Pressespiegel vom 1. - 4. November 2011
4. November 2011
Staatspräsident Traian Basescu wird heute 60. Der Absolvent des Marine-Instituts Mircea cel Batran in Konstantza war zwischen 1981 und 1987 Schiffskapitän bei der rumänischen Handelsflotte. Ab 1990 war er Unterstaatssekretär im Verkehrsministerium und anschließend in mehreren Mandaten Verkehrsminister und wurde zu einem führenden Politiker der Demokratisch(-liberalen) Partei. Nachdem er 2000 – 2004 Oberbürgermeister von Bukarest war, wurde er 2004 zum Staatschef und 2009 für eine neue Amtszeit von fünf Jahren wiedergewählt. (zoro.ro)
Fünf Firmen – zwei rumänische(Selina Oradea und Sopmet-Metabet Bukarest) sowie die österreichischen Bilfinger Berger Baugesellschaft bzw. Alpine Bau und die italienische Tuzi Constructioni Generali – haben ihre Angebote für den Bau von fünf Brücken (Dobra, Lapusnioc, Lapugiu de Jos, Banita und Baiesti) im Banat abgegeben. Die Firma die den Zuschlag der Arbeiten im Wert von 26 Millionen Lei bekommen wird, muss sie in 24 Monaten beenden und eine Garantie von einem Jahr gewähren. 70 % des Geldes kommt von der EU, für den Rest muss der rumänische Staat aufkommen. (renasterea.ro)
Die deutsche Automobilzulieferer-Firma Dräxlmaier plant 2012 – 2013 in Sathmar/Satu Mare eine neue Fabrik zu errichten. 30 Millionen Euro will sie dafür investieren und 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Die deutsche Unternehmensgruppe, die vor 18 Jahren in den rumänischen Markt eingestiegen ist, beschäftigt landesweit insgesamt 12.000 Mitarbeiter in ihren Produktionsstätten in Sathmar, Pitesti, Temeswar und Hunedoara. (punkto.ro)
Wer Kinder im Schulalter hat, ist gut beraten sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn er bei ihnen Husten, erhöhte Temperatur und eine Triefnase bemerkt, denn dies sind die ersten Symptome von Masern. Zurzeit liegen im Victor Babes-Krankenhaus für ansteckende Krankheiten in Temeswar zehn Kleinkindern mit dieser extrem ansteckenden Krankheit und das obwohl dort nur die schweren Fälle bzw. jene, bei denen die Eltern keine strikte Isolation sichern können, behandelt werden. (Renasterea Banateana)
Zwischen dem 4. und 6. November findet im Iulius-Mall-Einkaufszentrum in Temeswar die Expo Bio 2011 statt, bei der Produzenten und Händler von Bio-, Natur- und organischen Produkten ohne Zusätze, aus Rumänien und Ungarn teilnehmen. Ausgestellt werden Produkte aus den Bereichen Lebensmittel, Kosmetika, Imkerei, Waschmittel, Haushalt, alternative Energien und Naturmedizin.(ziuadevest.ro)
Nachdem Dr. Olimpia Oprea,die Vorsitzende der Materna-Gewerkschaft der Odobescu-Entbindungsklinik in Temeswar in Hungerstreik getreten war, um ihre Solidarität mit den Assistenzärzten, denen es untersagt war während ihres Bereitschaftsdienstes in der Krankenhauskantine zu essen, wurde das Verbot wieder rückgängig gemacht. (ziuadevest.ro)
Die Verhandlungen der Gewerkschaftsvertreter mit der Nokia-Leitung endeten unerwartet erfolgreich für die Mitarbeiter der Fabrik in Jucu/Kreis Klausenburg/Cluj Napoca, die zum Jahresende geschlossen werden soll: Abfindung von drei Monatslöhnen plus je einen Lohn für jedes im Unternehmen gearbeitete Jahr. (realitatea.net)
Laut einer Studie der Soros-Stiftung behaupten zwar 94 % der Rumänen an Gott zu glauben, glauben aber gleichzeitig auch Flüche und Verwünschungen (60%), Wahr-, Hellseher und Heiler (47%) , Astrologie und Horoskope (25 %) und Außerirdische (23 %), Phänomene und Riten, die nichts mit dem Christentum zu tun haben. Aber sie glauben auch an christliche Begriffe wie Seele (88 %), Sünde (87 %), Paradies (79 %) und das Leben nach dem Tode (63 %). Auch wenn 53 % der befragten erklärten, sich zu Verneigen, wenn sie an einer Kirche vorbei gehen, 68 % dass sie ihre Häuser weihen lassen und 48 % dass sie an Feiertagen nicht arbeiten, suchen nur 15 % in einer Notlage Rat in der Kirche. Während 15 % der Befragten sich als „nicht besonders religiös“ bezeichneten, gaben nur 1 % an, überzeugte Atheisten zu sein. (agenda.ro)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,3585 Lei/Euro bzw. 3,1626 Lei/US-Dollar.
3. November 2011
Nach dem Treffen gestern der Vertreter des Internationalen Währungsfonds/IWF mit denen der Regierungskoalition wurde bekannt, dass der IWF mit dem Anheben der Löhne und Renten in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres einverstanden sei, wenn es die finanziellen Ressourcen hergeben. (Renasterea Banateana) Premierminister Emil Boc hatte gestern die Vertreter den IWF versichert, die Regierung bereite für das kommende Jahr ein Schlechtwetterbudget vor, um sicherzustellen, das Rumänien nicht in den Sturm geraten werde. Darauf antwortete der IWF-Delegationsleiter Jeffrey Franks, der internationale Kontext zeige Sturm an, aber Rumänien wäre, nicht zuletzt Dank der gemeinsam getroffenen Maßnahmen, besser gerüstet, als noch vor zweieinhalb Jahren.(mediafax.ro)
Im ganzen Banat gibt es nur zwei medizinische Einheiten der ersten Klasse – das Kreis-Notfall-Krankenhaus und das Institut für Herz- und Gefäßkrankheiten. Von der Klassifizierung der Einheiten hängt die Höhe der Finanzierung ab. Und eben diese Bewertung wurde gestern beim Treffen der Krankenhausmanager aus den Kreisen Temesch, Arad, Karasch Severin , Hunedoara und Mehedinti als viel zu streng empfunden – auch wäre sie eher dem Volumen als der Qualität nach, getroffen worden. Aber nicht nur eine chronische Unterfinanzierung breitet den Krankenhaus-Managern viel Kopfzerbrechen, sondern auch ein akuter Mangel an qualifiziertem Personal (siehe dazu Pressespiegel vom 2. November 2011). Zurzeit gibt es im Kreis 20 staatliche und private medizinische Einheiten, die mit der Krankenkasse unter Vertrag stehen, aber nur jene die Labor- bzw. bildgebende Analysen anbieten haben das ISO 9001-Zertifikat (Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem, denen eine Organisation zu genügen hat, um Produkte und Dienstleistungen bereitstellen zu können, welche die Kundenerwartungen sowie allfällige behördliche Anforderungen erfüllen – wikipedia.org). Dieses Zertifikat hat das Gesundheitsministerum in Anbetracht der steigenden grenzüberschreitenden Wettbewerbsfähigkeit und der Vorgabe „Das Geld folgt dem Patienten“ in den Akkreditierungsprozess mit einbezogen, findet aber in den Reihen der Krankenhausmanager wenig Zuspruch, denn die Implementierung kostet mehrere Tausend Euro - Geld, das die Einheiten in Eigenregie auftreiben müssen. (Renasterea Banateana)
Aurel Matei, der Direktor der Temeswarer Fernheizungsgesellschaft/Colterm hat seine Kündigung aus persönlichen Gründen eingereicht, aber Gerüchten zufolge ist sie auf die Tatsache zurückzuführen, dass sich in letzter Zeit immer mehr Verbraucher vom Netz abkoppeln ließen und der Staat die Heizungssubventionen gestrichen hat, was die Gesellschaft in Bedrängnis bringt. (tion.ro)
Heute Abend, ab 19:00 Uhr wird im deutschen Kulturzentrum in Temeswar, Liviu Gabor-Straße 1 der Dokumentarstreifen Herr Zwilling und Frau Zuckermann präsentiert. Regisseur Volker Koepp begleitet zwei der letzten Überlebenden des Holocaust in Tschernowitz, die bis heute in der Stadt geblieben sind - Rosa Roth-Zuckermann und Matthias Zwilling, durch das heutige Tschernowitz, in dem nur noch die jüdische Schule, die Synagoge, das zerstörte jüdische Krankenhaus und ein riesiger jüdischer Friedhof an die Zeit erinnert, als die Juden dort noch die Mehrheit der Bevölkerung ausmachten. Die beiden sind Zeugen der jüdisch-deutschen Kultur, die die Bukowina vor dem Zweiten Weltkrieg prägte und die bedeutende Dichter wie Rose Ausländer und Paul Celan hervorbrachte. Die Filmvorführung findet im Rahmen der dem Leben und Werk von Rose Ausländer gewidmeten Ausstellung Mutterland Wort statt, die noch bis zum 6. November im Temeswarer Kunstmuseum besucht werden kann. (Renasterea Banateana)
Programm der Banater Philharmonie in Temeswar: Heute Abend, um 19:00 Uhr interpretiert die ungarische Violinistin Illenyi Katicza, von den Banater Philharmonikern begleitet 17 musikalischen Kleinode - darunter Spanischer Tanzvon De Falla,einen berühmten Tango von Gardel, Phantasien aus Porgy und Bess von Gerschwin,zwei ABBA- Arrangements, Libertangovon Piazollaund den berühmten Csardasvon Monti.
Morgen, ebenfalls um 19:00 Uhr: Filmmusik-Konzert.Initiator des Konzerts und Dirigent ist Aurel Manciu aus Deutschland, der seine ehemaligen Kollegen nicht vergessen hat und diese und die Temeswarer bereits mehrmals durch professionelle und karitative Aktionen unterstützte. Im Programm interpretieren die Bläser die Banater Philharmonie unter anderen Stücke aus der Musik zu Batman, Robin Hood, James Bond, Der mit den Wölfen tanzt undDie Piraten der Karibik. (filharmonicabanatul.ro)
Am Freitag, den 4. November, um 17:00 Uhr in der Mansarda-Galerie im Dachgeschoss der Temeswar Kunsthochschule: Vernissage der Ausstellung InterFoto Timisoara 2011. Die Ausstellung ist die Fortsetzung der im vergangenen Jahr initiierten Zusammenarbeit zwischen der Fakultät für Kunst und Design Temeswar und der deutschen Stadt Pirmasens (damals: Top Foto Pirmasens & Gäste mit Werken berühmter Fotografen aus Rumänien und Deutschland – darunter Mitglieder des Onlineportals der Zeitschrift Stern). Sie zeigt einen Teil der im Juni bei den Pirmasenser Fototage ausgestellten und von dem künstlerischen Leiter der dortigen Veranstaltung, Harald Kroecher ausgesuchte Bilder. Koecher wird sich zwischen dem 25. und 27. November in Temeswar aufhalten und eine Konferenz abhalten sowie einen Workshop und ein Foto-Shooting mit Modells aus Deutschland und Rumänien leiten. (Renasterea Banateana)
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und der Schweiz, gastiert das Biel-Solothurn-Theater aus der Schweiz am 13. und 14. November, jeweils ab 19:30 Uhr auf der Bühne des Deutsche Staatstheaters in Temeswar mit Das Land, das ich dir zeige nach einem Roman von Peter Lotar, in Regie vonKatharina Rupp. Die Vorstellung am 13. November findet im Beisein des Schweizer Botschafters in Bukarest, Jean-Hubert Lebet statt. Die Vorstellungen werden simultan ins Rumänische übersetzt. (Quelle: DSTT)
Im ornithologischen Reservat in den Sümpfen von Knes/Satchinez, etwa 25 km von Temeswar entfernt, leben etwa 40 % der in Rumänien anzutreffenden Spezies, weswegen das Gebiet auch Banater Delta genannt wird. Das eigentliche Naturreservat erstreckt sich über 75 Hektar, aber laut dem Beschluss des Temescher Kreisrates aus 2002 wurde die Pufferzone auf 1.120 Hektar vergrößert. Die Vögel können zwischen dem 15. April und 15 September gesichtet werden, aber manchmal, wenn der Winter milder ist, bleiben vereinzelte Zugvögel einfach hier. Neben den Vögel, die von Rechts wegen die „Herren des Gebiets“ sind, kann man in der reichen Vegetation auch schon mal Füchse, Hasen, Rehe und Wildschweine antreffen. Die offenen Wasserlöcher werden von Schilf umrahmt, Trauerweiden und Wildblumen ergänzen die traumhafte Landschaft. (Renasterea Banateana)
Nach dem der Schriftsteller Laurian Stanchescu im vergangenen Jahr eine Unterschriftensammlung für die Rückführung der Gebeine des rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi und deren Beerdigung im Heimatort Hobita/Kreis Gorj und in diesem Jahr zu diesem Zweck die von Brancusi 1903 – 1904 von Craiova nach Paris zu Fuß zurückgelegte Strecke gehen wollte, setzen sich jetzt 31 Parlamentarier in einem Offenen Brief an das Französische Parlament ebenfalls dafür ein, dass der letzte Wille des verstorbenen erfüllt werden kann. (agenda.ro)
Rumänien plant einen weiteren Grenzübergang beim Eisernen Tor 2 an der Donau. Stimmen die serbischen Behörden dem Vorschlag zu, könnte er noch bis zum Jahresende eröffnet werden. (punkto.ro)
Zwar hatten die für die Volkszählung Verantwortlichen erklärt, diese sei zu 100% beendet, aber die Bewohner des einzigen Wohnblocks der Ioan Roata-Straße in Temeswar (zwei Stiegen mit je 14 Wohnungen) hatten vergebens auf die Interviewer gewartet. Mehr noch, als sie am Montag, dem letzten Tag im Bürgermeisteramt anriefen, wurde ihnen mitgeteilt, die Volkszählung sei bereits beendet. Auch wenn ihnen versichert wurde, dass ihnen deswegen keine Strafe droht, fühlen sich diese Bürger zu Recht, veräppelt. (Renasterea Banateana)
Zum zweiten mal innerhalb von fünf Jahren wurde der Grieche Ioannis Papalekas Hauptaktionär einer Mall in Bukarest. 2005 hatte er sie um 46 Millionen Euro gekauft, um sie ein Jahr später für 100 Millionen Euro zu verkaufen – vor Kurzem kaufte er sie von dem völlig verschuldeten Inhaber um 17 Millionen Euro wieder zurück. (zoro.ro)
Mark Zuckerberg, der Vater des Facebook hat zwar über neun Millionen Abonnenten aber nur 33 „Freunde“. Darunter der aus Arad stammende Florin Ratiu, der in Kalifornien lebt.Ratiu hat das Moise Nicoara Kolleg in Arad sowie Computerwissenschaften und zwei Masterstudien an der Stanford-Universität in Palo Alto/Kalifornien absolviert. Drei Monate lang hat er für Microsoft unddrei Monate für Googlegearbeitet - seit Februar 2008 arbeitet er für Facebook. (adevarul.ro)
Auf den ersten beiden Plätzen im Top der reichsten Roma in Rumänien stehen die Temeswarer Paare Ionelas Carpaciund Mirela Stanca (geschätzte 13 Millionen Euro in Häuser, Boden und Gold) bzw. Lucia Seifert und Petru Jurj (11 Millionen Euro).Sechs Monate lang haben die Journalisten an der Aufstellung gearbeitet, im Handelsregister geblättert, mehrere zig Personen interviewt und sich nach den an kirchlichen Feiertagen zur Schau gestellten Reichtümern gerichtet. (adevarul.ro)
Der Lidl-Reklamespot in dem Rumänien durch eine Schafherde und eine mici-essende Roma-Gruppe dargestellt wird, hat einige Zuschauer verärgert. Sie haben sich über den Sport bei der Werbeaufsicht beschwert. Die hat keinen ethischen Verstoß der Reklame festgestellt, aber da ihre Meinung nur konsultativ ist, soll der Fall heute im Nationalen Rat der elektronischen Medien/CNA besprochen werden. (adevarul.ro)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,3460 Lei/Euro bzw. 3,1542 Lei/US-Dollar.
2. November 2011
In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben nahezu 2.000 Ärzte Rumänien verlassen, um in anderen EU-Ländern zu arbeiten und besser zu verdienen. Laut Vasile Astarastoae, dem Vorsitzenden der Rumänischen Ärztekammer, arbeiten zurzeit allein in Frankreich über 6.000 rumänische Ärzte. Im Land sind nur mehr 1,9 Ärzte (wenn man die Zahnärzte dazu zählt 2,2) pro 1.000 Einwohner – der europäische Durchschnitt liegt bei 3,7 Ärzte pro 1.000 Einwohner. In Rumänien werden lediglich 3 % des BIP dem Gesundheitswesen zugeteilt – andernorts sind es 5 % und sogar 6 %. Dies und die kleine Löhne sind der Hauptgrund des wahren Exodus des medizinischen Personals. (Renasterea Banateana)
Das Interview das Hannelore Baier mit Dr. Heinz Günther Hüsch, der zwischen 1976 und 1989 als deutsche Verhandlungsführer in der „großen humanitären Aktion“ fungierte, „nicht um Personen zu kaufen (...) sondern um solchen, die in Unfreiheit lebten, die Freiheit zu ermöglichen, angesichts der damaligen Bedingungen im Ostblocks und besonders in Rumänien“, Anfang Oktober in Neuss, führte, kann unter:
http://www.adz.ro/artikel/artikel/es-war-der-kauf-von-freiheit/
http://www.adz.ro/artikel/artikel/es-war-der-kauf-von-freiheit-ii/
http://www.adz.ro/artikel/artikel/es-war-der-kauf-von-freiheit-iii/
abgerufen werden. (ADZ)
Nachdem die Senatoren Teodor Melescanu und Dan Voiculescu den Senat auf eine Arbeit Professor Radu Golbans aufmerksam gemacht hatten, beschloss dieser am Montag, die Gründung eines Spezial-Ausschusses, der sich mit den historischen Schulden Deutschlands beschäftigen solle. Der Wirtschaftswissenschaftler behauptet, die von ihm entdeckte Schuld wäre auf einen 1935 unterzeichnete Vereinbarung zwischen der Rumänischen Nationalbank und der Clearing-Stelle der Reichsbank für den Austausch von Gütern zurückzuführen. Zwar hat Rumänien nach dem Krieg eine Verzichtserklärung für die Rückzahlung sämtlicher Schulden unterzeichnet – dies gelte aber lediglich für die während des Krieges, also nach dem 1. September 1939 angenommenen Schulden. Der aktive Sold 1944 von einer Milliarde Reichsmark, entspreche heute laut Berechnungen der Schweizer Bergier-Kommission 18,8 Milliarden Euro. (barsovultau.ro) Auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke(Die Linken) im vergangenen Jahr hat das Bundesministerium auf die Verzichtserklärung Rumäniens hingewiesen, aber die Linke-Fraktion im deutschen Bundestag teilte GolbansMeinung und stellte eine entsprechende kleine Anfrage. Golbanist Korrespondent von n-ost, ein Netzwerk aus über 50 Journalisten in ganz Osteuropa, die regelmäßig für deutschsprachige Medien aus erster Hand zu allen Themenbereichen berichten. (euradischesmagazin.de)
Das Temescher regionale Statistikamt hat gemeldet, dass die Volkszählung im Kreis zu 100 % beendet ist. 267.563 Wohnungen und 654.773 Personen wurden gezählt. Zu Letzteren gehören auch die zeitweilig bzw. für längere Zeit verreisten Personen. In Temeswar wurden 301.761 Personen gezählt, in Lugosch 37.709. Bei der Volkszählung in 2002 waren es 677.926 im Kreis und 317.660 in Temeswar bzw. 44.570 in Lugosch. (Renasterea Banateana)
Kauft kein billiges Schweinefleisch in den Supermärkten sondern lieber von den lokalen Züchtern – ist die Botschaft des in Temescher Ortschaften vor drei Monaten gedrehten Dokumentarfilms Pig Buisiness. Der Film zeigt unter welchen Bedingungen der amerikanische Schweinefleisch-Hersteller Smithfield Food of America (jährliches Einkommen: 12 Milliarden US-Dollar, 52.000 Mitarbeiter), der bei uns bekannt wurde, nachdem er 33 Comtim-Farmen übernommen hat, seine Schweine hier in Metall- und Betonboxen pfercht, die Gülle direkt auf den umliegenden Felder entsorgt (was bei den Dorfbewohnern in Maschlok, Utwin und Birda Allergien und Atembeschwerden verursacht) und oft tote Schweine direkt auf die Feldern oder ins Wasser wirft.(debanat.ro)
Die vom Temescher Generalschulinspektorat durchgeführten Kontrollen in den Schulen, deckten Erschreckendes auf: Nur einer von zehn Schülern der technischen Schulen bzw. der Abendschule oder des Unterrichts mit verminderter Präsenz wohnten den Kursen bei. Die Kontrollen werden weiter gehen und es ist nicht ausgeschlossen, dass solche Klassen aufgelöst werden. Aber nicht nur Schüler wurden beim schwänzen erwischt - zwei bis drei Lehrkäfte fehlten in mehreren Temeswarer Kollegs - im Energetischen Lyzeum fehlten gleich 12 Lehrkräfte unentschuldigt...(debanat.ro)
Große Aufregung im Cora-Viertel am Stadtrand. Ein teil der Bewohner sind gegen den Bau einer Brücke, die ihr Gebiet mit den Häusern Richtung Dumbrawitza verbinden soll, weil sie fürchten der rege Verkehr würde ihre Häuser beeinträchtigen. Als die Bauarbeiter heute Morgen ihre Arbeit antraten, kletterten einige Anwohner auf einen Traktor und blockierten sie. Die Polizei musste anrücken um dem Geschrei und Steine-Werfen ein Ende zu setzen. Die in Frage kommende Brücke ist nur einige Meter lang. (tion.ro)
Die Bewohner des Wohnblocks in der Brailoiu-Straße in Temeswar, der Anfang 2010 explodierte, werden aller Wahrscheinlichkeit auch dieses Weihnachten nicht zu Hause feiern können. Abgabetermin ist der 31. Dezember, aber selbst wenn die Arbeiter die Fassaden beenden, bevor es friert, haben sie ein weiteres Problem zu bewältigen – das Untergeschoss ist von Abwasser überflutet. Die bereits vor der Explosion defekte Kanalisation muss komplett erneuert werden und das ganze Untergeschoss desinfiziert. (ziuadevest.ro)
Wie dreist kann man sein? Der Zuschauer, der am Sonntag während des Spiels Petrolul Ploiesti – Steaua Bukarest, aufs Fussballfeld gestürmt war und einen der Steaua-Spieler von hinten mit der Faust auf den Kopf schlug und dieser mit einem Jochbeinbruch auf dem rasen zusammensackte, hat Strafanzeige gestellt gegen die beiden anderen Spieler, die ihn anschließend verprügelten. (Die beiden Spielern wurden sofort vom Platz verwiesen – darauf wurde der Reservetorhüter von Steaua von einem Feuerwehrskörper getroffen und lang mehrere Minuten auf dem Rasen, wonach das Spiel vorzeitig abgebrochen wurde). (evz.ro)
Ab dem 1. Januar 2012 werden Anrufe in alle Handy-Netze maximal 4,05 Eurocents pro Minute kosten, in allen Festnetzen 0,82 Eurocents. Ab dem 1. September 2012 sollen die Gebühren in den Mobilfunk-Netzen auf 3,07 Eurocent die Minute fallen, bzw. ab dem 1. Juli im Festnetz auf 0,67 Eurocent pro Minute. Da die einzelnen Mobiltelefonnetz-Anbieter zurzeit verschiedene Tarife betreiben, heißt dass in der ersten Etappe eine Reduzierung zwischen 19 und 30 %, bzw. 24 % in der zweiten Etappe. (agenda.ro)
Lugosch wird in diesem Winter einen 600 qm großen Kunsteisplatz haben. Er soll vom 10. Dezember bis zum 1. März geöffnet sein. Zur Wahl stehen zwei Location – beim ehemaligen Concordia-Restaurant bzw. vor dem Sportsaal. Kopfzerbrechen bereitet den Stadtväter die Sicherung der für das Betreiben des Kunsteislaufplatzes nötigen Stromreserve von 120 – 150 KW. (tion.ro)
Die Fortsetzung des US-amerikanischen Horrorfilms Wolfman der Universal Studios aus dem Jahre 2010, mit Anthony Hopkins, Benicio del Toro und Emily Blunt in den Hauptrollen, wird in Rumänien mit Steven Bauer, Ed Quinn und Nia Peeples gedreht. (Renasterea banateana)
Wenn man in Rumänien kein VIP ist und nicht über Unmengen Schotter verfügt, muss man ins Gefängnis, auch wenn man eindeutig in Notwehr gehandelt hat. Offiziell gibt es im Kreis Temesch keinen einzigen Fall von Notwehr. Tatsächlich sitzen mehrere Bürger im Gefängnis, weil sie Frau und Kinder bzw. das eigenen Leben verteidigt haben. So der Fall des 43-jährigen Costica Andronache, der überdrüssig über den Krawall den seine Roma-Nachbarn ständig machten, im August 2007 die Polizei alarmierte. Dieser gelang es nicht, Ruhe zu schaffen, aber verärgert, dass der Nachbar die Polizei gerufen hat, eilten die Gebrüder Molnar in dessen Hof, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Sie rissen das Tor aus den Fugen und wollten dessen Kinder (alle unter zehn Jahre alt) verprügeln. Andronache wehrte den Angriff mit dem Messer, das er gerade in der Hand hielt ab ... der Angreifer starb kurze Zeit später in einem Nachbarhof. Andronache wurde zu einer Gefängnisstrafe von 18 Jahren verurteilt. Nicht mal Provokation wurde als mildernder Umstand zugelassen, obwohl die Roma-Familie der Polizei als Unruhestifter im Ort bekannt war und erst kurz vor dem Vorfall, die Überwachung dieser aufgehoben worden war. Über zwei Jahre lang wohnte die Frau mit den Kindern bei Bekannten und kehrte erst in den Ort zurück, als ihr Polizeischutz versprochen wurde. Alle Revisionsanträge des Verurteilten waren als unbegründet abgewiesen worden. (debanat.ro)
In Stamora Morawitza wurden im Schnellzug Bukarest – Belgrad nahezu 4.600 Packungen geschmuggelten Zigaretten gefunden und beschlagnahmt. Sie waren in den Waggons, im Lüftungsschacht und den Wasserbasins der Toiletten versteckt und allen Anschein nach, im Zug im Stich gelassen worden. (realitatea.net)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,3435 Lei/Euro bzw. 3,1712 Lei/US-Dollar.
1. November 2011
In einer Festsitzung gestern wurde in Temeswar 83 Jahre seit der ersten Radiosendung in Rumänien (1. November 1928) gefeiert. Auch wenn es sich nicht um einen runden Geburtstag handelt, der Leitungsrat der Rumänischen Rundfunkgesellschaft hat sich in Temeswar getroffen, weil hier zwei bedeutende Entschlüsse gefasst wurden: Das Budget wurde umgeschichtet und dem Kauf von 51 % des Arena FM-Radiosenders aus der Republik Moldau zugestimmt. Dies sei ein historischer Moment, unterstrich Demeter Andras Vorsitzender des Leitungsrates und Generaldirektor der Gesellschaft, denn die Stimme des öffentlichen rumänischen Rundfunks wird in der Moldau, in der 85 % der Bevölkerung rumänisch spricht aber zum Großteil nur Zugang zu Medien in russischer Sprache hat, zu hören sein. Ebenfalls einstimmig wurde die Satzung des Rundfunk-Journalisten – ein Dokument der Selbstregelung der Aktivität, an dem zahlreichen Rundfunk-Journalisten mitgearbeitet haben, angenommen. Pünktlich zum Jubiläum lanciert Radio Temeswar heute offiziell Arad FM, eine von Timisoara FM verschiedene, informativ-musikalische Sendung 102,9 MHz. Ab nächstem Jahr soll ein Frühstücksradio für Arad zwischen 8:00 und 11:00 Uhr folgen. (Renasterea Banateana)
Bis Mitte Dezember soll die so genannte Negativliste der Arzneimittel und Analysen, für die der Staat künftig nicht mehr aufkommt, öffentlich gemacht werden. Gesundheitsminister Rittli Laidslau hat die Notwendigkeit dieser beider Generalversammlung der Ärztekammer gestern damit begründet, dass viele teure Medikamente für andere als die vorgesehenen Krankheiten verschrieben werden und die Fach-Ausschüsse dazu aufgefordert, sich mehr in die vom Ministerium lancierten Projekte das Grundpaket der Krankenversicherung sowie die Medikamentenpolitik betreffend, einzubringen.(Renasterea Banateana)
Gab's noch vor einigen Jahren nur im Spitzenverkehr kein Vorankommen, so müssen Autofahrer heute in Temeswar von Frühmorgens bis zum Dunkelwerden mit Stau rechnen. Außer das Einführen von mehr oder weniger sinnlosen Einbandverkehr, hat die Stadt nichts zum Verflüssigen des Verkehrs getan. Ideen, Studien und Pläne gibt es genug, ohne aber dass mit ihrer Verwirklichung wenigstens begonnen wurde. Im Allgemeinen ist das Temeswarer Straßennetz dicht genug und mit zufriedenstellend eingerichteten Kreuzungen. Eines der Hauptprobleme besteht aber in der Diskontinuität der Hauptarterien, die von der Eisenbahnlinie bzw. dem Bega-Kanal unterbrochen werden. Auch macht sich das Fehlen einer vierten Ringstraße bemerkbar, zumal die äußere Umgehungsstraße nur ein Viertel der Stadt abdeckt. Ein weiteres Problem stellt der akute Mangel an Parkmöglichkeiten, besonders im historischen Stadtzentrum sowie das Parken auf einem Teil der Fahrbahn, dar. Etwa 80.000 Fahrzeuge können zurzeit auf der öffentlichen Domäne und in öffentlichen und privaten Garagen geparkt werden – nötig wären 96.400 Parkplätze. Auch um die Fahrradpisten ist es nicht besser bestellt. Nur etwa 2.700 der insgesamt 23.670 m langen Pisten wurde als eigenständige Struktur eingerichtet, der Rest lediglich durch Markierungen auf dem Bürgersteig (50 – 60 %) bzw. der Fahrbahn, ohne miteinander verbunden zu sein. Der öffentliche Verkehr ist überlastet: 16.200 Personen nutzen pro Tag und Fahrtrichtung die 32 Linien der 87 Straßenbahnen (mit 62 Anhänger), 50 Trolleybusse und 85 Autobusse des öffentlichen Verkehrs. Insgesamt sind es im Durchschnitt pro Tag 140.600 Fahrgäste.(Renasterea Banteana)
Umweltminister Borbely Laszlo hat im Rahmen einer vom Institut für öffentliche Politik (IPP) organisierten Debatte, bekannt gegeben, dass die EU eine Umweltsteuer für private Heizzentralen einführen will. Dies werde zur Folge haben, dass diese Art der Heizung für die Wohnungseigentümer an Attraktivität verlieren wird. Auf die Frage, was im Falle der Wohnhäuser passieren wird, wo sich der Großteil der Eigentümer bereits vom Fernheizungssystem abgekoppelt haben, antwortete der Minister, die Lösung liege in den gemeinschaftlichen Block-Zentralen mit traditionellen oder regenerierbaren Energien. (Renasterea Banateana)
Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,3243 Lei/Euro bzw. 3,0889 Lei/US-Dollar.