Presseauswertung 27. - 30. September 2010

27. September 2010

Auf die Frage, ob Rumänien und Bulgarien für den Schengen-Beitritt bereit sind, antwortete Nikolaus Graf Lambsdorff, zuständig im Auswärtigen Amt für Süd-Ost-Europa, dies sei ein Diskussionsthema auf europäischer Ebene, betreffe aber nicht nur diese beiden Länder. Die Reform der Justiz und Bekämpfung des organisierten Verbrechens seien in diesem Kontext bedeutende Themen, weswegen sie auch von den Innenminister der EU-Staaten genau verfolgt werden.(Renasterea Banateana)

Etwa 6.000 Polizisten nahmen am Freitag in Uniform an dem Protest-Meeting, das spontan, in einem nichtauthorisierten Marsch zum Präsidentensitz, mit wüsten Beschimpfungen und über den Zaun geworfenen Polizeimützen ausartete, teil. Einige Demonstranten sollen ihre Dienstwaffe mit dabei gehabt haben. Mit der Begründung, er könne das Präsidentialamt nicht mit der, die Gesetze missachtenden Polizei in Verbindung bringen, erklärte Staatspräsident Traian Basescu – und wenig später Premierminister Emil Boc auch, künftig auf Dienste des Innenministeriums und der Nationalen Polizeibehörde verzichten und nur mehr die des Schutz- und Wachdienstes (SPP) in Anspruch nehmen zu wollen. Es könne nicht angehen, dass ausgerechnet die Polizei, die für Ordnung sorgen soll, selbst die geltende Gesetze missachtet. Spekulationen, er habe sich geweigert mit den Demonstranten zu sprechen, wies der Präsident zurück und erklärte, zu gegebener Zeit, gar nicht in der Hauptstadt gewesen zu sein.

Es sei eine Frage der Ehre zu demissionieren, ließ Innenminister Vasile Blaga heute Vormittag wissen und erklärte seinen Rücktritt, nicht aber ohne, darauf hinzuweisen, dass das Ministerium für Verwaltung und des Inneren, das Einzige gewesen ist, das die verfügbaren EU-Fonds (600 Millionen Euro) zu 100 % abgerufen hat und dass, das unwürdige Verhalten Einiger, nun auf die Mehrheit der Polizisten nun zurückfalle, aber auf sie nicht zutreffe. (Zusammenfassung Renasterea Banateana undAgenda online)

Freitag erklärte Landwirtschaftsminister Valeriu Tabara, 40 % der Felder im Kreis Temesch lägen brach da. Zwar beantragen und kassieren die Besitzer EU-Subventionen für sie, ziehen es aber vor, sie gar nicht erst zu bearbeiten. Um dies zu vermeiden will er den Gesetzesrahmen ändern. Ein weiteres großes Problem in der Landwirtschaft wäre die Steuerhinterziehung, die schätzungsweise 250 Millionen Euro beträgt. Tabara ist für ökologische Landwirtschaft, aber man dürfe nicht vergessen, dass 70 % der Felder im Besitz der kleinen Landwirte bzw. alter Leute ist, die sie nicht bearbeiten können. (Timis online)

Temeswar ist landesweit eine der Städte mit den schlechtesten Straßen. Die Stadtväter reden sich mit der Tatsache, dass Ausschreibungen in Frage gestellt werden und die Firmen schlechte Arbeit leisten, heraus. Aber wie man aus der Stadt fährt, trifft man – selbst in entlegenen Dörfern, auf gute Straßen. So zum Beispiel, die asphaltglatte Straße, die, nur 35 km von Temeswar entfernt durch das 500-Seelen Dorf Ictar Budint, führt und Temeswar alt aussehen lässt. (Renasterea Banateana)

Am Sonntag zum Herz-Welttag konnten die Temeswarer auf dem Domplatz an Tanzstunden teilnehmen, Informationen zu Herz-und Gefäßerkrankungen bekommen oder einen der 100 Gutscheinen für eine Untersuchung und kostenlosen Analysen gewinnen. Bei der im Rahmen des historischen, im Frühling von den Rotary- und Lions-Clubs unterzeichnetem Pakts, abgewickelten Veranstaltung, machte Dan Gaita, Vorsitzender der Rumänischen Herzstiftung mit der schockierenden Aussage, eine 10 %-ige Reduzierung des Salzkonsums wäre effektvoller als alle Arzneimittel der Welt. Ernährung und der gestresste Lebensstil müssten geändert werden, denn genau diese hätten Rumänien auf den traurigen Platz drei der Herztote in der Welt gebracht. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt die Zahl der Herztoten in den kommenden fünf Jahren um 10 % zu senken, was bedeutet, dass jährlich 15.000 Leben gerettet werden würden. (Ziua de Vest)

Gedächtnisstörungen sind für Ärzte in keinem Alter normal und dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn das Vergessen nicht nur mehr eine Folge des Älterwerdens ist, sondern den normalen Tagesblauf sowie die zwischenmenschliche Beziehungen beeinträchtigt, kann es sich um die Alzheimer Krankheit handeln. Auch wenn die Krankheit zurzeit nicht therapierbar ist, so kann die Lebensqualität der Betroffenen mit einer entsprechenden Behandlung, erheblich verbessert werden. Deswegen bietet die Alzheimer-Tagesstätte in Temeswar (Vasile Alecsandri-Straße 6) im Rahmen des Projekts Zusammen für geistige Gesundheit Gratistests an. Je nach dem Ergebnis der Auswertung der Fragebogen, können Übungen zur kognitiven und kommunikativen Stimulation – einzeln oder in Gruppen - durchgeführt werden oder müssen die Betroffenen zu einem Neurologen oder Psychiater überwiesen werden. Programmierungen für Tests und Übungen unter der Telefonnummer 0256 434 736.(Renasterea Banateana)

Im Rahmen der Let's do it, Romania!-Kampagne, sammelten im Kreis Temesch 6.386 Freiwillige in 64 Ortschaften Wälder und Flußläufe insgesamt 17.304 Müllsäcke ein. Am fleißigsten waren die 490 Freiwilligen in Schag, die 1.893 Säcke schafften, gefolgt von den den 450 in Lugosch (1.695 Säcke), den 240 in Dumbravita (1.695 Säcke) und den 595 beim Jagdwald/Padurea Verdein Temeswar (1.352 Säcke). Aus den illegalen Müllhalden wurden unter anderen Lederjacken, Decken, ein Armaturenbrett, mehrere Fernseher und sogar ein Fallschirm geborgen. An der Aktion nahmen am Samstag auch 30 Insassen der JVA-Temeswar teil. Sie säuberten das Gelände bei der Stadtausfahrt an der Schager Straße. (Ziua de Vest)

Erneut wurde in Temeswar ein Wettbüro ausgeraubt. Zwei maskierte Männer haben die beiden anwesenden Frauen, vermutlich mit einer Spielzeug-Pistole bedroht ... geistesgegenwärtig händigte ihnen die Kassiererin lediglich ein Geldbündel aus, worauf diese mit 700 lei statt mit über 8.000 lei wieder verschwanden. (Ziua de Vest)