Presseauswertung 25. - 31. Januar 2010

27. Januar 2010

Plädoyer für den Unterricht in deutscher Sprache im Banat. Die einer Planierwalze gleiche Dringlichkeitsverordnung der Regierung die Reduzierung der Arbeitsstellen betreffend, die sich die Temescher Verantwortlichen übertrieben beflissen angeeignet haben, hat das sensible Thema Unterricht in den Sprachen der nationalen Minderheiten im Banat erreicht. Auf der Liste des Temescher Schulinspektorats stehen mehrere Ortschaften, in denen die Schüler, die in einer Minderheitensprache unterrichtet werden, etwas dünn gesät sind. Die Deutschen waren die Ersten, die gekommen sind und ihre Position so klar und unnachgiebig äußerten, dass die eben gerade erst verkündeten Beschlüsse der Generalschulinspekteurin Mariana Eftimie eine Wendung um 180 Grad erfuhren. Die Lehrer und Schulleiter, die für die Beibehaltung des Unterrichts in deutscher Sprache plädierten, wurden vom deutschen Konsul in Temeswar, SE Klaus Brennecke, dem Minderheitenabgeordneten Prof. Ovidiu Gant, dem Vorsitzenden des Banater Forums der Rumäniendeutschen Karl Singer sowie von Dr.Rolf Willaredt, Vertreter der Zentralstelle für Auslandsschulwesen Köln, begleitet. Obwohl die Leitung des Schulinspektorats die geltenden Verordnungen vorschob, mussten sie vor der Verfassung, in der die Rechte der nationalen Minderheiten deutlich festgehalten sind, kapitulieren. Gant, der nicht nur die Interessen der Deutschen im Banat, sondern auch die derer in Siebenbürgen und Bukarest vertritt, sagte er habe den Eindruck, im Kreis Temesch hätte man übereifrig reagiert – dabei könne man hier nicht rein buchhalterisch vorgehen, denn es gehe um Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Das Ergebnis der Gespräche: Simultanunterricht in Parjamosch und Hatzfeld/Jimbolia ( die Option der Eltern, entgegen die Meinung von Gant), im Brediceanu-Lyzeum in Lugosch bleibt alles bleibe beim Alten – mit Ausnahme der IX. Klasse sowie der Schule in Großsanktinikolaus, in der die Hälfte der Schüler deutsch, die andere Hälfte rumänisch unterrichtet werden soll. In Schag und Bakowa wechseln die Schüler zwar in die rumänische Abteilung über, sollen aber zusätzlich drei Stunden in der Woche im Fach Deutsch als Muttersprache unterrichte werden. (Renasterea Banateana)

Bukarest dreht den Hahn zuin Temeswar kühlen die Heizkörper ab. Wegen des Notstandes infolge der extrem niedrigen Außentemperaturen, wurde die Gaslieferung für Temeswar um 35 %, von 23.000 Nmc/h auf 15.000 NmC/h, d. h. unter der Mindestgrenze von 18.000 Nmc/h, gesenkt. In manchen Haushalten wurde der Gaszufuhr komplett eingestellt bzw. brennt die Gasflamme kaum noch und in den Wohnungen sinkt die Temperatur um etwa 3 ° C. Vizebürgermeister Sorin Grindeanu, wirft dem Temescher Präfekten vor, bei der Videokonferenz der Präfekten, die besonders ernste Lage im Kreis Temesch nicht erwähnt zu haben. Darauf antwortet Bacala, er habe am Dienstag Vormittag den Bericht des Temeswarer Bürgermeisteramtes, die Lage betreffend, erhalten und sofort per Fax von Verwaltungsminister Blaga und Wirtschaftsminister Videeanu zusätzliche Gasquoten angefordert. Anderseits wären die Heizungsgesellschaften ausdrücklich aufgefordert worden, auf alternative Brennstoffe zu wechseln. Die Regierung hat 21 Energieproduzenten – darunter auch die Colterm - autorisiert, auf Kohlen und Heizöl aus den Staatsreserven zurückzugreifen. Um so erstaunter hat Bacala die Aussage der Fernheizungsgesellschaft zur Kenntnis genommen, laut der Colterm, das gelagerte Heizöl nicht verwenden kann, weil sie aus Geldmangel, versäumt hat, die Zufuhrrampen reinigen zu lassen. (Ziua de Vest)

Die Herstellung von Biodiesel im Kreis Temesch. Biodiesel wird in mehreren Ländern der Welt produziert und in manchen wird es bereits in einem bestimmten Prozentsatz dem Mineralöl an der Tankstelle beigemischt. Bis dies gemäß der EU Biokraftstoff-Richtlinie auch in Rumänien verpflichtend sein wird, muss hier erst Biodiesel hergestellt werden. Vertreter des bedeutendsten Tiroler Unternehmens für den öffentlichen Nahverkehr haben vergangener Tage den Kreis Temesch besucht und beschlossen in eine Anlage zur Herstellung von Biodiesel aus Raps zu investieren. Mit dem Anbau von Raps soll bereits in diesem Sommer auf einer 2.000 ha großen Fläche begonnen werden. Laut Marius Popovici, dem Investmentberater und Bevollmächtigten des Temescher Kreisratspräsiendeten, waren die Österreicher begeistert und auch ein Investor im Bereich Kabeltranport zeigte Interesse für das Touristikangebot in der Semenic-Gegend. (Ziua de Vest)

Unter dem Titel Temeswar und das neue Gesicht Rumäniensbrachte der britische The Guardian gestern, einen ausführlichen Artikel über die Stadt „in der die eine Wochen andauernden Proteste vor 20 Jahren zum Sturz des Diktators führten“. Temeswar sei ein „ungeschliffener Diamant“ und biete den ausländischen Touristen - neben Klausenburg/Cluj, Hermannstadt/Sibiu und der „viel-kritisierten Hauptstadt Bukarest“- ein schillerndes vielseitiges kulturelles Programm mit Theatervorstellungen, Festivals und Live-Musik-Acts an. Die Universitätsstadt im Westen des Landes sei, 20 Jahre nach der Wende, für ihre sich in steter Expansion befindenden Kunstszene ebenso bekannt wie für ihre historischen Bauten und die politische Vergangenheit. Trotz der unzähligen Gebäude aus der HabsburgerZeit, hinke der Beiname Klein Wien, weil Temeswar für diesen Vergleich zuviel von einem Rohdiamanten hätte, was aber nicht unbedingt schlecht sei. Besonders im Frühling und Sommer lebe die Stadt auf. Veranstaltungen und Internetadressen werden aufgezählt. Zum Schluss sprechen die Journalisten noch eine Warnung an ausländische Touristen aus: Finger weg vom einheimischen Pflaumenschnaps (palinca) – besonders wenn man am nächsten Tag noch aufrecht stehen will. (Hinweis auf den Artikel:Agenda online)

Laut der Beraterfirma A. T. Kearney liegt Rumänienauf Platz 16derweltweit 25 für ausländische Investoren attraktivsten Länderund steht damit vor Länder wie Tschechien und Russland. Auf Platz eins der Rangliste steht China, gefolgt von den Vereinigten Staaten, Indien, Brasilien, Deutschland und Polen. Die Platzierung Rumäniens ist um so spektakulärer, als es sich vor zwei Jahren nicht unter den Top 25 wiederfand. (Agenda online)

Epilepsieist nach Kopfschmerzen, die zweithäufigste neurologische Erkrankung. Laut der WGH kommen etwa 1.000 Erkrankungen aus 100.000 Bewohnern. Im Kreis Temesch sind 2.175 Epilepsie-Patienten registriert – landesweit 200.000, wobei die Dunkelziffern im Land bei 500.000 liegen. Immer noch schämen sich die Patienten ihrer Krankheit und halten sie aus Angst, ihre Arbeitsstelle zu verlieren - oft auch innerhalb der eigenen Familie, geheim. Dabei ist die Behandlung mit Antiepileptika – selbst in unserem Land – bereits so fortgeschritten, dass sie richtig dosiert, in 84 % der Fälle, ein völlig krisenfreies Leben sichern. (Agenda online)

Der am häufigsten einberufene rumänische Nationalfussballspieler und seit kürzlich Lions ClubMitglied Dorinel Munteanu, hat dem musikalisch besonders talentierten, blinden Theodor Alexandru Ratiuaus Temeswar eine Panflöte geschenkt. Obwohl erst 8 Jahre alt, beherrscht er das Klavier bereits meisterhaft. Um sein Talent auch weiterhin zu fördern, unterstützt Munteanuden Kleinen ein Jahr lang mit 200 Euro im Monat.(Timis online)

Auch ein anderes Talent lebt in Temeswar: Die 13-jährige Vasilicaist in ihrer Altersgruppe Landesmeisterin im Schwimmen.Es fällt ihr sicherlich nicht leicht, Unterricht und zweimal täglich Training unter einen Hut zu bringen – aber die erste, ihrer zahlreichen Medaillen hat sie angespornt. Und das trotz der Lebensbedingungen – sie wohnt mit ihren Eltern und dem Bruder in einer Garconniere, ihr Vater ist Fernfahrer, die Mutter Hausfrau – die weder für ihre schulischen noch für ihre sportlichen Leistungen förderlich sind. (Agenda online)

Der Renovierung des am 15. Januar dieses Jahres durch eine Gasexplosion stark beschädigten Plattenbaus mit Einzelwohnungen in der Constantin BrailoiuStraße in Temeswar würde - abhängig von der Qualität der benutzten Materialien, zwischen 100.000 und 200.000 Euro kosten. Nun müsste mit den gefertigten Gutachten und Kostenaufstellungen Geld aus dem Reservefonds der Regierung angefordert werden. Die Obdachlos gewordenen Bewohner haben kostenlos Unterkunft in Schulheimen gefunden – anfangs waren es 20, inzwischen ist ihre Anzahl auf 34 angestiegen. (Agenda online)

Die parapsychologischen Kräfte der Farbe Lila (Senatspräsident und PSD-Vorsitzender Mircea Geoana hat eine Debatte über den angeblichen Einfluss parapsychologischer Kräfte entfacht, als er diesen die Schuld für seine Pleite bei der Präsidentenwahl zuschob) scheinen auch in Lowrin zu wirken: Die AGMA TiucaFirma hat Oktober vergangenen Jahres den Bau eines 1,6 ha großen eingezäunten Marktes, mit komplett ausgestatteten Verkaufshallen und Sanitären Anlagen, beendet ... aber über die Ausschreibung wurde am 6. Januar 2010 beschieden. Lässt man die Frage, weshalb Lowrin so ein Monstrum von Markthalle nötig hat, beiseite, wurde die Ausschreibung regulär organisiert, aber von Euro Contest in Frage gestellt. Noch während der Widerspruch analysiert wurde, hat AGMA Tiuca mit den Bauarbeiten begonnen. Ähnlich ist die Firma bereits in Gelu vorgegangen, als sie mit dem Pflastern der Straße begonnen hat, bevor sie laut Ausschreibung Dritte wurde. Beide Ortschaften sind im Wahlkreis von Alin Popovici, der angeblich der Pate des Sohnes vom AGMA-Besitzer ist und werden von demokratisch-liberalen Bürgermeistern regiert.(Ziua de Vest)

Die Regionaldirektion der Rumänischen Post hat bekannt gegeben, dass ab dem 25. Januar auch Postsendungen über 500 Gramm dem Adressaten, in dessen Personalausweis eine andere Adresse vermerkt ist, übergeben werden. Die einfachen Postsendungen unter 500 Gramm werden weiterhin bei der angegebenen Adresse ins Postkästchen geworfen. (Ziua de Vest)

Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,1319 Lei /Euro bzw. 2,9309 Lei/US-Dollar.

26. Januar 2010

Obwohl im Vergleich zu den meisten Teilen des Landes, das Wetter in Temeswar mit Tiefsttemperaturen um -10° C geradezu „mild“ ist, verursacht das Wetter bei den Patienten mit chronischen Herz- bzw. Atemwegserkrankungen zusätzliche Beschwerden. Täglich wurden auch um die fünf Odbachlose mit gefährlicher Unterkühlung ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Wettervorhersage bleiben die Temperaturen die ganze Woche über, unter dem Gefrierpunkt . (Renasterea Banateana)

Wegen der äußerst niedrigen Temperaturen (gestern Morgen wurde eine Landes- Durchschnittstemperatur von – 17,9 ° C gemessen) rief die Kommission für Sicherheit in der Gasversorgung den Notstand aus. Das bedeutet, dass die Gaslieferung an einige Unternehmen unterbrochen wird sowie dass, die Elektro- und Heizungszentralen auf alternative Brennstoffe wechseln müssen. Um den Gasdruck beibehalten zu können, soll heute mit den Russen, die uns zurzeit etwa 20 % des Gas-Bedarfs liefern, über eine mögliche Verdoppelung der Gasimporte verhandelt werden.

Um die EU-Vorgaben die Liberalisierung der Gaspreise betreffend einzuhalten, werden ab April die Gaspreise erhöht. Bedürftigen sollen Zuschüsse gewährt werden. (Renasterea Banateana)

Die Stadt Temeswar will sich für den Titel Kulturhauptstadt Europas 2021, das Jahr in dem Rumänien an der Reihe ist, mehrere Kandidaten-Städte zu benennen, bewerben. Staatssekretär Demeter Andras hat versprochen dieses Anliegen Temeswars, Kulturminister Kelemen Hunor zu unterbreiten und versichert, alles ihm Mögliche zur Unterstützung der Kandidatur zu unternehmen.(Timisoara)

Laut anonymen Quellen aus der Nationalen Agentur für Integrität (ANI) hat der Hermannstädter Bürgermeister, Klaus Johannis, gleich nachdem ihm die Ergebnisse der Untersuchungen (siehe Presseauswertung vom 25. Januar 2010) bekannt gegeben wurde, Einspruch gegen diese erhoben. Laut ANI hatte Johannis in 2003 einen 60-tägigen Termin bekommen, um sein Amt als Verwalter des Industrieparks Sura Mica zu kündigen und ist dem erst im Mai 2004 nachgekommen. (Timisoara)

Im Lugoscher Kollege wird seit 1856 ununterbrochen in deutscher Sprache unterrichtet. Dies änderte sich weder in der Zwischenkriegszeit noch während des kommunistischen Regimes. Jetzt geht der deutschsprachige Unterricht im Zuge der geplanten Restrukturierungen Gefahr aufgelöst zu werden. Bürgermeister Francisc Boldea, der ehemalige Leiter des Coriolan Brediceanu-Lyzeums ist empört und will zusammen mit den Abgeordneten Ovidiu Gant, Sorin Stragea und Ilie Sarbu,alles nur mögliche tun, damit dies nicht geschieht. Auch wenn die Anzahl der Schüler nicht sehr groß ist, sie lernen seit dem Kindergarten Deutsch – die Bildungskette Kindergarten - Allgemeinschule-Lyzeum wäre unterbrochen. „Wir sind eine europäische Stadt und müssen die Rechte der nationalen Minderheiten respektieren“, erklärte Boldea.(Ziua de Vest)

Am 27. Januar vor genau 65 Jahren befreiten die sowjetischen Truppen Auschwitz, das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten. 50 Jahre sollten vergehen, bis der Tag zum offiziellen internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus wurde. Auch die Schüler des Carmen Silva Lyzeums in Temeswar organisieren eine Gedenkfeier in ihrer Schule: Im Programm, Reden des Vorsitzenden der Temeswarer Jüdischen Gemeinde, Paul Costin sowie des Leiters des Holocaust-Museums aus Simleul Silvaniei, Daniel Stejeran, die Vorführung eines Films, das Lancieren des Romans Caust von Cristian Cotrus und eine Konferenz über Inter- und Multikulturalität und Geschichte von Universitätsprofessor Victor Neumann. (Ziua de Vest)

Den Ärzten des Arader Dr.Salvator Vuia Krankenhauses ist es gelungen einer 52-jährigen Patienten nur 47 kg schweren Patientin einen 17 kg schweren Eierstocktumor erfolgreich zu entfernen. Zwar sind bisher keine postoperatorischen Komplikationen aufgetreten, aber in Anbetracht der Krankengeschichte der Patientin, steht sie weiter unter ärztlichen Beobachtung. Zwar wurden auch andere Mal Tumore dieser Größe operativ entfernt, aber es ist das erste Mal, dass das Verhältnis zum Körpergewicht so klein ist.(Ziua de Vest)

Der Regierungsbeschluss. laut dem die Krankenkasse erst in 210 bzw. 120 Tage zahlt, blockiert die Versorgung der Apotheken mit Arzneimitteln. Einige Apotheken stehen vor dem Bankrott. Einige Apotheker haben den Kampf bereits zum Jahresende aufgegeben, eine Temescher Apotheke wurde an eine Apotheken-Kette verkauft. Die Lage wird immer ernster. Die Krankenkasse hat nur etwa 30 % der Rechnungen der Apotheken verrechnet – das Geld reichte gerade mal für die Steuerschulden. Die Kranken müssen von einer Apotheke in die andere laufen, um sich die nötigen Medikamente zu besorgen.(Renasterea Banateana)

Die Autorität für Verwaltung und Verwertung der Staatsaktiva (AVAS) organisiert am 9. Februar eine Versteigerung der Alkoholfabrik Perfect Renaissance in Temeswar (Anfangspreis: 1,85 Millionen Dollar + MWSt) sowie ein Bürogebäude mit einem 1.371 qm großen Grundstück (für mindestens 126.750 US-Dollar + MWSt), ebenfalls in Temeswar.(Ziua de Vest)

Der Interact Club Temeswar organisiert in Zusammenarbeit mit dem Iris-Fotoclub Temeswar im Parterre des Barock Palais eine Fotoausstellung zu Gunsten der an Leukämie erkrankten Kinder im Louis Turcanu-Kinderkrankenhaus. Vernissage am 29. Januar, um 16:00 Uhr. Geöffnet bis zum 31. Januar, um 18:00 Uhr. (Renasterea Banateana)

Die Wirtschaftskrise scheint nicht in allen Bereichen gleich spürbar zu sein: Der Lohn des Leiters der Abteilung für Soforteinsätze der Temeswarer Stadtpolizei ist von gerade mal 866 Lei im Jahr 2007 auf monatlich 7.000 Lei in 2009 angestiegen. (Adevarul de Seara Timisoara)

Nach amerikanischen Modell hat auch die Temescher Polizei eine Rangliste der meist gesuchtesten Verbrecher unter www.poltim.ro ins Netz gestellt. Es könnte immerhin sein, dass ein Besucher der Seite jemanden erkennt und sich bei 112 meldet. Auf Platz eins steht der Täter, der vor acht Jahren in die Wohnung eines Temeswarers eingebrochen war und diesen zu Tode geprügelt hat, bevor er Haushaltsgeräte und 5.000 US-Dollar mitgehen ließ. Die Eltern des Opfers bieten auch heute noch 10.000 US-Dollar für sachdienliche Hinweise, die zur Festnahme des Täters führen. Auch Platz zwei der Rangliste steht der zu 12 Jahren verurteilte Gheorghe Ewald Frunza, der 700 Ochsen für 200.000 US-Dollar verkauft hat und sich dann mit dem Geld der Firma aus dem Staub gemacht hat. (Adevarul de Seara Timisoara)

Johnny“ Gheorghe Maiornic dressiert seit 30 Jahren Wach-, Jagd-, Zirkus- und Begleithunde für Behinderte. Nebenbei betreibt er eine Pension für Hunde und hat angefangen mit Vierbeinern, deren finanziell meist gut situierten Herrchen, keine Zeit bzw. Geduld für sie haben, Gassi zu gehen. Ein Monatsabo für Auslauf, zweimal täglich von Montag bis Freitag, kostet 100 Euro. Dafür bietet Johnny kostenlos einen zusätzlichen Service: Er diszipliniert die Vierbeiner, die nur zu oft an von Herrchen verursachten Verhaltenstörungen leiden. (Adevarul de Seara Timisoara)

Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,1252 Lei/Euro bzw. 2,9079 Lei/US-Dollar.

25. Januar 2010

Sibirische Kälte in Rumänien.Vergangene Nacht wurde ein neuer Kälterekord für diesen Winter in Rumänien verzeichnet. In Intorsatura Buzaului/Kreis Covasna) sankt die Temperatur bis – 34 ° C, in Miercurea Cius bis -32 ° C, in Kronstadt/Brasov -29° C, in Jassy/Iasi -24° C und auch in der Hauptstadt wurden -21 ° C gemessen. (Die absolute Tiefstemparatur in Rumänien wurde im Januar 1985 in Miercurea Ciuc/Kresi Harghita gemessen -38,4 ° C). Für sieben Kreise gilt ab dieser Nacht Kältewarnung der Stufe Orange(Temperaturen zwischen – 26 und – 31° C).Unzählige Obdachlose werden laufend wegen Unterkühlung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Lokalbehörden haben Notunterkünfte eingerichtet. Allein in den letzten Tagen gab es vier weitere Kältetote in der Hauptstadt – landesweit in den letzten 24 Stunden 22. Die Fahrten von 19 Eisenbahnzügen in Richtung Konstantza und fünf in Richtung Barlad wurden annulliert. Eine leichte Erwärmung zwischen – 5 und - 15 ° C ist erst ab Mittwoch zu erwarten. Weit „milder“ mit Tiefsttemperaturen höher als – 15 ° C ist es in den westlichen Kreisen des Landes: Sathmar, Salaj, Bihor, Arad. Temesch und Karasch Severin.

Auch bei der Videokonferenz der Präfektenmit Premierminister Emil Boc, wurden der schlechte Zustand der Straßen und die Lage der Obdachlosen bzw. der im Verkehr stecken gebliebenen Fahrer angesprochen. Bochat von den Präfekten verlangt, innerhalb von zwei Wochen ein Grundstück in jedem Kreis zu finden, auf dem über ein Regierungsprogramm jeweils ein Altenheim gebaut werden soll. Präfekt Bacala hat angeordnet, dass die Direktion für öffentliche Gesundheit, Gendarmerie, Polizei und Notdienst auf der Straße angetroffene Obdachlose auflesen und auf dir Notunterkünfte in der Brancoveanu-und Titulescu-Straße bringen sollen. (Agenda online)

Die Nationale Agentur für Integrität (ANI) hat die Enthüllungen der Zeitung Evenimantul Zilei vom vergangenen November, bestätigt: Der Hermannstädter Bürgermeister hat das Kompatibilitäts-Gesetz verletzt, indem er gleichzeitig Bürgermeister und Verwalter einer Firma war. Das Projekt „Johannis – Premierminister“ ist somit für drei Jahre gestorben. (Evenimentul Zilei)

Sich nach der decke strecken scheint die Devise des Bürgermeisters aus der Temescher Stadt Gataja zu sein: Die Lokalverwaltung hat von Anfang an nur Projekte in Angriff genommen, für die die Ressourcen gesichert waren. Als zum Jahresende Bilanz gezogen wurde, war ein einziger Vorhabenpunkt nicht ganz erfüllt: die zwar fertiggestellte aber wegen Qualitätsmängel nicht abgenommenen Asphaltierung der Straße. Das Ergebnis ist um so löblicher, als die kaum sechsjährige Stadt bereits 55 % des Haushalts von insgesamt 9,5 Millionen Lei, aus eigenen Mittel bestreitet. Die Stadt zählt inzwischen 6.200 Einwohner – allein zwischen 2007 und 2009 haben vier ausländische Firmen aus Belgien, Italien und den Vereinigten Staaten hier investiert, über 400 Arbeitsplätze geschaffen und so den Verlust von 200 Arbeitsstellen durch den Umzug einer Firma in die Ukraine, wieder auffangen können. Das Gleiche im benachbarten Großscham/Jamu Mare: Einwohner, wie inländische und ausländische Investoren im landwirtschaftlichen Bereich verharrten ohne viel Gejammer der Dinge, die kommen sollten. Auch in Birda, einer der vier von Gataja abgespalteten Ortschaften, aktivieren neben dem Schweinefleischproduzenten Smithfied, eine Baufirma, eine Tischlerei und eine auf Rinderzucht und Ackerbau spezialisierte Firma, die zusammen 400 Arbeitsplätze bieten. (Renasterea Banateana)

Allein Anschein nach, muss die Modernisierung des 700-er Marktes noch warten. Vor mehr als 15 Monaten hatten Architekten das Konzept Piata 700: Das Tor um Zentrum“ präsentiert. Ein Promenadenplatz entlang der alten Festungsmauern, zu unterirdischen Passagen führende Rolltreppen, Cafés, Terrassen und andere Einrichtungen zur Freizeitgestaltung sowie ein unterirdischer Parkplatz über zwei Etagen waren vorgesehen. Dabei sollte der traditionelle Gemüse- und Obst- bzw. der Blumenmarkt beibehalten werden, sollte aber EU-konform im Inneren eines modern ausgestatteten und eingerichteten Räumlichkeiten untergebracht sein. Auch die beiden historischen Denkmäler – die Militärkapelle und die Bastei, wurden in das Projekt integriert... Nun steht aber auf der Tagesordnung der Stadtratsitzung die Verlängerungsanträge der Mietverträge der sieben Kioske auf dem Markt. (Agenda)

Unter den 43 Punkten auf der Tagesordnung der Temeswarer Stadtratsitzung steht auch das deutsch-rumänische Projekt „Behutsame Rehabilitierung und wirtschaftliche Wiederbelebung der historischen Altbauquartiere in Temeswar“. Das in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit – GTZ abgewickelte Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt. Weitere Punkte auf der Tagesordnung sind die Konzession der Dienstleistungen im Bereich Trinkwasserversorgung und Kanalisation, die Restrukturierung der Fernheizungsgesellschaft, Energiepreisbestimmung, Genehmigung des Organigramms der Gesellschaft für öffentlichen Nahverkehr.(Ziua de Vest)

Ludovic Orban zeigt sich pessimistisch, den Bau der Autobahn Temeswar – Aradbetreffend und erklärte in diesem Zusammenhang, wenn die Dinge so weiter gehen wie bisher, würde diese, wohl in zehn Jahrenfertig gestellt werden. Auch würden die zugeteilten 500 Millionen Euro kaum für die Enteignung des Bodens reichen und obwohl Geld über die Strukturprogramme und die Euorpäische Entwicklungsbank bereit steht, kann es vor der Bodenenteignung nicht abgerufen werden. (Ziua de Vest)

Temescher Parlamentarier „schwänzen“ Sitzungen und stellen wenige parlamentarische Anfragen. Allein der Demokratisch Liberale (PD-L) Marius Cristinel Dugulescuhat eine 100 %-ige Anwesenheitsrate. Es folgen Dorel Cocavi von den Sozialdemokraten+Konservativen (PSD+PC) und Alin Popoviciu (PD-L) mit 83,3% Iosif Stefan Dragulescu(PD-L) mit 76,8 %, der Nationalliberale (PNL) Horia Cristian mit 75,6 % und Maria Barna (PSD+PC) mit 68,5 %. Das Schlusslicht im Kreis ist Valeriu Tabara(PD-L) mit 29,8 %. Unter den Senatoren stehen Dorel Borza und Gheorghe David,beide PD-L mit 78 % bzw. 77 % vorne – ihnen folgen Nicolae Robu (PNL) mit 60 % und Ilie Sarbu (PSD+PC) mit 12 %. Die parlamentarischen Anfragen betreffend , steht der Abgeordnete Valeriu Tabara mit 63 Initiativen, von denen zwei Gesetz wurden, auf Platz zwei. Gheorghe David hatte zwar 46 Initiativen – aber keine davon wurde angenommen. (Ziua de Vest)

Continental Romania will in Temeswar einige zig Millionen Euro in eine neue Rohstoff-Produktionsanlage investieren. 200 neue Arbeitsplätze sollen dadurch entstehen. Ziel der Investition ist es die Reifenproduktion für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auszubauen. Geplant ist eine Produktion von etwa 14 Millionen Reifen. Mitte des Jahres soll die Trennung der Reifen- von der Antomotive-Divison vollbracht sein. Continental Romania hat zurzeit 7.000 Mitarbeiter, acht Produktionseinheiten und drei Forschungszentren in Temeswar, Hermannstadt/Sibiu, Carei, Arad und Jassy/Iasi, eine Jointventure in Slatina und einen Reifen-Verteilerzentrum in Sackelhausen. (Agenda)

Die Familie der im Hirntod befindlichen 54-jährigen Frau in der IT des Temescher Kreiskrankenhaus, zeigte wahre Größe und hat einer Organentahme zugestimmt. Ein aus Ärzten aus Bukarest, Klausenburg/Cluj und Temeswar gebildetes Team entnahm Nieren, Leber und Augen-Hornhaut und muss die dafür geeigneten Empfänger ermitteln. (Agenda)

Die Schlankheitspillen Reductil, Reduxade und Zelium sind ab nächster Woche nicht mehr in den Apotheken erhältlich, nachdem die Europäische Arzneimittelagentur entwscheiden hat, sie vom Markt zu nehmen. Ergebnisse langjähriger Studien zeigen, dass diese Appetitzügler nicht nur das mit dem Übergewicht verbundene Risiko für Herzinfarkt bzw. Schlaganfall nicht senken, sondern im Gegenteil, erhöhen. Die Ärzte wurden angewiesen keine Rezepte mehr auszustellen.(Evenimentul Zilei)

Auch im vergangenem Jahr war das Verhältnis zwischen Banken und Kunden angespannt: 3.000 Beschwerden gingen beim Verbraucherschutz ein – davon 650 allein in Bukarest. Auf Platz eins der Unzufriedenheiten der Bürger stehen die Zinserhöhungen bei Krediten. (Gindul)

Der von der Rumänischen Nationalbank vorgegebene Wechselkurs liegt bei 4,1382 Lei/Euro bzw. 2,9255 lei/US-Dollar.