein Exzelllenzdiplom und der Titel Gast-Professor verliehen. UMF-Rektor Stefan Dragulescu, der Arafat eine „medizinische Persönlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes“ nannte, bat ihn, in Temeswar den Notfallmedizin-Unterricht zu reorganisieren. Dr. Arafat unterstrich die Notwendigkeit, die Notfallmedizin als eigenständiges Unterrichtsfach zu behandeln und hob hervor, dass Rumänien eines der 16 Ländern in Europa ist, wo dies bereits geschieht. Auch sprach er sich lobend über die Stadt und die Universität aus, denn „Temeswar hat den steinigen Weg der Notfallmedizin schon lange begonnen“ und „Nicht viele Universitäten beschäftigen sich mit der Ausbildung der Studenten im Fach Notfallmedizin, so wie die Victor Babes“.(Agenda online)

Nachdem Finanziminister Sebastian Vladiescu sich dahingehend äußerte, dass er einen progressiven Steuersatz für Löhne und Renten ab 2011 zu erarbeiten gedenke, wurde er von Premierminister Emil Boc ernsthaft gerügt. Er sei nicht ermächtigt gewesen, über solche Themen öffentlich zu reden – was an die Öffentlichkeit dringt, müsse eine überprüfte einheitliche Meinung sein. Die Nationalliberalen (PNL) stehen auch weiterhin hinter dem vor sechs Jahren von der Tariceanu-Regierung eingeführten einheitlichen Steuersatz von 16 %, wogegen sich die Sozialdemokraten (PSD) für ein progressives Steuersystem stark machen. (ADZ Online)

Der demokratisch-liberale Abgeordneter Valeriu Tabaraist der Meinung, die Bürokratie im Temeswarer Rathaus müsse nicht bei den vier untergeordneten Kultureinrichtungen (siehe Presseauswertung vom 14. Juli 2010) gesucht werden, sondern im Bürgermeisteramt selbst. Es gehe zum Beispiel nicht an, dass im Pressebüro „fünf – sechs Personen“ arbeiten, auch wenn „der Bürgermeister viel Image benötigt“.Tabara erklärte, das Ministerium hätte keine Kürzungen in den Kulturinstitutionen, sondern in den Reihen der Rathaus-Bediensteten gefordert – Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu hätte diese lediglich vorgeschoben weil „die negative Empfindung größer“ wäre. (Timis online)

Der auf die Geschichte des Banats spezialisierte Historiker Ioan Hatgean,lanciert heute imIulius-Mall-Einkaufszentrum den zweiten der geplanten vier Bände Temeswarer Premieren und Prioritäten. Wurden im ersten Band, rumänische, europäische und sogar Weltpremieren bis zum Jahr 1900 präsentiert, so geht es in diesem zweiten Band um die Zeitspanne 1900 – 1946. Wie schon der erste Band, ist auch dieser, reich bebildert und die Texte in Deutsch, Rumänisch, Englisch, Französisch, Ungarisch und Serbisch verfasst. (ZIua de Vest)

Laut dem sozial-demokratischen Stadtrat Matei Suciu, hätte der illegale Personentransport in Temeswar alarmierend zugenommen. Fotos und eine Liste mit Zulassungsnummern würden belegen, dass allein an der Schager Straße 42 Fahrzeuge täglich drei bis vier Fahrten in die benachbarten Ortschaften durchführen. Dasselbe gälte im Übrigen auch für die anderen Ausfahrtstraßen. Mal abgesehen davon, dass die illegalen Transporteure weder Fahrkarten haben, noch Steuern zahlen – da sie für den Personentransport nicht zugelassen sind, wird weder - wie vorgeschrieben - alle sechs Monate eine technische Inspektion der Fahrzeuge durchgeführt, noch unterziehen sich die Fahrer einer medizinischen und psychologischen Untersuchung.(Timis online)

Der Arader Bergsteiger Török Zsolt ist kurz vor der letzten Etappe der Besteigung des K2 ohne Nahrung geblieben, nachdem die Pakistani die Verpflegung der Gruppe aus dem Basislager verkauft haben. Wegen des schlechten Wetters ist kein Lebensmittel-Nachschub möglich und die Bergsteiger sind bereits stark geschwächt.(Adevarul online)

Die Temescher haben in den von den Lokalbehörden, der Präfektur, den Parteien sowie den Nicht-Regierungsorganisationen eingerichteten Sammelstellen u. a. Lebensmittel, Wasser, Waschmittel und Hygieneartikel für die Flutopfer gespendet. (Timis online) In der Karascher Rot-Kreuz-Filiale werden die letzten Vorbereitungen für einen weiteren Hilfstranpsort in das von Überschwemmungen geplagte Tulcea getroffen. Nach zwei Transporten mit unverderblichen Lebensmitteln, Kleidung und Gebrauchsgegenständen, sollen nun weitere 22 Tonnen – darunter auch drei Tonnen Kleidung und Möbeln aus Bokschan folgen. (Avedarul online) Auch die Bewohner von Otelec und Ionel, die 2005 unter Wasser standen, nachdem der Damm durchgebrochen war, die meist selbst nicht viel besitzen, aber noch gut im Gedächtnis haben, wie es sich anfühlt, vor dem Nichts zu stehen, haben jetzt ihrerseits Lebensmittel, Kleidung, Decken, Matratzen, Betten und Geld für die Flutopfer in der Moldau gespendet. (Renasterea Banateana)Im Kreis Arad und der Stadt selbst wurden 14 Sammelstellen für Sachspenden und Spendenkonten für Geldspenden für die Flutopfer eingerichtet. (Timis online)

Am Wochenende 31. Juli – 1. August findet in Moneasa/Kreis Arad die X. Auflage des Pfannkuchenfestivals statt. Für das leibliche Wohl der Besucher sollen 20.010 von Stadträten, Politikern, Besuchern und Kochexperten gebackene Pfannkuchen sorgen, für Unterhaltung künstlerische Programme, Wettbewerbe und eine Tombola mit vielen Überraschungspreisen. (Adevarul online)

Er hatte sich am Donnerstagabend betrunken ans Steuer gesetzt und als ihn der Radar bei erlaubten 70 Stundenkilometer mit 82 km/h erfasste, folgte er der Aufforderung der Polizisten anzuhalten, nicht und drückte stattdessen das Gaspedal weiter durch ... in der Eile übersah er die Warnschilder der Baustelle auf der Bobalna-Straße in Temeswar und fuhr seinen Matiz in eine zwei Meter tiefe, etwa 10 mal 5 Meter große Baugrube. (Agenda online)

15. Juli 2010

Marius Martinescu und Dunut Apetrei sind die beiden Temescher, die infolge des Regierungsbeschlusses über die Kürzung der Zahl der Staatssekretäre, ihre Ämter im Ministerium für Verwaltung und des Inneren bzw. im Landwirtschaftsministerium verlieren. Der einzige Temescher Staatssekretär ist nun Viorel Oancea (Verteidigungsministerium). Den Kürzungen fiel auch der Arader Mircea Cotosman (Umweltministerium) zum Opfer. Sieben der insgesamt 57 Posten waren unbesetzt – nach den Kürzungen soll die Zahl der Staatssekretäre auch 32 fallen. Dasselbe gilt für die Subpräfekten – von den 85 Stellen werden 42 gestrichen. Die vollständige Namensliste wird noch heute im Gesetzesblatt (M.O.) veröffentlicht.(Agenda online)

Vergebens versucht Temeswar EU-Fonds heranzuziehen, wenn die vorgelegten Projekte im Ministerium für Entwicklung monatelang feststecken - obwohl die gesetzlich vorgeschriebene Maximalzeit für die Prüfung eines Projekts beim Ministerium für Entwicklung bei 25 bzw. 35 Tage liegt. So warten, laut Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu, das 3,7 Millionen Lei teure Projekt zur Modernisierung und Ausstattung des Victor Babes-Krankenhauses für ansteckende Krankheiten und auch das zur Modernisierung und Neuausstattung der Abteilung für Kiefer- und Gesichtschirurgie des Städtischen Krankenhauses in Temeswar bereits seit über 90 Tage auf Antwort. Auch das 45 Mio. Lei teure Projekt zur Sanierung des Stadtzentrums aus der Zwischenkriegszeit (Corso) wurde, neun Monate nach Beantragung, mit der Begründung, es handele sich nicht um ein regionales Interesse, abgelehnt – auf den Widerspruch gegen diese Entscheidung, auch nach Verlängerung der Antwortfrist auf den 28. Juni 2010, wurde bis dato nicht geantwortet. Und nicht zuletzt – auch der Ausbau des Großmarktes und damit auch die 750.000 Euro teure Finanzierung steht aus dem gleichen Grund auf der Kippe.(Agenda online)

Im Zuge einer genauen Überprüfung der 2.265 Personen in Temeswar, die als sehbehindert eingestuft, Zuschüsse in Höhe von 300 Lei plus 500 Lei für eine Begleitperson bekommen und sich auch anderer Ermäßigungen und Gebührenbefreiungen erfreuen, wurden die Namen mit den Listen der Führerscheinstelle verglichen. Ergebnis: 387 Blinde und schwer Sehbehinderte sind Besitzer von Führerscheinen. In jedem einzelnen Fall soll nun ermittelt werden, ob die Fahrerlaubnisse vor Eintreten der Sehbehinderung oder danach ausgestellt worden sind. (Agenda online)

Der Temescher Präfekt Mircea Bacala behauptet entdeckt zu haben, dass unzählige Mitglieder derselben Familie in der Temeswarer Stadtverwaltung arbeiten und empfahl dem Bürgermeister, dies bei der geplanten Entlassung von 400 Staatsbediensteten zu berücksichtigen. Er wollte der Presse gegenüber zwar keine Namen nennen, versicherte aber im Besitz der Beweise für die Vetternwirtschaft zu sein. (Timis online)

Wegen eines Tippfehlers stimmen die eingangs vorgesehenen Kosten für die Modernisierungsarbeiten an der Ardealul-Straße in Temeswar mit dem tatsächlichen Kostenvoranschlag nicht mehr überein. Die Neuverlegung von 1,8 km Straßenbahnlinien, die Renovierung von 24 Tausend qm Fahrbahn und 8.500 qm Bürgersteige, das Herrichten von 12.900 qm Grünflächen und das Pflanzen von 140 Bäumen sollen jetzt 68,7 Mio. Lei – ohne MWSt, statt wie vorgesehen 39,5 Mio. Lei mit MWSt kosten. (Agenda online)

Das von Veronica Gusa de Dragan, Witwe von Constantin Dragan und mit einem geschätzten Vermögen von 420 – 450 Millionen Euro, reichste Frau in Rumänien, kontrollierte Unternehmen ButanGas Romania, hat 90 % der Romconstruct Top aus Konstantza aufgekauft und damit einen bedeutenden Schritt in Richtung Windenergie gemacht. (Realitatea.net)

Ab heute haben die Bürger des Landes sechs Monate lang Zeit Pflichtversicherungen für ihre Wohnungen abzuschließen. Die Höhe der Versicherungsprämien bewegen sich Baumaterial bedingt zwischen 10 und 20 Euro im Jahr, wobei die Versicherungsgesellschaft bei von Erdrutsch, Erdbeben und Überschwemmung verursachten Schäden Entschädigen zwischen 10.000 und 20.000 Euro auszahlt. Allein die Wohnungen in den mit dem Roten Punkt kennzeichneten, einsturzgefährdeten Gebäuden, werden nicht pflichtversichert. Auch die etwa 20 % der landesweit insgesamt 6 Millionen Wohnungsbesitzer, die ihre Wohnungen bereits freiwillig versichert haben, müssen - nach Ablauf dieser – eine Pflichtversicherung abschließen. (Timis online)

Bei den Prüfung zur Besetzung der freien Lehrstellen wurden auch im Kreis Temesch mehrere Lehrer beim Abschreiben erwischt und des Prüfungssaales verwiesen. Insgesamt hatten sich hier 1.341 Kandidaten für die 37 im freien Stellen im Kreis gemeldet. (Agenda online)

Die Antikorruptionsbehörde (DNA) Temeswar hat nun auch Gheorghe Stancu, den Professor der Rechtswissenschaften aus Bukarest, für den die nahezu 50.000 Euro Schmiergeld, das die Direktorin der Karansebescher Hyperion- Universität, Nicoleta Guma und der Student Eugen Tacota von Studenten kassierte, gedacht waren (siehe Presseauswertung vom 14. Juli 2010), verhört und vorerst für 24 Stunden festgenommen. Auch wurde die Anklage gegen Guma und Tacota von Amtsmissbrauch in Bestechung abgeändert. (Agenda online)

Technisch bewanderte Fahrzeugbesitzer, die eventuell um Geld zu sparen, es bisher vorgezogen haben, ihren Wagen selbst hinter dem Wohnblock zu reparieren, anstatt ihn in die Werkstatt zu bringen, drohen Bußgelder. Das Herumschrauben an kaputten Autos auf der öffentlichen Domäne ist laut einem Stadtratsbeschluss aus 2007 verboten und wird mit Bußgeldern zwischen 800 und 2.500 Lei geahndet.(Timis online)

Der 32-jährige Ferrari fahrende Arzt Adrian Cocoana, der im August 2008 den 28-jährigenLucian Reja in Temeswar auf dem Bürgersteig tot gefahren und Fahrerflucht begangen hat, wurde zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. (Adevarul online)

In Barlad, einer Stadt in der es ungepflasterte Straßen und Familien, die weder an das Trinkwassernetz noch an die Kanalisation angeschlossen sind, gibt, wollen die Stadträte einen Kredit in Höhe von 3 Millionen Euro aufnehmen, um ein 3D-Kino und ein SPA-Zentrum zu bauen und einen Fussball- und sechs Tennisplätze zu modernisieren. (Agenda online)

Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2596 Lei/Euro bzw.l3,3519 lei/US-Dollar.

14. Juli 2010

Heftiger Schlagabtauschzwischen Innenminister Vasile Blaga und dem Temeswarer Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu bei der Videokonferenz die der Minister gestern zusammen mit UmweltministerBorbely Laszlo zum Thema Umweltschutzverordnungen und Personalreduzierung im öffentlichen Dienst abgehalten hat. Ciuhandu wies entschieden darauf hin, dass Temeswar laut der Meldebehörde 334.547 Einwohner und nicht 312.000 hat und dass die Stadt, zum Unterschied zu anderen Städten, ganze vier Kultureinheiten – die Banater Philharmonie, das Deutsches und Ungarisches Staatstheater sowie das Städtische Kulturhaus – finanziert, weswegen der Bürgermeister forderte, dass diese als eigenständige Institutionen behandelt werden und die Zahl der zu entlassenden öffentlichen Bediensteten neu berechnet werde. Die heftige Antwort des Ministers war unmissverständlich und alles andere als ermutigend: Die Regierungsverordnung gelte für alle! Temeswar solle sich ein Beispiel an der Nachbarstadt Arad nehmen, wo Theater, Philharmonie, Marionettentheater und Kulturhaus zusammengelegt und damit die Kosten für vier getrennte Verwaltungen eingespart wurden. (Renasterea Banateana) Bürgermeister Ciuhandu und die vier Direktoren der o. g. Kultureinrichtungen haben am Dienstag in einem gemeinsamen Schreiben gegen die drohende Schließung infolge der kürzlich verabschiedeten Dringlichkeitsverordnung 63/2010 Stellung genommen. „Die Umsetzung dieser Regierungsverordnung würde nicht lediglich die Zerstörung des städtischen Kulturbetriebes in Temeswar bedeuten, sondern zugleich die Existenz von Kultureinrichtungen gefährden, welche einen erstrangigen Platz im rumänischen Kulturleben einnehmen und einen wesentlichen Beitrag zur Förderung rumänischer Kulturprodukte auf europäischer Ebene leisten. Selbst das Vorhandensein einer derartigen Infrastruktur in einer Stadt aus Rumänien stellt den Beweis einer stark europäischen Identität dar“ - heißt es da wörtlich. Das Schreiben wurde an Staatspräsident Traian Băsescu, an die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern, an den Premierminister, sowie auch an den Finanzminister, den Minister für Verwaltung und Inneres, an jenen für Arbeit und an den Kulturminister gesendet.Lucian Varsandan,Intendant des Deutschen Staatstheaters/DSTT hatte seine Besorgnis über die drohenden Auswirkungen der Verordnung auf die Tätigkeit des Theaters bereits am vergangenen Donnerstag in einem an den Temescher Präfekten gerichteten Schreiben zum Ausdruck gebracht. (Quelle DSTT) Im Übrigen soll Kulturminister Kelemen Hunoram Samstag nach Temeswar kommen, um vor Ort die Lage abzuwägen. (Renasterea Banateana)

In einer Pressekonferenz zum Thema Umstrukturierung und Sparmaßnahmen, erklärte Außenminister Teodor Baconschi,das Außenministerium werde nur drei Staatssekretäre behalten und den Gehaltsfonds um insgesamt 35 % verringern und nicht wie von der Regierung gefordert um 25%. Dabei sollen keineswegs Auslandsvertretungen geschlossen werden, sondern vielmehr Mieten neu ausgehandelt, Flug- bzw. Telefonkosten durch den Übergang zu Billigflügen bzw. Internet gesenkt und bei den Treibstoffkosten gespart werden. Auch gab Baconschibekannt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel Rumänien im Herbst besuchen wird – der kürzliche Besuch von Bundesaußenminister Guido Westerwellewäre eine Vorbereitung dieses Ereignisses gewesen. (ADZ Online)

Heute jährt sich der Tag an dem die berühmt-berüchtigte Bastille und mit ihr die seit Jahrhunderten bestehende französische Monarchie gefallen sind, zum 221 Mal. Zum Nationalfeiertag der Französischen Republikgaben Eric Bode,Leiter des Französischen Kulturzentrums in Temeswar und Dan Bedros,Pariser Honoralkonsul im Banat gestern einem Empfang im Französischen Kulturzentrum. Eine Modenschau und ein Musikprogramm rundeten das Festprogramm ab. (Renasterea Banateana)

Das im Frühjahr 2009 gestartete Großprojekt für die Neutechnologisierung des städtischen Heizsystems (Colterm) in Temeswar hat inzwischen alle Genehmigungsverfahren (für 27,1 Mio. Euro nichtrückzahlbare Strukturgelder, 45 % der Gesamtkosten von 54,2 Mio. Euro - Regierungsfinanzierung und die restlichen 5 % - Gelder aus der Stadthaushaltskasse) erfolgreich durchlaufen.
Das Projekt soll sowohl die Anpassung des Temeswarer Fernheizungssystems an die strengen EU-Umweltschutznormen als auch eine gesteigerte Effizienz ermöglichen und dadurch den Kunden der Gesellschaft die drohende Verteuerung der Heizkosten ersparen und auch die immer schärferen Kritiken der Bevölkerung an der von der Gesellschaft verursachten Umweltverschmutzung aus der Welt räumen. (ADZ Online)

Die Temeswarer Stadträte wählten am Dienstag ihre Vertreter für die Leitungsräte der vier Krankenhäuser, die die Stadtverwaltung demnächst übernehmen wird. Es geht dabei um die Städtische Krankenhaus, das Louis Turcanu-Kinderkrankenhaus, die Dr. Dumitrescu Popescu Klinik für Entbindungen und Frauenleiden sowie das Victor Babes-Krankenhaus für ansteckenden Krankheiten. Noch sind alle vier Krankenhäuser nicht schuldenfrei und Vizebürgermeister Sorin Grindeanu hat darauf hingewiesen, dass die Stadt den Übernahmevertrag nur dann unterzeichnen wird, wenn die vollständige Schuldenbegleichung eindeutig geregelt ist. (Timis online)

Mitten in der Finanzkrise hat das Temescher Schulinspektorat Kassensturz gemacht und 21 schulischen Einrichtungen im Kreis temesch nach der Dringlichkeit des Antrags insgesamt 775.000 Leizugeteilt. Die größte Summe – 105. 000 Lei - bekommt das Lyzeum in Tschakowa, aber auch die Schulen in Großjertscha/Iecea Mare, Gertjanosch/Carpinis, Großkomlosch/Comlosu Mare, Betschkerek, Fatschet, Lugosch, Nadrag und Detta können sich freuen.(Renasterea Banateana)

Infolge der zahlreichen Regenfällen, heftigen Stürmen und Überschwemmungen wurden landesweit 62.000 Hektar Ackerland , 31.000 Weideland und Wiesen sowie über 6000 Hektar Wälder zerstört, so die gegenwärtige Bilanz. Die Lage ändert sich von einem Tag zum anderen – die Landwirte glauben, dass die wahren Zahlen der Schäden sogar noch höher sind.(ADZ Online)

Das Piano, auf dem einst Johannes Brahmsgespielt hat, wird im Rahmen der von dem Malteser Hilfswerk Temeswar organisierten karitativen Messe zugunsten der Flutopfer in der Moldau am 23. Juli, um 18:00 Uhr versteigert. Auf der Messe zwischen dem 20. und 24. Juli im Jugendhaus in der Aries-Straße 19 in Temeswar werden auch Kleidungsstücke, Haushaltsgegenstände, Sportartikel, Nippes, Teppiche, Vorhänge und Bücher, aber auch von bekannten Künstlern gespendete Werke zum Kauf angeboten. Für Geldspenden hat das Hilfswerk und Agenda ein Spendenkonto eingerichtet.(Agenda online)

Nicoleta Guma, Direktorin der Karansebescher Filiale der Hyperion Universität in Bukarest und der Student Eugen Tacota bleiben in Untersuchunghaft, nachdem das Appelationsgericht Temeswar ihren Berufungsantrag abgelehnt hat. Den beiden wird Amtsmissbrauch und Annahme von Schmiergeldern in 33 Fällen vorgeworfen. Die Studenten hatten wie gefordert, je 1.500 Euro gezahlt – im Gegenzug sollte ihnen ein Promovieren gesichert werden, unabhängig von den jeweiligen Fachkenntnissen.(Ziua de Vest)

In diesem Sommer finden in Temeswar zwischen dem 29. Juli und 8. August die Frauen-U-18-Basketball-Europmeisterschaften sowie das Spiel der rumänischen Senioren Basketballnationale gegen die von Aserbajdbschan am 17. August statt. Carl John Neumann, deramerikanische ehemalige NBA-Spieler und neuer Trainer der Nationalmannschaft will beweisen, dass die Mannschaft das Zeug hat, in die A-Gruppe der Euro 2013 aufzusteigen. (Ziua de Vest)

Nachdem die korrupten Beamte des Nationalen Unternehmens für Autobahnen, die für die Begleitfahrzeuge der Hard-Rock-Band AC/DC 1.500 Euro Schmiergeld gefordert und kassiert hatten, entlassen wurden und die übrigen Beamten von Videokameras auf die ihrerseits Videokameras gerichtet sind („Der Einfalssreichtum der Rumänen ist erheblich“, so Transportminister Radu Berceanu), überwacht werden, wurden stiegen die Einnahmen aus denGebühren für die Nutzung der Straßen beim Grenzübergang Nadlac um 70 %. (Rumänien Online Kurier)

Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2580 Lei/Euro bzw. 3,3845 Lei/US-Dollar.