Pressespiegel 18. - 24. Juni 2011
24. Juni 2011
In getrennten Sitzungen haben der Senat der Medizin- bzw. Polytechnischen Universität in Temeswar beschlossen zu fusionieren. Die Gründung des landesweit ersten Konsortiums dieser Art, wurde bereits notariell festgehalten, die Einzelheiten sollen bis zum 30. September festgelegt werden. Bildungsminister Daniel Funeriu beglückwünschte die beiden Rektoren weil „sie verstanden haben, dass die Zeit für grundlegende Änderung gekommen ist“ und diese „historische Entscheidung“ getroffen haben. Er versicherte ihnen, sich persönlich für das Gelingen dieser Fusion durch die „logistische und finanzielle Unterstützung“ einzusetzen. Gleichzeitig forderte er die anderen beiden Universitäten der Stadt auf, sich dem Konsortium anzuschließen, wodurch sie der europäischen Tendenz folgen würden und das Universitäts-Konsortium in Temeswar zur stärksten Bildungseinheit im Land machen könnten. Außerdem versprach Minister Funeriu, Rektor Alain Beretz, der die Fusion dreier Universitäten in Straßburg erfolgreich realisierte, zu bitten diesen Prozess in Temeswar zu begleiten. (tion.ro)
Ioan Garboni, Leiter der Banater Philharmonie in Temeswar, will ein nie da gewesenes Brief- Bombardement auf die Abgeordnetenkammer, das Präsidentialamt und Kulturministerium initiieren, wenn sich die Lage des Capitol-Saales nicht klärt. Laut einem von Kulturminister Kelemen Hunor unterschriebenen Ministerialbeschluss, soll der Saal (zum fünften Mal) „kommunistisch nationalisiert“ werden.Garboni kann nicht verstehen, wie Gebäude und Sommergarten (es geht immerhin um 8.000 qm im Stadtkern), die laut Grundbucheintrag dem Stadtrat gehören, durch eine Unterschrift erneut der falimentären RADEF (Rumänische Filmvertriebs-Gesellschaft) gegeben werden können und zeigt sein Befremden darüber, dass sich auf der Liste kein einziges Objektiv aus den kreisen Covasna und Harghita befindet. Der Philharmonie-Direktor ist zwar fest entschlossen, nicht aufzugeben und wenn nötig eine Klage nach der anderen anzustrengen, aber er ist verärgert, denn dies blockiert nicht nur jedwelche EU bzw. staatliche Finanzierung, sondern hat auch den Verlust von 1 Million Euro für ein regionales kulturelles Tourismus-Zentrum zur Folge. Temeswarer, die sich implizieren wollen, werden ab Anfang Juli im Capitol-Saal adressierte und frankierte Umschläge (für deren Kosten der Verein Pro Philharmonia aufkommt) vorfinden.(ziuadevest.ro)
Auf Initiative des nationalliberalen EU-Parlamentariers,Cristian Busoi,fand im Europäischen Parlament in Brüssel eine erste Debatte in Form eines Rundtischgesprächs zum Thema Temeswar – Europäische Kulturhauptstadtstatt. Unter anderen plädierten für Temeswar die EU-Parlamentarier Daciana Sarbu und Sogor Csaba und auch Szilagyi Zsolt, der Berater von Tökes Laszlo.sicherte die volle Unterstützung des Letzten zu. Bisher haben Klausenburg/Cluj Napoca, Jassy/Iasi und Alba Iulia ihre Kandidatur für den Titel in 2020 angekündigt. Eine 13-köpfige Jury, der sechs Rumänen und sieben Ausländern, deren Identität geheim bleibt, angehören wird über die Kandidatur entscheiden. (Renasterea Banateana)
In der ordentlichen Sitzung am Dienstag haben die Karascher Kreisräte, den Vorschlag der Sozialliberalen Union /USL, ein Referendum auf lokaler Ebene zum Thema Auflösung oder Beibehaltung der Verwaltungskreise, zu organisieren, abgelehnt. (ziuadevest.ro)
Pünktlich zu seinem 73. Geburtstag, holte Universitätsprofessor Ioan Munteanu, der Vater der In-Vitro-Befruchtung in Rumänien, am 23. Juni das perfekt gesunde (Apgar-Score10) Baby einer 51-Jährigen per Kaiserschnitt auf die Welt. Nachdem ihr Sohn sein Leben im Alter von 21 Jahren in einem Verkehrsunfall verloren hatte, wünschte sich das Informatiker-Ehepaar sehnlichst ein Kind, was altersbedingt nur mehr auf künstlichem Weg möglich war. Es ist dies der sechste Fall, bei dem der Professor einer „Oma“ den Kinderwunsch erfüllen konnte. (ziuadevest.ro)
Der Schriftsteller Laurian Stanchescu,der sich vorgenommen hat, zu Fuss nach Paris zu gehen, um den letzten Wunsch des Bildhauers Constantin Brancusi zu erfüllen und dessen Gebeine ins Land zu bringen, zeigte gestern den in der Temescher Kulturdirektion Versammelten, über 80 Unterschriften der Nachkommen des Künstlers sowie einen sorgsam zusammengestellten Stammbaum der Familie, die die französischen Behörden überzeugen sollen, einer Exhumierung zuzustimmen. Kulturminister Kelemen Hunor hat die Kulturdirektionen in Budapest, Wien, München, Zürich und Basel - Orte, dieLaurian Stanchescu,genau wie einst Brancusiauf seinen Weg nach Frankreich passieren wird, aufgeforderte, diesen zu unterstützen. Als der rumänische Staat am 28. Februar 1951 den AntragBrancusi,seine Skulpturen dem Staat zu vermachen, mit der Begründung, sie würden „nichts zum Aufbau des Sozialismus in Rumänien“ beitragen, ablehnte, verzichtete der gedemütigte Bildhauer auf die rumänische Staatsangehörigkeit. 1955, als er sein Ende ahnte, stellte Brancusieinen Wiedereinbürgerungsantrag, aber auch dieser wurde abgelehnt. Kurz bevorBrancusiam 16. März 1957 starb, vertraute er einem Freund, dass er untröstlich darüber ist, dass er in fremder Erde begraben werden wird. Die Reise finanziert der Geschöäftsmann und Politiker (Neue Generation) und Fussballclub-BesitzerGigi Becali und Ion Raducanu, der Vorsitzender der Sohne des Gorj finanziert das Journalistenteam, das Stanchescu begleiten wird. (Renasterea Banateana)
Ab diesem Sommer können Temeswarer Elektroautos kaufen. Der Umweltfonds übernimmt 20 % des Preises – aber nicht mehr als 3.800 Euro – beim Kauf eines Fahrzeuges, dass die Umwelt überhaupt nicht belastet und 10 % - aber nicht mehr als 1.800 Euro – beim Kauf eines Hybrids. Wer sein altes Fahrzeug im Rahmen des Abwrackprogramms zum Verschrotten abgibt, bekommt zwei Gutscheine für den Kauf eines Hybrids und vier Gutscheine für den Kauf eines Elektroautos. In Bukarest wurde die erste Elektro-Zapfsäule eingerichtet. (ziuadevst.ro)
Wetterwarnung der Stufe Gelb von heute Mittag bis morgen, 18:00 Uhr. Heftige Regenfälle, Blitz-Gewitter und Hagel sind zu erwarten. Die Niederschlagsmenge wird 25 l/qm – isoliert auch 70 l/qm überschreiten. Die Höchstemperaturen werden in Reschitza auf 19 Grad C, in Temeswar, Arad und Oradea auf 23, 22 bzw. 21 Grad C fallen. (agenda.ro)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2294 Lei/Euro bzw. 2,9694 Lei/US-Dollar.
23. Juni 2011
Da die Regierungspratei/PDL und der Koalitionspartner/UDMR unterschiedliche Meinungen über die administrative Neuaufteilung des Landes haben – die einen wollen acht, die anderen 16 Verwaltungskreise, hat Staatspräsident Traian Basescu einen Mittelweg vorgeschlagen: die acht Mega-Kreise plus Covasna und Harghita, wobei bei den beiden Letzteren alles bleibt, wie es ist - d. h. sie sollen weiterhin von der Regierung finanziert werden. Quellen aus der UDMR (Ungarnverband) sollen erklärt haben, der Kompromiss-Vorschlag sei „schwer zurückzuweisen und schwer anzunehmen“. Präsident Basescu hat den Parteien bis am Montag Bedenkzeit gegeben.(agenda.ro)
Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu antwortete erstmals auf die mehrfachen Angriffe Nicolae Robus (PNL/USL) gegen die Stadtverwaltung in letzter Zeit. Seine Antwort auf die Frage, ob die Koalition zwischen Bauernpartei/PNTCD und Liberalen auch zukünftig aufrecht erhalten bliebe, war deutlich: Es sei noch zu früh darüber zu reden. Fest stehe aber, dass Robu erst die Probleme innerhalb der Sozialliberalen Union/USL lösen muss, denn die PNTCD habe ihren eigenen Kandidaten und werde Robu in keinem Fall unterstützen. Auch wenn Ciuhandu glaubt den Bürgermeisterstuhl in einer Wahlrunde gewinnen zu können, verhält er sich bescheiden und abwartend, „zum Unterschied zu denen, die sich bereits als Bürgermeister sehen“. (Renasterea Banateana)
Etwa 70 % der Gerste-Kulturen im Kreis Temesch wurden bereits abgeerntet. Durchschnittlich wurden über 4.000 kg Gerste pro Hektar erzielt – das ist soviel wie seit 1984 – 1986 nicht mehr. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es lediglich 2.840 kg Gerste und 2.880 kg zweizeilige Gerste pro Hektar. In etwa zehn Tagen soll auch mit der Weizenernte begonnen werden – wenn bis dahin keine höheren Temperaturen als 32 Grad C gemessen werden, könnten auch hier bis zu 4.000 kg erreicht werden. Gekoppelt mit einer guten Marketing-Strategie, könnte dies zu einer Preisreduzierung bei Brot führen. Wer gute Lager-Bedingungen hat, sollte die Gerste lieber einlagern und auf einen besseren Preis (zurzeit 0,6 Lei/kg) warten. Den zurzeit größten Profit bringt Raps. Bedenkt man, dass für die Kultur pro Hektar etwa 2.000 Lei ausgegeben werden, die Ernte auf etwa 3.000 kg geschätzt wird und der Raps zu 2 Lei/kg verkauft wird, beträgt der Profit pro Hektar 4.000 Lei. Gute Erträge sind auch beim Herbst-Mais zu erwarten. Laut dem Leiter der Temescher Landwirtschaftlichen Kreisdirektion, wird die Rentabilität bei keiner der Kulturen unter 100 % liegen. (Renasterea Banateana)
Das Plenum des Europäischen Parlaments hat heute für die Immunitäts-Aufhebung des Europaabgeorneten Adrian Severin gestimmt. Das bedeutet die Antikorruptionsbehörde/DNA kann die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn einleiten.(agenda.ro)
Eine Aussage Staatspräsident Traian Basescus im Fernsehen gestern, sorgte für viel Aufregung. Er nannte König Michael einenRussenknecht und seine Abdankung 1947 einen Akt des Verrats. Auch könne man dem damalige Premierminister Antonescu nicht die alleinige Schuld für den Holocaust gegen Juden und Zigeunern geben, wo das Land einen Staatschef in Person des Königs hatte.(presalocala.ro)Die Tatsache, dass er den Sohn von Prinz Paul getauft habe, sei im Übrigen ein Beweis, dass er (Basescu)nichts gegen das Königshaus habe. Darauf hagelte es Kommentare: Von 1940 bis 1944 hätte der König lediglich eine „dekorative Rolle“, wogegen Antonescu die Vollmacht, das Land zu leiten gehabt. (EU-Abgeordneter Cristian Preda, PDL). Dies sei eine „subjektive Wahrnehmung des Staatspräsidenten, die er nicht zu kommentieren“ wünsche. (Sever Voinescu, PDL-Pressesprecher). Die Aussage sei „historisch falsch“ und zeuge von einer „Mangel an Eleganz dem ehemaligen Staatschef gegenüber (Adrian Cioroianu,ehemaliger Außenminister). Der einzige König, den der Staatspräsident bewundert, sei Roma- König Cioaba und es wäre nicht das erste Mal, dass Basescu einen „krassen politischen Analphabetismus beweise“. (Mircea Dinescu,Dichter) Crin Antonescu (PNL/USL) bat den König im Namen „aller Rumänen“ schriftlich um Entschuldigung und nannten den Staatschef einen „moralischen Parteilosen, der eine dumme und bösartigen Angriff“ verübt hat, während C. T. Popescudie Aussagen „psychopathisch“ nannte und Theodor Paleologu,PDL-Vizepräsident und ehemaliger Botschafter und Kulturminister, nur „Es lebe der König!“, antwortete. Das Königshaus hat kein Kommentar zum Thema autorisiert. (mmediafx.ro)
Die Krankenhäuser, ob staatlich oder privat, die in das staatlich finanzierte In-Vitro-Befruchtungsprogramm aufgenommen wurden, riskieren wieder aus dem Programm genommen zu werden, wenn sie Zuzahlungen von den kinderlosen Paaren fordern. Laut dem Ministerialbeschluss 765/2011, Art. 5, wird die gesamte In-Vitro-Fertilisation sowie die Überwachung der Schwangerschaft bis in die 13. Woche vom Gesundheitsminsterium getragen und ist somit für die berechtigten Paare kostenlos. (ziuadevest.ro)
Dienstag, den 30. Juni, ab 19:00 Uhr im Saal des Deutschen Staatstheaters: Shaking Shakespeare, eine tragisch-komisch-historische Pastorale nach William Shakespeare von Lia Bugnar, in Regie von Radu-Alexandru Nica. (Quelle: DSTT)
Das Deutsche Staatstheater Temeswar probt zurzeit an einem neuen Sommer-Freilichtkonzert unter dem Namen Der Sommer singt mit. Die Veranstaltung findet am Freitag, den 1. Juli 2011, um 21:30 Uhr auf der Freilichtbühne am Temeswarer Domplatz, im Rahmen des in Zusammenarbeit mit dem Temeswarer Bürgermeisteramt organisierten Sommerkulturprogramms Temeswar-Klein Wien statt und umfasst eine sorgfältige und vielfältige Auswahl deutscher und weltbekannter Songs. Darunter Hits wie „Du erinnerst mich an Liebe“, „Anyplace, Anywhere, Anytime“, „Fields of Gold“, „Time after Time“ oder „Mexican Girl“. Solisten: Dana Borteanu, Claudia Negruţ, Daniela Török, Harold Schmeltz und Adi Văduva auf. Es wirkt mit das Orchester des Deutschen Staatstheaters Temeswar unter der musikalischen Leitung von Ioan Opra, für die Konzeption und Leitung zeichnen Dana Borteanu und Ioan Opra. (Quelle: DSTT)
Zwischen dem 24. und 26. Juni, findet beim Dan-Paltinisanu-Stadion in Temeswar das Timisoreana-Bierfest statt. Für die Musik sorgen Vita de Vie und Cargo am Freitag, Vunk und Holograf am Samstag, Zero und Directia 5 am Sonntag. (serbariletimisoareana.ro)
Das Gericht im ungarischen Veszprem hat Sandor Raffael und Gyözö Nemeth, für das Erstechen des 26-jährigen rumänischen Handballspielers Marian Cozma in einem Nachtclub in Veszprem im Februar 2009 zu einer lebenslänglicher und Ivan Sztojka zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil kann angefochten werden. (mediafax.ro)
Zehn Autofahrer haben bei einer Tankstelle in Konstantza Wasser statt Diesel getankt. Die Tankstellen-Betreiber geben den Fehler zu und haben versprochen für das Leeren des Tanks und das Abschleppen aufzukommen. Die Fahrer sind entschlossen vor Gericht zu gehen, wenn sie nicht alle Kosten ersetzt bekommen. (realitatea.net)
Ohne es zu wissen, finanzieren die Bukarester den Bau der Kathedrale der Nationen mit, denn die Patriarchie, die allein in diesem Jahr 47 Millionen Euro zusammen kriegen will, hat sich an die Bürgermeister der Sektoren gewandt und bereits 4,4 Millionen Euro von diesen erhalten. Wieviel die Patriarchie direkt, online bzw. per sms selbst gesammelt hat, wurde noch nicht bekannt gegeben. Fest steht, dass für das Riesenprojekt 400 Millionen Euro notwenidg sind – und das ist zehn mal mehr als die Kirche zum Beispiel in 2009 für Sozialporjekte ausgegeben hat. (antena3.ro) Die Eparchie von Roman und Bacau hat ein Beerdigungs-Set (Abbild der Mutter Gottes, Kreuz, Weihrauchfässchen, Weihrauch, Kohle und Informationsbüchlein inklusive) für die Angehörigen der Verstorbenen, die „nicht wissen, was und wo sie kaufen können und welches Ritual zu erfüllen ist“ zusammengestellt. Insgesamt 1.000 Sets zu 25 Lei werden seit einigen Tagen in den 400 Kirchen und 27 Klöstern der Eparchie zum verkauf angeboten. Der Erlös soll dem von der Kirche betreutem Altenheim in Harja, zu Gute kommen. (adevarul.ro) Über das Internetportal crestinortodox.ro können Fürsprachegebete (zu einem Euro) per Mausclick in Auftrag gegeben werden. Die Patriarchie ist gegen diese Initiative, denn nicht nur dass, sie die Bequemlichkeit der Gläubigen unterstützt, der religiöse Dienst darf nicht von einer finanziellen Dienstleistung abhängig gemacht werden. (goodagency.ro)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2517 Lei/Euro bzw. 2,9596 Lei/US-Dollar.
22. Juni 2011
Nach den Treffen mit den politischen Parteien zum Thema administrative Neuaufteilung des Landes bzw. zur Novellierung der Verfassung erklärte Staatspräsident Traian Basescu gestern Abend, am Montag würde eine offizielle Stellungnahme bekannt gegeben. Bis dahin werden die Gespräche innerhalb der Koalition weiter gehen, „denn jede Lösung wäre besser als die aktuelle Sachlage“. Der Ungarnverband/UDMR unterstützt den Neuaufteilungsvorschlag der PDL in seiner jetzigen Form (acht Verwaltungskreise) nicht. Trotzdem ist Präsident Basescu davon überzeugt, dass ein Konsens innerhalb der Koalition erreicht werde(Reanasterea Banateana) und erklärte in diesem Zusammenhang, er habe Verständnis für die Probleme der rumänische Bevölkerung in den Kreisen Covasna und Harghita, zu denen er ein sehr gutes Verhältnis hat (immerhin hat er in der zweiten Wahlrunde der Präsidentschaftswahlen in 2009 dort prozentual mehr Stimmen als im restlichen Land erzielt) und „fürchte nicht, wie andere, dass die Ungarn sich Harghita und Covasna auf den Rücken schnallen und damit nach Ungarn flüchten“ (realitatea.net).
Staatspräsident Traian Basescu hat das Gesetz für die Bürgermeisterwahlen in einer Wahlrunde verkündet. (agenda.ro)
Das Treffen zwischen den Verwaltern der Wohngemeinschaften und den Vertretern der öffentlichen Dienstleister in der Stadt an der Bega, artete in einem Skandal aus. Die ganze Wut der Anwesenden richtete sich gegen Aurel Matei, dem Leiter der Fernheizungsgesellschaft/Colterm. Als wären die horrende Preis der Gigakalorie noch nicht genug, werden die Temeswarer auch noch gezwungen, die Differenz zur Preiserhöhung rückwirkend zu zahlen. Dem steht die prekäre Lage der Gesellschaft infolge der 20 Jahre lang angesammelten Schulden, gegenüber. (ziuadevest.ro)
Eine 180-Grad-Wendung in Sachen Zusammenlegen der Psychiatrien in Gataja und Jebel: Nachdem eingangs Jebel zu Gataia gehören sollte, wurde jetzt durch einen Regierungsbeschluss bestimmt, dass Gataia Jebel einverleibt wird, wobei Letztere das völlig rechtfertigt findet, denn erstens haben sie eine weit größere Erfahrung mit straffälligen psychisch Kranken und zweitens wurde dem Krankenhaus in Gataia bereits 2003 das Recht, solche Patienten zu behandeln, entzogen. (adevarul.ro)
Nachdem der Gesetzesvorschlag des Demokratisch-Liberalen (PDL) Sivliu Prigoana zur Legalisierung der Prostitution im März von den Senatoren abgelehnt wurden, wurde der Vorschlag am Dienstag auch in der Abgeordnetenkammer, die in diesem Fall gesetzgebend ist, mit 225 Gegenstimmen, 30 Stimmen dafür und 28 Stimmenthaltungen definitiv abgelehnt. (agenda.ro) Prigoanaerklärte, seine Kollegen hätten den Gesetzesentwurf aus „Scheinheiligkeit, die unser Volk charakterisiert“ abgelehnt. „Aus kommunistischer Prüderie“ würden sie es vorziehen gar nicht erst über Sex zu reden, „dabei haben wir 10-jährige Schwangere im Land“. (romanialibera.ro)
Der Fall der 10-Jährigen, die in Hatzfeld/Jimbolia von einem Bekannten der Familie vergewaltigt und anschließend ermordet wurde, hat den demokratisch-liberalen Senator, Iulian Urban, Jurist von Beruf, dazu bewogen, die Wiedereinführung der Todesstrafe für Sexualdelikte an Minderjährigen unter 10 Jahren, die den Tod oder den Freitod des Opfers zur Folge haben, zu fordern. Urban ist sich bewusst, dass ein Richter – gesetzt dass sein Vorschlag angenommen wird – nur schwer eine Todesstrafe verhängen werde, aber er setzt auch den Präventions-Effekt. Die Todesstrafe wurde in Rumänien vor 21 Jahren abgeschafft und ist verfassungsmäßig verboten. Sie wurde zuletzt am Ceausescu-Ehepaar vollstreckt. (agenda.ro)
Das Projekt zur Modernisierung der Vacarescu-Straße in Temeswar umfasst das Erneuern von über sechs Tausend Quadratmeter Fahrbahn, des Wasser-, Strom-, Gas-, Heizungs- und Kommunikationsnetzes, den Bau von Fahrradwegen, das Einrichten von Grünanlagen und ... in Premiere für Rumänien, eine automatische Straßenwaschanlage. Seitlich und in der Mitte sollen 280 ökologische Parkplätze eingerichtet und Fahrrad-Ständer aufgestellt werden. Der Verkehr soll in beiden Richtungen stattfinden und verflüssigt werden. Der Finanzierungsvertrag (in Höhe von nahezu 6 Millionen Lei) über die Achse 1 des Regionalen Operationprogramms/POR 2007 – 2013 wurde bereits unterzeichnet. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im August beginnen und in elf Monaten fertig gestellt werden. (tion.ro)
Laut einer Studie der Rumänische Gruppe zum Schutz der Menschenrechte/GRADO bekommt ein Gefängnisinsasse in Rumänien täglich 2.855 Kalorien. Das kostet 3 Lei. Für die Ernährung eines herrenlosen Hundes wird täglich 10 Lei ausgegeben. Der Autor des Artikels will weder sagen, dass die Häftlinge mehr, noch dass die Straßenhunde weniger verdienen, aber er fragt sich – berechtigterweise – weshalb, die Häftlinge mit dicken Bankkonten, nicht selbst für ihre Verpflegung aufkommen...(nimicinteresant.info)
Auch wenn er nachträglich behauptete, es sei ein Scherz gewesen und die Pistole, die er als Gast in der Sitzung des Kulturausschuss des Senats auf den Tisch gelegt hatte, eine Spielzeugpistole, wurde Constantin Dutu, Mitglied im Nationalrat für audio-visuelle Medien/CNA, des Sitzungssaales verwiesen. Es sei ein „offensichtlich unangemessene“ Geste gewesen, die „charakteristisch für die politische Formation, die ihn vorgeschlagen hat (Partei Großrumänien/PMR)“ sei, sagte die Vorsitzende des Ausschusses, Raluca Turcan.Im Übrigen sei die Pistole auf ersten Blick nicht von einer Echten zu unterscheiden gewesen. (a1.ro)
Die Grenzpolizisten in Nadlac stoppten die Reise des18-Jährigen, der am Lenkrad eines Seat zusammen mit drei Minderjährigen, für die er gefälschte notarielle Einverständniserklärungen vorlegte, nach Frankreich wollte. Die vier haben zu Protokoll gegeben, dass sie 250 Euro und zwei Mobibiltelefone für die gefälschten Unterlagen gezahlt haben.(aradon.ro) Auch der Reise eines 27-jährigen Türken, der die Grenze illegal überschritt, weil er nicht im Besitz eines Schengenvisums war, wurde von den Polizisten in Nadlac ein Ende gesetzt. (aradon.ro)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2410 Lei/Euro bzw. 2,9601 Lei/US-Dollar.
21. Juni 2011
Nachdem sie diskriminierende Auswahlskriterien sowie andere Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bei lokalen und regionalen Infrastrukturarbeiten festgestellt hat, hat die Europäische Kommission nun zu einer drastischen Maßnahme gegriffen: Die Auszahlungen wurden ausgesetzt und Rumänien hat zwei Monate Zeit, alle 124 Projekte im Rahmen der 2. Achse des Regionalen Operationsprogramms (POR) zu überprüfen. Rumänien drohen nun Kürzungen der EU-Gelder zwischen 2 % und 100 %. Laut Elena Udrea, Ministerin für Entwicklung und Tourismus, die bereits vor zwei Monaten darauf hingewiesen hatte, dass die EU-Kommission Unregelmäßigkeiten bei vier Projekten entdeckt hat, liegt die Schuld bei den Lokalbehörden, die die Ausschreibungen organisieren. ihnen unterlaufen beim Zusammenstellen der Lastenhefte, teils aus Mangel an Erfahrung Fehler bzw. sie schneiden die Bedingungen offensichtlich für eine gewisse Firma zurecht. (agenda.ro)
Einstimmig wurde im Rechtsausschuss (JURI) des Europäischen Parlaments am Montagabend der Bericht Francesco Speronis mit der Empfehlung der Immunitätsaufhebung, des der Bestechlichkeit beschuldigten Adrian Severin angenommen. Am Donnerstag soll über den Antrag im Plenum des EP abgestimmt werden. Auch nach der JURI-Abstimmung erklärte sich Severin für unschuldig, unterstrich aber auch, dass er in diesem Sinne jedwelche Entscheidung begrüße, die eine objektive und professionelle Ermittlung dienlich sei.(agenda.ro)
„Odobescu wird nicht sterben, Odobescubleibt“, sagte Universitätslektor Dr. Dan Pascut,Leiter der als Odobescu bekannten Abteilung IV der Frauen- und Entbindungsklinik. Auch wenn das Krankenhaus als eigenständige Einheit aufgelöst und dem Städtischen Krankenhaus einverleibt werden soll, kämpft es weiter. Es besitzt bereits 80 % der nötigen medizinischen Apparatur für eine öffentliche In-Vitro-Befruchtungsabteilung und wartet nur darauf, dass sein Status geklärt werde und es die nötige Genehmigung von der Nationalen Transplantations-Autorität einholen kann. Die Gründung dieser Abteilung ist um so mehr notwendig, als es ein Projekt gibt, laut dem die Krankenkasse unfruchtbaren Paaren, zwei künstliche Befruchtungen finanzieren soll.(Renasterea Banateana)
Eine ehemalige Kollektivwirtschaft in Curtici auf Erfolgskurs: Der 1987 als Vorsitzender der LPG eingesetzte Agronomingenieur Dimitrie Musca stand kurz nach der Wende plötzlich vor den neuen (und ehemaligen) Grundbesitzern, die wollten, dass er die Kollektivwirtschaft weiter führen soll. 21 Jahre später leitet Musca immer noch seine Kollektivwirtschaft, aber die jetzt kapitalistische LPG hat eine Geschätfszahl von 10 Millionen Euro im Jahr und gibt ihren Mitglieder wahlweise 750 kg trockenen Maiskörner und 750 kg Weizen (oder 300 kg Brot) pro Hektar, was einen nationalen Rekord darstellt oder den Gegenwert zum Marktpreis. Und ihre Traktorfahrer verdienen in der Hochsaison auch bis zu 2.300 Euro im Monat. (realitatea.net)
Auf den von Crin Antonescu und Victor Ponta unterbreiteten Vorschlag der Sozialliberale Union (USL), eine von allen Parteien unterstützte Technokraten- Regierung zu bilden und vorgezogene Parlamentswahlen im November dieses Jahres zu organisieren, antwortete Staatspräsident Traian Basescu, dies würde das Land nur in eine politische Instabilität werfen und er werde dies niemals unterstützen. Die beiden legten auch Vorschläge zur administrativen Neuaufteilung des Landes und Änderung der Verfassung vor, wobei sie bekräftigten, dass sie einer Auflösung der Verwaltungskreise nicht zustimmen werden und forderten, die vom Staatspräsidenten initiierte Neuaufteilung „zu stoppen, weil sie übelsten Folgen“ haben würde. Für 16:00 Uhr ist ein Treffen des Präsidenten mit den Regierungsparteien (PDL, UDMR, UNPR und den Minderheiten) anberaumt. (mediafax.ro)
Sommersonnenwende.Heute ist der längste Tag im Jahr, was aber auch bedeutet, dass ab heute die Tage in den kommenden sechs Monaten immer kürzer werden. Die Kelten nannten den Mittsommer Alban Hevin und feierten in ganze zwölf Tage lang, die Katholische Kirche machte daraus ein Fest zu Ehren des Heiligen Johannes des Täufersund auch heute wird die Sommersonnenwende vielerorts durch das Anzünden eines Feuers gefeiert.(welt.de)
In der Ausstellung der Temescher Kreisbibliothek ist unter anderen die 1768 erschienene österreichische Gerichtsverordnung der Kaiserin Maria Theresia ausgestellt. Die Constitio Criminalis Theresiana, die anhand von illustrierten Vorgaben, Regeln für die Folterungen der beschuldigten Untertanen aufstellen sollte, ist das Ergebnis der titanische Arbeit mehrerer österreichischen Juristen. Laut den Experten der Bibliothek wäre die Gerichtsverordnung 1769 nach Temeswar gekommen, wo sie in einem Gebäude auf dem Freiheitsplatz umgesetzt wurde, was bei der Bevölkerung ein derartiges Entsetzen hervorrief, dass sie den Bürgersteig vor dem Gebäude, trotz seiner zentralen Lage, sorgsam mieden. (Adevarul)
Die Werbeagentur McCann Erickson Romania hat für ihre Kampagne Noul Rom (ein Schokoladensnack), gestern in Cannes, als erste rumänische Agentur überhaupt, sowohl in der Kategorie Direct als auch Promo & Activation den Grand Prix und je einen Gold Lion gewonnen. Ferner hat sie zwei Bronze Lions in der Kategorie PR erhalten. Insgesamt wurde McCann Erickson sieben mal in vier Kategorien nominiert. (mediafax,ro)
Unter den 41 Zöllner, Grenzpolizisten und Schmugglern im Fall Morawitza, die die Antikorruptionsbehörde/DNA vor Gericht brachte, befindet sich auch der Bürgermeister von Foeni. Letzterer wird beschuldigt, zwei Schmugglern ermöglicht zu haben, den Grenzpolizisten und Zöllner am Grenzübergang in Foeni 300 Euro zu übergeben, um illegal Zigaretten ins Land einführen zu können. (Adevarul de seara)
24 Tonnen Eisenverstärkungen, 1.000 Kubikmeter Holz, 3.000 Kubikmeter Sand, 12.500 Kubikmeter Ziegeln, 5 Tonnen Kalk und 2.000 qm Fließen und Kacheln – im Wert von 9 Millionen Lei, die die Regierung für den Bau von 43 Häuser für die Überschwemmungsopfer im Kreis Bototsani bereit gestellt hat, sind einfach verschwunden. Die Polizei ermittelt gegen die sechs, mit der Bewachung und Verwaltung des Baumaterials betrauten Personen. (Adevarul de seara)
Dreist oder dumm? Kurz nach dem sie in einer Bar in die Kasse hinter dem Tresen griff und mit 1.000 Lei verschwunden war, kehrte die Diebin in die Temeswarer Bar zurück und bestellte sich ein alkoholisches Getränk. Sie wurde sofort erkannt und festgenommen, denn nicht weniger als acht Videokameras hatten ihre Tat auf Band aufgenommen. (Adevarul de seara) In derselben Kategorie: Die ehemaligen Dinamo-Fussballspieler Andrei Margaritescu(31) und Cristi Munteanu(37) haben einen Audi A 8, von dem sie wussten, dass er als gestohlen gemeldet war, zum Viertel des Wertes gekauft, wonach Margaritescuim Mai 2010 versucht hatte, ihn mit einem gefälschten Kaufvertrag und einer notariell beglaubigten Erklärung über den Verlust der Fahrzeugpapiere, zum Verkehr zuzulassen. Das Fahrzeug gehörte im Übrigen einem Arzt der sich in Untersuchunghaft befand, weil er mit der fingirten Diebstahlsanzeige versucht hatte Versicherungsbetrug zu begehen. (Adevarul)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2635 Lei/Euro bzw. 2,9978 Lei/US-Dollar.
18. - 20. Juni 2011
Die sanitär-veterinären Direktionen der Kreise Karasch Severin, Temesch, Mehedinti und Arad sind infolge der Anthrax-Epidemie (siehe Pressespiegel vom 17. Juni 2011) in Serbien in Alarmbereitschaft und haben den Import sowie die Durchreise von Schaf-, Rind- und Schweinefleisch aus Serbien verboten. Die Kontrollen an den Grenzübergängen – auch bei Privatpersonen - wurden intensiviert, Fleisch und Fleischwaren werden beschlagnahmt und vernichtet. Die serbischen Dörfer bei Novi Becej, wo der Milzbrand festgestellt wurde, stehen unter Quarantäne.(tvr.ro)
Der Vorsitzender des EU-Ausschusses des Deutschen Bundestages, Gunther Krichbaum, hat Freitag in Bukarest erklärt, der Schengen-Beitritt Rumäniens wäre nicht definitiv fürs nächste Jahr verschoben und würde wahrscheinlich nach einem bestimmten Terminkalender in zwei Etappen stattfinden. Das heißt, zunächst auf die rumänischen Flughäfen, die leichter zu bewachen sind und erst später auf die Land- und Seegrenzen, die zurzeit noch unsicher sind, ausgeweitet werden. Nach einem Treffen mit Justizminister Catalin Predoiu,erklärte Krichbaum aber auch, die Erfüllung der technischen Anforderungen wären nicht für den Schengen-Beitritt nicht ausreichend, denn vergebens sei eine Grenze mit Radar-Systemen, Lichtschranken und Bewegungsmeldern ausgestattet, wenn „ein korrupter Grenzer einen Bus voller jungen Ukrainerinnen unkontrolliert passieren lässt“. Anderseits räumte Krichbaum ein, dass Rumänien große Fortschritte im Bereich Korruptionsbekämpfung – inklusive in den Zollpunkten – gemacht hat, was sich – allen Anzeichen aus Brüssel nach – positiv im anstehenden Fortschrittsbericht der EU-Kommission im Juli reflektieren wird. (politivcaromaneaca.ro)
60 Jahre nachdem das kommunistische Regime in Rumänien die Verschleppung von über 40.000 Menschen unterschiedlicher Volkszugehörigkeiten (darunter etwa ein Viertel Rumäniendeutsche) aus dem westlichen Banat, dem Grenzgebiet zum damaligen Jugoslawien, dessen Bevölkerung von der Staatsmacht als Sicherheitsrisiko eingestuft wurde, anordnete, trafen sich am vergangenen Samstag die ehemaligen in die Baragan-Steppe Deportierten bzw. ihre Nachkommen am Deportations-Denkmal im Justizpark in Temeswar. Auch nach 1956 (als Rumänien beim Eintritt in die UNO die Lager im Baragan auflösen musste (wikipedia.org), als den Überlebenden die Heimkehr erlaubt wurde, wurden die Überlebenden und deren Nachkommen in den Akten des rumänischen Sicherheitsdienstes weiterhin als Kapitalisten und Volksfeinde etikettiert. Die Opfer des Säuberungsplans des 25 – 50 km breiten Grenzgebietes zwischen Beba Veche /Kreis Temesch und Gruia/Kreis Mehedinti, die nachdem ihre Dörfer von Truppen umzingelt worden waren, nachts geweckt und aufgefordert wurden, sich innerhalb von zwei Stunden am örtlichen Bahnhof einzufinden und die lediglich, was sie tragen konnten, mitnehmen durften (wikipedia.org), werden nie vergessen, was ihnen angetan wurde. Die große Anzahl der Teilnehmer, die mit Sonderbussen aus Großsanktnikolaus/Sannicolau Mare oder Sarafol/Saravale aber auch aus der Hauptstadt und den USA speziell zu diesem Ereignis eingereist waren, beweist dies. Am Denkmal wurden Kränze niedergelegt und eine Gedenkmesse an die während der Deportation Verstorbenen wurde zelebriert. Zu den trüben Gedanken der Teilnehmer kam noch die Enttäuschung über die Blockierung und Beschneidung des von der Regierungspartei initiierten Gesetzes 221, das den Betroffenen eine moralische Entschädigung für die von ihnen und ihren Vorfahren erlittenen Qualen in Aussicht stellte. Silviu Sarafolean, Vorsitzender des Vereins der ehemaligen Baragan-Deportierten (AFDB) erklärte, die Vertreter der einzelnen Parlamentariergruppen, an die der Verein jüngst, die Wiederaufnahme der Gesetzes-Debatten betreffend, herangetreten war, hätten allesamt ... Versprechungen über Versprechungen gemacht. Abschließend wurde das von Aleksandar Stoicoviciund Flavius Furtuna (beide 22)unter der Anleitung von Universitätslektor Dr. Smaranda Vultur geschriebene erschütternde Buch über denBaragan-Gulagvom Historiker Miodrag Milinund dem Schriftsteller Viorel Marineasa,vorgestellt.(Renasterea Banateana) 2.656 Reisezugwagen und 6.211 Güterwagen wurden für die Deportation bereit gestellt. Die Truppen, die die Tranpsorte sicherten, vermieden Stopps an regulären Haltstellen um die Kommunikation mit anderen Bürgern zu verhindern. Mit Ausnahme weniger „Glücklichen“, denen Lehmhütten mit Strohdächern zugewiesen wurden, wurde die Mehrheit ohne Schutz vor Sonne und Regen auf etwa 2.500 qm großen, mit Holzpflöcken abgesteckten Stoppelfeld-Plätzen ausgesetzt. Wasser und Brot wurde ihnen nur sporadisch verteilt. Anfangs lebten sie in mit Planen bedeckten ausgehobenen Gruben und fertigten Lehmziegeln für den Bau von Häusern, die sie meist mit Schilfrohr bedeckten. Die Deportierten durften sich nicht weiter als 15 km von ihrem Wohnort entfernen, in ihren Personalausweisen wurde der Zwangsaufenthalt (D.O.=domiciliu ogligatoriu) vermerkt, Besuch durften sie keinen empfangen. Von den 9.413 Volksdeutschen aus 64 Ortschaften, verstarben während der Deportation 629. (wikipedia.org)
Während am Sonntagmittag auf dem Platz vor der Temeswarer Oper der Deutsche Trachtenaufmarchund die Parade der Oldsmobile stattfanden, organisierten am anderen Ende der Fussgängerzone, einige hunderte Temeswarer ein neues Protest-Meetingzur Unterstützung des Banater Metropoliten auf den Treppen der Kathedrale. Sie fasten sich an den Händen und beteten das Vaterunser. (Renasterea Banateana)
Das Verfassungsgericht hat nach Analyse des von Staatspräsident Traian Basescuvorgelegten Verfassungs-Änderungsentwurfs, festgestellt, dass einige Punkte verfassungswidrig sind. So zum Beispiel der Wegfall der Vermutung des rechtmäßigen Besitz-Erwerbs, die Einschränkung der Immunität der Parlamentarier und die Zusammensetzung des Obersten Magistraturrates. Im ersten Fall würde die in der Verfassung verankerte Unschuldsvermutung praktisch inhaltslos werden. Dass zum Obersten Magistraturrat künftig sechs statt wie bisher zwei Vertreter der Zivilgesellschaft gehören sollen und dass der Vorsitzende auch aus deren Reihe ernannt werden kann, würde laut dem Verband der Magistraten in Rumänien (AMR) die Unabhängigkeit der Justiz beeinträchtigen. (Renasterea Banateana)
Die Bauernpartei (PNTCD) hat am Samstag in einem außerordentlichen Parteitag Victor Ciorbea,den ehemaligen Premierminister zum neuen Parteivorsitzenden gewählt.Ciorbea forderte die anwesenden Delegierten zu einer Versöhnung der zerstrittener Parteiflügel auf, um gemeinsam auf ein politisches Comeback und die Rückkehr der konstitutionellen Monarchie hinzuarbeiten. (ziare.com) Im Gegenzug hat der von Rodica Vlad angeführte Pavelescu-Flügel der PNTCD einen Parteikongress für den 9. Juli anberaumt. Auch der Kandidat dieses Flügels ist ein ehemaliger Premierminister – Radu Vasile.(Renasterea Banateana)
Vergangene Nacht verstarb Adrian Kipper,der aufgehende Stern am Temeswarer Nationaltheater, im Altern von 25 Jahren in einem von einem unachtsamen Autofahrer verursachten Verkehrsunfall. (Renasterea Banateana)
Temeswar wird eine Touristenstadt, wenn sie voll von japanischen Reisegruppen sein wird – sagt der HistorikerIoan Hategan, der 1.500 Stadtführungen durch Temeswar angeführt und der zig Großstädte in der Welt bereist hat. Seiner Meinung nach, hat Temeswar alles was es als Europäische Kulturhauptstadt benötigt, ein beachtliches Kulturerbe, Tradition, eine kulturelle und sportliche Realität, einen Reiseleiter-Stamm und auch Unterbringungsmöglichkeiten ... was fehlt ist der Verstand. Auch Ioan Gabroni,Leiter der Banater Philharmonie,meint Eile sei geboten, zumal eine leichte Banat-feindliche Briese im Land wehe (Klausenburg/Cluj Napoca hat gerade eine Menge Geld für die Modernisierung der Säle bekommen – dafür soll Temeswar gerade welche verlieren). Seit heute hat die Stadt ein Konsortium, das auf das Ziel Temeswar – Europäische Kulturhaupstadthinzu arbeitet. Ein schweres Unterfangen, wenn man den Zustand der Infrastruktur und die dem Verfall überlassenen historischen Gebäude bedenkt. Europäische Kulturhauptstadt zu sein, bedeutet vier bis fünf Veranstaltungen am Tag und das 365 Tage in Folge. Allein schon dafür reicht die Zahl der Angestellten des Bürgermeisteramtes nicht aus. Alle Kulturstiftungen und Clubs, alle Bürger können mithelfen und klare Planvorschläge vorlegen. Diese Vorschläge müssen gesammelt werden – dafür ist das Konsortium der richtige Rahmen. (opiniatimisoarei.ro)
Ein 39-Jähriger aus dem Kreis Karasch Severin, verstarb im Continental-Reifenwerk, noch vor dem Eintreffen des Notdienstes, nachdem die Presse, die er reparieren wollte, auf ihn stürzte. Das Temescher Arbeitsinspektorat ermittelt, wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte. (Renasterea Banateana)
Im von Global France aufgestellten (theoretischen) Wohlstands-Ranking steht Rumänien mit einem BIP von 12.131 US-Dollar in 2010 (2009 waren es 11.097 und 2008 12.638 US-Dollar) auf Platz 68 von 182 Staaten. Quatar mit 90.149 US-Dollar steht auf Platz eins, gefolgt von Luxemburg (79.411 US-Dollar) und Norwegen (52.964 US-Dollar). Die USA mit 47.702 US-Dollar auf Platz 6, die Schweiz mit 43.903 US-Dollar auf Platz 8. Großbritannien, Deutschland und Frankreich stehen auf den Plätzen 20, 21 und 22, Japan auf Platz 25, gefolgt von Spanien (!). Am Ende der Liste stehen Burundi mit einem BIP von 410 , Zimbabwe mit 365 und Kongo mit 342 US-Dollar. (capitalul.ro)
Geht es um das Vertrauen, das die Bevölkerung ihnen entgegen bringt, stehen die Politiker, laut einer von der GfK durchgeführten Marktforschung, in allen 19 Staaten am Ende der Liste. Dabei misstrauen ihnen die Rumänen und Tschechen am meisten. Während im Durchschnitt 17 % (in Schweden sind es 39 %) der Befragten an die Politiker in ihrem Land glauben, sind es in Rumänien gerade mal 8 %. Dafür vertrauen 93 % der Rumänen der Feuerwehr und 88 % der Armee, gefolgt von den Lehrern und Postboten auf Platz drei. Dreiviertel der Befragten in Rumänien haben kein Vertrauen zu den Bankangestellten und auch nur die Hälfte zu den Polizisten. Im Übrigen haben die Geistlichen in Rumänien die größte Vertrauenswürdigkeit unter den Teilnehmerstaaten. (oradetimis.ro)
Im Studio-Kino (Nikolaus-Lenau-Straße 2) in Temeswar läuft bis zum 23. Juni die Verfilmung von Reginald Schlattners Roman Rote Handschuhe, in Regie von Radu Gabrea. Für die Rolle des Felixwurde der Temeswarer Alex Mihaiescu bei dem Festival Saturno 2010 in Italien mit dem Preis Bester Schauspielerausgezeichnet. Ioana Iacob vom Deutschen Staatstheater in Temeswar spielte im Film ebenfalls mit. (Renasterea Banateana)
Der Temeswarer Geschäftsmann Adrian Zaharia kam für 29 Tage in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Eigenschaft als Verwalter der S & L TRADING S.R.L., in der Zeitspanne März 2010 – Februar 2011, Getreide im Wert von über 7,2 Millionen Lei mit fiktiven Rechnungen geliefert und somit mehr als 2 Millionen Lei an Steuern hinterzogen zu haben. (Renasterea Banateana)
Der 33-jährigen Lavinia Rausch, die seit einem Autounfall in 2003 wegen eines Rückgratbruchs für immer an den Rollstuhl gefesselt ist, wurde am Wochenende der Eintritt in den Club Heaven verweigert, weil sie Unbehagen in den Reihen der Lokalgäste hervorrufen könnte! Der Türsteher meinte, die Freundin und der deutsche Ehemann von Lavinia, könnten den Club betreten. Darauf angesprochen erklärte die Saal-Chefin, der Club sei keine öffentliche oder staatliche Institution und somit nicht verpflichtet „mit solchen Personen zu arbeiten“... (tion.ro)
Zehn Tage nach dem eine Temeswarerin versehentlich den Platiskbeutel mit 10.000 Euro in die Mülltonne warf (und mit dem Müllbeutel zur Bank fuhr), wurde der 51-jährige Obdachlose aus Sighetu Marmatiei, der das Geld gefunden hat, in einer Bar festgenommen. Er hatte noch 3.600 Euro und 3.700 Lei bei sich – den Rest hatte er, nach eigenen Angaben „für Glücksspiele und Essen“ ausgegeben. (adevarul.ro)
Nach einer Verfolgungsjagd mit 150 Stundenkilomterer und das Rotlicht der Ampel ignorierend sowie mit Hilfe zweier zusätzlich angeforderten Einsatzwagen, nahm die Temeswarer Polizei einen Taxi-Fahrer auf der Lugoscher Straße fest. Als sie infolge seines verwirrten Blicks, den Wagen durchsuchten, fanden sie sechs Tütchen mit einer weißen Substanz. Der 22-Jährige gab zu, dass es sich um Drogen handele und sagte aus, sie seien für seinen eigenen Gebrauch. (Renasterea Banateana)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,2291 Lei/Euro bzw. 2,9734 Lei/US-Dollar.